Du befindest dich hier: Home » Politik » Der Hilfeschrei

    Der Hilfeschrei

    Die Initiativgruppen Pro Krankenhaus Innichen und Sterzing und die Freunde Krankenhaus Schlanders diskutierten am Samstag in Brixen. Die Ergebnisse.

    In einer, so wie es in der Presseaussendung heißt, „äußerst konstruktiven und sachlichen Athmosphäre“ diskutierten am Samstag auf Einladung der Initiativgruppen Pro Krankenhaus Innichen und Sterzing und der Freunde Krankenhaus Schlanders Gemeinde- und Bezirkspolitiker der Bezirke Eisacktal, Pustertal, Vinschgau und Wipptal und Vertreter der drei Krankenhäuser über die anstehende Gesundheitsreform.

    „Wenn zu jeder Morgenbesprechung wieder eine schlechte Nachricht kommt, macht sich nur noch Perspektivlosigkeit breit” brachte ein junge Ärztin die Situation in den Krankenhäusern auf den Punkt.

    Diese Situation wirke sich spürbar auf die Betreuungsqualität der Patienten aus.

    Der Aderlass beim ärztlichen Personal mache sich bereits bemerkbar und könne nur durch das Engagement der verbleibenden Fachkräfte wettgemacht werden. Dass Primare neben ihrer fachlichen Qualität auch Führungskräfte sind, welche für einen Betrieb unabdingbar sind, darauf verwies Christian Wenter vom KH Sterzing.

    Seine Aussagen unterstrich Marion Mailänder, vormals Gynägologin in Schlanders.

    „Junge Ärzte brauchen die Führung durch Primare”, sagt sie, die derzeit eine Facharztausbildung in Zürich macht.

    Sie würde gern nach Schlanders zurückkehren, ist derzeit aber verunsichert.

    Dass in der Schweiz die Uhren anders laufen, davon berichtet Philipp Gunzinger, Direktor vom Gesundheitszentrum Scuol im Unterengadin.

    „Wir betreuen 8000 Einwohner und 4000 Touristen und schreiben seit Jahren schwarze Zahlen”, sagte er und verwies auf die zentrale Rolle seiner Struktur für den Wirtschaftsraum Unterengadin.

    Vor einem „inneren Ausbluten der Peripherie” warnten mehrere Redner, darunter Primar Robert Pfitscher.

    Für Aufsehen sorgte Parlamentarier Albrecht Plangger mit den Aussagen, dass „das Geld nicht mehr das Problem” sei und „dass diese Gesundheitsreform stirbt, wenn die 130 Primare nicht mitmachen”.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (3)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Pepi

      Sehr gut Herr Plangger. Die Sanität soll wieder in die Hände der Primare/Ärzte/Pflegepersonal gelegt werden, dann verbessert sich die Situation. Stocker, Kompatscher, Achhammer, Mayer, Fabi, Theiner, Zerzer nun auch Schäl….haben alle versagt und viel Leergeld für die Santität gekostet. Nun stehen wir vor dem Scherbenhaufen. Es stellt sich schon die Frage, wie lange wird das Volk noch stillhalten? Eine Schande, was diese Leute sich geleistet haben…., dauernd kostspielige Experten, Erhebungen….alles in Schubladen verstaubt….

    • Spaltpilz

      130 Primare! Wirklich wenige sind das auch nicht! Die werden schon kämpfen… für ihre Privilegien!
      Entschuldigung, für unsere Gesundheit natürlich!

    • Aha

      Die Patienten/Klienten der „Peripherie“ ( weit weg von Bozen) sind Bürger 2. Klasse da nur “ Grundversorgung betrieben“ wird??

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen