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Der Bruch

Hausarzt michael mayrDie Verhandlungen zwischen dem Land und den Hausärzten sind geplatzt. Zahlen die Patienten drauf?

(arob) Michael Mayr sagt am späten Nachmittag gegenüber TAGESZEITUNG Online:

„Mit tut es leid, dass die Verhandlungen gescheitert sind, aber ich hatte nicht das Mandat, über die von der Landesregierung bereitgestellte Million Euro hinauszugehen“, so der Ressortdirektor für Gesundheit.

Um was geht es?

Die Südtiroler Hausärzte haben eine zusätzliche Pro-Kopf-Quote von 6 Euro verlangt, um die Gehaltseinbußen gegenüber ihren Kollegen im restlichen Italien auszugleichen. Bei 440.000 betreuten Personen hätte dies Mehrkosten von 2,5 Millionen Euro bedeutet. Die Landesregierung wollte zunächst nur eine Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Die Ärztegewerkschaften bockten. Das Land hat sich daraufhin bereiterklärt, eine weitere Million bereitzustellen, dies allerdings an die Bedingung geknüpft, dass die Hausärzte Maßnahmen für die Verbesserung der Versorgung von chronisch Kranken setzen müssen. Dies wäre für die Ärzte mit Mehrarbeit verbunden gewesen.

Sie lehnten auch diesen Vorschlag ab. Am Donnerstag legte Ressortdirektor Mayr einen weiteren Vorschlag vor: Er erklärte, das Land sei bereit, zu der bereits zugesagten Million eine weitere Million Euro aus dem Fonds zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung bereitzustellen.

Im Gegenzug müssten die Ärzte entsprechende Projekte durchführen. Die Gewerkschaften lehnten auch diesen Vorschlag ab mit dem Argument, die erhöhte Pro-Kopf-Quote stehe ihnen zu. Daraufhin brach Ressortdirektor Mayr die Verhandlungen ab. Die Gewerkschaften kündigten Protestmaßnahmen an. Es wird damit gerechnet, dass die Ärzte die Ticketbefreiung aus Einkommensgründen nicht mehr vornehmen.

Damit würden sie die Patienten strafen.

 

 

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