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    Wenn die Seele leidet

    Wenn die Seele leidet

    Immer mehr Menschen leiden an Depressionen. Der Primar der Psychiatrie im Krankenhaus Bruneck, Roger Pycha, über die Ursachen, die Symptome – und das Phänomen der Depressionen im Kindesalter.

    Tageszeitung: Herr Pycha, wie viele Menschen in Südtirol leiden an Depressionen?

    Roger Pycha: Es gibt viele Studien aus westlichen Ländern, die von fünf Prozent der Bevölkerung sprechen. Das wären in Südtirol rund 25.000 Menschen.

    Mehr Frauen oder mehr Männer?

    Doppelt so viele Frauen als Männer haben Depressionen. Frauen haben zwischen der ersten und der letzten Regelblutung ein doppeltes Risiko, an Depression zu erkranken. Für ältere Frauen und junge Mädchen gilt das somit nicht.

    Hat die Anzahl an Erkrankungen in den letzten Jahren zugenommen?

    Ja, aufgrund mehrerer Umstände. Zum einen melden sich mehr Menschen, weil sie wissen, dass es Hilfe gibt. Die Hilfe wird auch viel offensiver und offener angeboten. Die Krankheit ist kein Tabuthema mehr und wird besser akzeptiert. Man weiß ja auch, dass in Amerika jeder Zweite einen Psychiater hat. Zum anderen nimmt aber auch die Zahl der Depressionen genauso wie jene der Angststörungen zu.

    Interview: Heinrich Schwarz

    DAS KOMPLETTE INTERVIEW UND INFOS ZUM TAG DER DEPRESSION LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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    Kommentare (17)

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    • ......

      Auch ein zukünftiger Vorteil für Bozen: Erpressung zum Gehorsam durch die Kinder, da liegt Südtirol wirklich an der Spitze und dem kriminellen Medikamentemissbrauch. Commisario!

      • Daniel

        Tageszeitung hütet sich davor das Interview hier in der Onlineausgabe zu bringen. TG weiss, dass diese Psychomanipulierer sehr, sehr unbeliebt sind und es hier nur so von negativen Kommentaren wimmeln würde.
        Deshalb, auch wenn vom Inhalt des Interviews nicht steht: wenn Hilfe gebracht wird, welcome, aber bei der Psychiatrie ist es leider ein Weg ohne zurück. Wer mal damit zu tun hatte wird nicht losgelassen und ein lebenlang mit Pharmaka bedient, die die Lebenserwartung sehr vermindert. Von der Lebensqualität gar nicht zu sprechen. Du bist einfach nicht mehr du!
        In gewissen Situationen bracht es diese Verdreher aber doch. Gut wär, wenn diese Psychiatrie endlich Laborwerte bringen würde und nicht nur auf Meinungen der verschiedenen, meist selbst mit Problemen kämpfenden Pseudowissenschaftler angewiesen wär.

        • Andreas

          Die Lebenserwartung wird teilweise drastisch vermindert, wenn keine Medikamente genommen werden, da sich die Betroffenen umbringen, Deine Aussage bezüglich Lebenserwartung stimmt so sicher nicht.

          Grad durch die Medikamente wird es manchen erst ermöglicht, ein einigermaßen normales Leben zu führen.
          Warum werden psychische Erkrankungen eigentlich nicht als Krankheit wahrgenommen?
          Es ist nicht viel anders als hättest Du eine Grippe und dort stellt niemand in Frage ob Medikamente genommen werden sollen oder nicht.

          Du bist nicht mehr du stimmt, doch wenn es jemanden durch die Erkrankung nicht mehr möglich ist, ein normales Leben zu führen, ist es sinnvoller sein Bewusstsein mit Medikamenten zu steuern, als den Menschen zugrunde gehen zu lassen.

          Es gibt zur Zeit keine wissenschaftlichen Belege, da die Wissenschaft bei diesem äußerst komplexen Thema noch nicht so weit ist, das könntest Du als nicht wirklich objektiver Kritiker wissen.

