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    Die Winterreifen-Posse

    Die Winterreifen-Posse

    Die Süd-Tiroler Freiheit fordert in einem Begehrensantrag eine einheitliche Straßenverkehrsordnung in der EU.

    Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, fordert in einem Begehrensantrag die Regierung in Rom, sowie die EU-Kommission in Brüssel dazu auf, eine Untersuchung auf Sinnhaftigkeit der noch bestehenden Unterschiede in der Straßenverkehrsordnung pro EU-Land zu veranlassen.

    Bernhard Zimmerhofer

    Bernhard Zimmerhofer

    Zudem fordert Zimmerhofer eine EU-weit einheitliche Straßenverkehrsordnung mit möglichst vielen, gemeinsamen Regelungen, die den EU-Bürgern die Nutzung des europäischen Straßennetzes erleichtert.

    Zimmerhofer argumentiert:

    „In der EU gibt es viele unterschiedliche Regelungen bezüglich, Winterreifenpflicht, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Promillegrenzen, Mautgebühren, Rettungsgasse, Verstößen und Sanktionen, Straßenschilder usw. Eine gemeinsame, vereinheitlichte europäische Straßenverkehrsordnung würde nicht nur dem Bürger das Reisen erleichtern, sondern den Polizeikräften auch die Kontrollen vereinfachen.

    Außerdem würde sich dadurch die Anzahl der Verkehrsunfälle verringern.

    So herrscht z.B. auf allen Staats- und Landesstraßen in Südtirol vom 15. November bis einschließlich 15. April Winterausrüstungspflicht, während in Österreich bzw. in Tirol (wo ja sehr ähnliche klimatische Verhältnisse vorherrschen) PKW und LKW bis 3,5 t bei winterlichen Verhältnissen (Schnee, Matsch oder Eis) vom 1. November bis zum 15. April nur mit Winterreifen oder an mindestens 2 Antriebsrädern mit Schneeketten fahren dürfen.

    Die EU muss vor allen Dingen auch für den einfachen Bürger spürbar werden, indem es z.B. unnötige Bürokratie und Reglementierungen abbaut und somit das Alltagsleben erleichtert.“

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    Kommentare (14)

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    • P

      Angehöriger eines unwichtigen Bergvölkchens überschätzt sich auf Grund fehlender Rechtskultur; Sie machen sich und uns lächerlich Herr Zimmerhofer.

    • ergo

      Ist dem Herrn Zi,merhofer bewusst, dass es in Europa unterschiedliche klimatische Bedingungen gibt und dass eine einheitliche Winterreifenregelung für Sizilien, Frankreich, Österreich und Finnland blanker Unsinn ist. Ich mein im hinteren Ahrntal bei Herrn Zimmerhofer müsste diese Tatsache auch bekannt sein. Was mich wundert ist, dass die Journalisten dem Käse dieses Herrn so breiten Raum einräumen und ihn nicht jedesmal verreißen. Das ist doch reinstes Polit-Kabarett was der abliefert.

    • Sepp

      @ergo .
      Ich kann nirgends lesen , dass Zimmerhofer gefordert hat in Sizilien die selben Reifenvorschriften wie für Südtirol einzuführen. Er schreibt klar und deutlich von grenzübergreifenden Zonen in Europa mit gleichen Winterverhältnissen , z.B. der Alpenraum von Frankreich bis in die Slowakei. Aber wenn es die STF sagt wird sogar eine restauriertes Wegkreuz der Schützen zum Kritikpunkt. Was die STF macht wird von den üblichen Antitirolern kritisiert und versucht ins Lächerliche zu ziehen, da ihnen die Argumente fehlen.

      • MarkP

        Laut dem ersten Absatz fordert er aber schon „einheitliche“ Gesetze für die gesamte EU bzw. kann man zumindest eben auch so interpretieren, daß in Sizilien die gleichen Gesetze wie in Österreich gelten. Also müßte er dahingehend eingestehen, daß es klimatisch bedingt eben Unterschiede geben muß. Aber mit dem Klima und Wetter ist es – leider oder auch GottseiDank so – daß das noch die einzige Sache ist, wo nicht der Mensch entscheidet.

