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    Das Riesen-Ressort

    Das Riesen-Ressort

    Landesrat Christian Tommasini wagt einen interessanten Vorstoß: Er will ein neues, starkes Bautenressort aufbauen.

    Mit der Unterzeichnung des Einvernehmesprotokolls für die Konzessionserneuerung der Brennerautobahn seien auch die Voraussetzungen zum Bau der Umfahrung von Bozen und des Virgltunnels geschaffen worden, erklärt Landesrat Christian Tommasini. Damit seien die Infrastrukturprojekte für die kommenden Jahre vorgegeben.

    Strategische Priorität misst nun der Landeshauptmannstellvertreter der Umsetzung eines außerordentlichen Investitionsprogramms zur Instandsetzung und Aufwertung des öffentlichen Vermögens bei. „Ein solches Programm wirkt nachhaltig”, so Landesrat Tommasini, „es schafft qualifizierte Arbeitsplätze, verbessert die Energiebilanz und den baulichen Zustand der Liegenschaften.”

    Um dieses Vorhaben in Angriff zu nehmen, will der Landesrat ein neues umfassendes Bautenressort schaffen, das neben dem Hochbau und dem Technischen Dienst auch die Abteilung Vermögen umfasst. „Auf diese Weise wird es möglich sein, ein solches außerordentliches Bau- und Sanierungsprogramm zu planen und umzusetzen”, ist der Landesrat überzeugt.

    Die Mitfinanzierung der Umfahrung Bozen, die in dem am Donnerstag in Rom unterzeichneten Einvernehmensprotokoll zur A22 festgeschrieben ist, bewertet der Landesrat folgendermaßen: „Die auf mein Betreiben erfolgte Aufnahme dieses Infrastrukturprojekts in das Protokoll garantiert, dass die Finanzmittel zur Verfügung stehen und das Bauvorhaben verwirklicht werden kann.” Der Landesrat erinnert daran, dass der Bau der Umfahrung ein Herzensanliegen sei, „nachdem in den vergangenen Jahren vielerorts in Südtirol Umfahrungen gebaut worden sind, Bozen aber immer ausgespart wurde.”

    „Nachdem der Bau der Umfahrung – als für ganz Südtirol wichtiges Infrastrukturprojekt – gesichert ist und die Infrastrukturprojekte für die nächsten Jahre definiert sind, sehe ich meine Aufgabe nun in der Wiederankurbelung der Bautätigkeit besonders in den städtischen Zonen“, erklärt Landesrat Tommasini und erwähnt in diesem Zusammenhang das Bibliothekenzentrum in Bozen, das Krankenhaus in Mortzing und das Bozner Museumszentrum.

    Auch möchte sich der Landesrat um eine dynamische Verwaltung des Landesvermögens bemühen. Dies bedeute neben der reinen Verwaltung und Instandhaltung auch eine Aufwertung durch energentsiche Sanierungsmaßnahmen, wobei es Steuererleichterungen zu nutzen gelte.

    Aus diesen Gründen spricht sich Landesrat Tommasini die Zusammenführung der Landesabteilungen Hochbau und Technischer Dienst aus. Im Gegenzug sollen die Abteilungen Tiefbau, Staßendienst und Mobilität zusammengeführt werden: „Meinen Vorschlag habe ich bereits Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Florian Mussner unterbreitet. Beide sehen darin ihn als Möglichkeit, neue Synergien zu schaffen. Daher hoffe ich, dass mein Vorschlag die notwenidge Zustimmung findet, um baldmöglichst umgesetzt zu werden“, so Landesrat Tommasini.

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    Kommentare (1)

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    • gredner

      Was heisst „dynamische Verwaltung des Landesvermögens“?!? Etwa dass man wiedermal ungestraft Millionen für einen Container in den Sand setzen kann, wie beim Kulturprojekt „capitale europea 2019 del Triveneto“?

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