          • Daniel

            >Andreas:
            gerade weil es keine Laborwerte (wissenschaftliche Belege wie du sie nennst) wird noch sehr viel herummanipuliert, sehr viel getestet und die Versuchskaninchen sind momentan diese armen Patienten!
            Andreas, darfst ruhig deine Anmutungen weglassen, von wegen objektiver Kritiker usw… dazu hast du kein Recht. Du lehnst dich selbst sehr oft zu weit aus dem Fenster und bei vielen Kommentaren einfach inhaltslos!
            Noch was: würden Pharmaka nur dort verabreicht, wo es sie braucht, dann welcome!
            Leider ist die Psychiatrie (nicht Psychotherapie, nicht Psychoanalyse, nicht Psychologie) nur mit Pharmaka in Verbindung zu bringen und sie werden auch dort verabreicht, wo eine einfache Gesprächstherapie auch genügen würde…
            Der Missbrauch von Medikamenten und anderen Eingriffen in die Persönlichkeit einer Person ist in der Psychiatrie ist einfach zu hoch!

            • Yannis

              @Daniel
              ich kann / muss aus Erfahrung im engsten Familien und Freundeskreis Deiner Argumentation 100%ig zustimmen.

              und ob jemand sich umbringt, wobei diese Gefahr bei Einnahme mancher solcher Pillen noch höher ist als wenn er keine nimmt (siehe Warnungen im Beipackzettel) oder in Folge der Pillenschluckerei an einer manifestierten Diabetes und Adipositas erbärmlich dahin siecht und schließlich dabei eingeht macht absolut keinen Unterschied, ausser das die Psychodoktoren mitsamt der Pharma-Mafia sich daran dumm und deppat verdient haben.

              Wiki:
              Die Firma Eli Lilly, die als erste Olanzapin unter dem Handelsnamen Zyprexa auf den Markt brachte und patentieren ließ, kam 2006 in die Schlagzeilen („Zyprexa-Skandal“), da sie bewusst bestimmte Nebenwirkungen des Medikaments wie beispielsweise die drastische Gewichtszunahme und die mögliche Manifestation einer Diabetes-Erkrankung verschwiegen hatte. Seit dem Jahr 2005 wurden deshalb in 28.500 Fällen insgesamt 1,2 Milliarden Dollar außergerichtliche Entschädigungszahlungen geleistet (Stand Februar 2007). Um die durch diesen Skandal in den USA zurückgehenden Einnahmen auszugleichen, verteuerte die Firma ihr Produkt Zyprexa in Deutschland.

              ,

            • Andreas

              Du wirst doch nicht ernsthaft behaupten, dass Dein erster Kommentar objektiv oder sachlich war?
              Reine Schwarzmalerei und inhaltlich ist das meiste falsch.

              Wenn laut Dir Psychopharmaka auch dann eingesetzt werden, wenn eine Gesprächstherapie genügen würde, dann solltest Du sofort Therapeut für Gesprächstherapien werden und Du würdest vielen ein langes Leid ersparen.

              Du diskreditierst eine gesamte Berufsgruppe, welche für einige die letzte bzw. manchmal auch einzige Hoffnung ist, mit pauschalen Stammtischgelabber.

          • CH

            @ Andreas, Sie haben 100% Recht
            Sie, liebe Kritiker hier, wenn man nur vom Hörensagen etwas weiß, bitte nicht über so ein komplexes Thema kommentieren.
            Es ist viel zu schrecklich, was psychisch Kranke durchleben. Mit Hilfe von Medikamenten wird deren Alltag erträglicher .

    • ......

      Neuerdings wurde in den Grundschulen sogar eine Stunde Mathe (jetzt nur mehr 3,5 h die Woche, wobei es korrekt wäre, mind. 6h /Woche) gestrichen, um wöchentlich einen PsychologenRattenfänger in den Schulklassen einzuschleusen.

    • Yannis

      >>>Stammtischgelabber<<<

      oh je, nach mehr als zwanzig Jahren Erfahrung im ENGSTEN Familien SOWIE auch in Freundeskreis mit den Psycho-Göttern und deren Verschreibungswut, kann ich nur sagen das es keine andere Dienstleister-Berufsgruppe so gründlich geschafft das Vertrauen zu ihr zu verspielen als die Psyho´s und sich damit selbst diskreditiert haben.

      Nochmal zum Link wo sich das "Stammtischgelabber" eines Fachmannes nachlesen lässt,
      ja ich weis Herr Dörner ist in den Augen seiner Kollegen sicherlich nur ein "Nestbeschmutzer" und tut den ganzen Tag sonst nichts außer seine Kollegen "diskreditieren"

      http://www.welt.de/wirtschaft/article13702724/Das-kranke-Milliardengeschaeft-mit-der-wunden-Seele.html

      https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_D%C3%B6rner

      Das Leben eines Mitglieds meiner Familie hat sich in Folge der Verabreichung von reichlich Neuroleptika in Verbindung mit Psychopharmaka in einer Psychoklinik durch einen sog. "Long-QT" erheblich verkürzt, immerhin wurde die Patientin dadurch auch von ihren psychischen Leiden befreit.