        Und zum Thema zurück: einheitliche Gesetze ja, passt. Nur: welche Gesetze wenden wir nun an? Er schreibt nicht, ob z.B. die Österreich im Winter bessere Gesetze haben. Er schreibt irgendetwas von „Verringerung der Unfälle mittels einheitlicher Gesetze“. Könnte Herr Zimmerhofer uns bitte sagen, in welchem europäischen Land es die wenigsten Unfälle gibt? Sind dann dies die „richtigen“ Gesetze?

    • chris

      finde das Ganze eher sinnloss. Es gibt schon deutlich klimatische Unterschieden zwischen raum Innsbruck und z.B. es Unterland.. wer im eher „winterlichen“ gebiet wohnt bzw fährt soll er schon genua hausverstand haben selber zu entscheiden obs sinnvoll ist winterreifen von den 15 nov zu montieren

    • sogeatsnet

      Ich muss dem Sepp Recht geben. Wenn der Vorschlag von jemand anderem, nehmen wir den Pöder mal aus, gekommen wäre, wie würdet ihr die Sache dann kommentieren?
      Warum beschränkt ihr euch nur auf die Winterreifengeschichte?

      Zimmerhofer macht einen guten Vorschlag, der eigentlich von der EU kommen müsste. Auf anderen Gebieten sind wir die Vereinheitlichungen ja schon gewohnt…
      Er spricht auch von Geschwindigkeitsbeschränkungen, Promillegrenzen, Mautgebühren, Beschilderung und Sanktionen… und trifft dabei voll ins Schwarze.
      Die unterschiedlichen Regelungen sind doch Käse. Fahrt nach München, drei Staaten, ebensoviele verschiedene Geschwindigkeitsregelungen und die Beschilderung ist effektiv unterschiedlich.

      Fazit: guter Vorschlag! Auch mal etwas Spürbares für den „kleinen Mann“

    • Der den Arno kämmt

      „Eine gemeinsame, vereinheitlichte europäische Straßenverkehrsordnung würde […] den Polizeikräften auch die Kontrollen vereinfachen.“ – Wenn die italienische Polizei in Italien und die österreichischen Organe in Österreich kontrollieren, dann werte ich diese Aussage als groben Unfug.

      „Außerdem würde sich dadurch die Anzahl der Verkehrsunfälle verringern.“ – [citation needed]

    • Georg

      jawohl! Die Andalusier und Griechen müssen dann Winterreifen kaufen. Michelin wird’s freuen. Vereinheitlichung ist gut, aber die Winterreifenpflicht ist ein schlechtes Beispiel…

    • christian waschgler

      In Italien gilt auf Landstrassen 90 km/h auf Autobahnen max. 130 km/h. Wozu sind also Reifen Vorschrift die je nach Autotyp bis 210, 240 usw. zugelassen sind ?? Und auch noch für Winterreifen. Hat schon jemand versucht bei Schneefall mit 200 auf normaler Strasse zu fahren ?

    • Hush

      Gesetze hin oder her, wenn sie nicht kontrolliert werden sind sie vollkommen unwichtig! Ab heuer gibt es von Affi bis zum Brenner eine totale Winterreifenpflicht, d.h. auch bei trockener Fahrbahn muss dass Fahrzeug mit Winterreifen ausgerüstet sein. Das schau ich mir jetzt aber genauer an, obwohl ich weiss es ja jetzt schon: von den Christkindlmarkt Besuchern werden so ca. 30% der Besucher aus dem Süden Winterreifen haben, sind die dann alle über die Landstrassen gekommen? Eigentlich müssten die ja alle mit einer Strafe rechnen. So weit wird es aber sicher nicht kommen!
      In den letzten Wintern war mir schon in Gröden aufgefallen dass, obwohl Schnee und Eis auf der Fahrbahn lag, sehr viele italienische Urlauber mit Sommerreifen unterwegs waren. Habe diesbezüglich noch nie eine Kontrolle gesehen oder erlebt.

    • Hush

      korrigiere:
      …von den Christkindlmarkt Besuchern werden so ca. 30% der Besucher aus dem Süden Winterreifen haben, sind die ANDEREN 70% MIT SOMMERREIFEN dann alle über die Landstrassen gekommen?

    • Robert

      Ich hatte mal versucht auf Sizilien einen Winterreifen zu kaufen da ein Vorderreifen nicht mehr zu reparieren war. Keine Chance.

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