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    Blitzreicher Sommer

    Blitzreicher Sommer

    Am heutigen Mittwoch endet der meteorologische Sommer, der als äußerst gewitterreich in die Wetter-Annalen eingeht, wie der Landeswetterdienst zusammenfasst.

    61.000 Mal schlug von Juni bis August ein Blitz in Südtirol ein – das ist der höchste Wert in der fünfjährigen Messreihe, berichten die Landesmeteorologen: Verantwortlich für die große Blitzanzahl waren Kaltfronten, die immer wieder innerhalb von wenigen Stunden über das Land hinweggezogen sind.

    Im Monat Juli hat es am häufigsten geblitzt, der gewitterreichste Tag war der 30. Juli mit 7.500 Einschlägen. Die Gemeinde mit der größten Blitzdichte war dabei Terenten mit 23 Blitzen pro Quadratkilometer, die geringste Blitzdichte wurde in der Gemeinde Glurns verzeichnet.

    Die hohe Blitzaktivität zeigt sich auch in den Niederschlagsdaten: Der Sommer war überdurchschnittlich nass, die Mengen reichen von plus 20 Prozent in Bruneck über eine Zunahme von 30 Prozent in Bozen bis zu einem Mehr an 60 Prozent in Meran im Vergleich zu den Mittelwerten.

    Der „Sommer der Blitze“ klingt mit dem heutigen Tag aus. Karte: Landeswetterdienst

    Der „Sommer der Blitze“ klingt mit dem heutigen Tag aus. Karte: Landeswetterdienst

    Dieser Sommer war zwar durchwegs warm, im Unterschied zum letzten Jahr gab es heuer aber keine nennenswerte Hitzewelle, resümieren die Meteorologen. Nur einmal, am 20. Juli, wurde in Bozen die 35-Grad-Marke erreicht, das war damit der heißeste Tag des Sommers. Am kühlsten war es am Morgen des 15. Juli in St. Veit in Prags mit 2,2 Grad Celsius.

    Über den gesamten Sommer gemittelt lagen die Temperaturen nahe oder leicht über dem langjährigen Durchschnitt. Damit reiht sich das heurige Jahr zwischen dem viel zu kühlen Sommer 2014 und dem zweitheißesten Sommer 2015 ein.

    Die stabilsten Tage des Sommers traten Mitte Juli und Ende August auf.

    Was der Herbst bringt, lässt sich nicht genau sagen, präzisieren die Landesmeteorologen, denn verlässliche Prognosen reichen nicht über mehrere Wochen hinaus. Kurzfristig, kündigen sie an, bleibt das Wetter aber sommerlich und warm.

    Und wie ein Blick ist die Klimastatistik zeigt, besteht im September Hoffnung auf ein paar warme Tage: Im Durchschnitt gibt es in Bozen noch 17 Sommertage – Tage mit über 25 Grad Celsius – und zwei Tage mit 30 Grad.

     

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