      ""Seit den 1990er Jahren hat das durch Medikamente hervorgerufene Long-QT-Syndrom zunehmende Beachtung gefunden, nachdem immer mehr in dieser Hinsicht gefährliche Substanzen identifiziert wurden. Mittlerweile umfasst diese Liste mehr als hundert zum Teil häufig eingesetzte Präparate der unterschiedlichsten Gruppen, wobei oft nur ein oder zwei Vertreter einer Stoffklasse betroffen sind. Darunter finden sich neben Antiarrhythmika wie Chinidin und Sotalol auch viele häufig verschriebene Medikamente, deren kardiale Nebenwirkung lange Zeit überhaupt nicht bekannt war. In den Fokus geraten sind auch Antibiotika wie Erythromycin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol, einige Antihistaminika, viele Neuroleptika, andere Psychopharmaka, Parkinson- und Anti-Malaria-Mittel sowie Röntgenkontrastmittel und verschiedene Opioide."

      Quelle: Wikipedia

    • Yannis

      Korrupte Medizin – Ärzte als Komplizen der Konzerne“, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, ISBN 978-3-462-04037-1 TB-Ausgabe bei Kiepenheuer & Witsch, Köln 2010; ISBN 978-3-462-04217-7

      Bittere Pillen – Nutzen und Risiken von Arzneimitteln, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1983, 1985, 1988, 1990, 1993, 1996, 1999; 2002; 2005; 2008 (Erstauflage gemeinsam mit Kurt Langbein, Hans-Peter Martin, Peter Sichrovsky), aktuelle Ausgabe 2008-2010, ISBN 978-3-462-04004-3;

      Autor: Hans Weiss (siehe Wiki)

    • Yannis

      Wer stört, wird zerstört!

      Über sieben Jahre wurde Gustl Mollath in verschiedenen forensischen Psychiatrien weggesperrt. Zweifelhafte Anklagen wegen angeblicher Straftaten führten zu einem langjährigen Martyrium. Mollath hat gestört, war unbequem. Er zeigte Schwarzgeldverschiebungen, Kapitalflucht und Geldwäsche in großem Umfang an. Und machte sich damit Feinde. Verurteilt von Staatsanwälten, Richtern, Psychiatern, Politikern und Medien als gemeingefährlicher Wahnsinniger. War es Verantwortungslosigkeit, Inkompetenz, eine Verkettung unglücklicher Umstände, eine Verschwörung oder ein Systemfehler? Die Autoren nehmen sich der Affäre Mollath an, denken aber über den Einzelfall hinaus und verdeutlichen: Die Missstände in Justiz und Psychiatrie sind groß. Kann es wirklich jedem passieren, plötzlich weggesperrt zu werden?

      Quelle: Amazon

    • Andreas

      @Yannis
      Im Dorfgasthaus bist mit diesem Wissen bzw. mit der Fähigkeit irgend etwas aus dem Internet zu kopieren, sicher der Held.
      Ist halt Neuland für uns, was Deine Quellenangabe „Quelle: Amazon“ bestätigt.

      Natürlich kann nicht jedem sofort geholfen werden, die Medikamente haben starke Nebenwirkungen und die Suizidgefährdung steigt beim Beginn einer Therapie enorm, dies ändert aber nichts daran, dass Psychopharmaka für manche ein Segen sind, da sie ihnen das Leben erträglich machen.

      Psychiatrische Behandlung ist kein Werk des Teufels, sie steckt in den Kinderschuhen und es gibt noch einige Fehler, das ist unbestreitbar, doch es kommt kontinuierlich zu Verbesserungen.

      Lithium z.B. hilft, es hat starke Nebenwirkungen und zuviel kann zum Tod durch Blutvergiftung führen, doch für manche ist es die letzte Hoffnung und es ist gut, dass es Psychiater gibt, welche es auch verschreiben.

      • Daniel

        Jetzt hatt’s der Andreas auch verstanden; wir haben seine Zustimmung die es wohl gebraucht hat. Anders hätten wir ja nimmer gwusst wo ein und wo aus!
        Danke Andreas, dass uns so gnädig beigschtondn host!
        Sowas wie dich brauchts holt… ja ja wir wissns 🙂 🙂
        Im Dorfgasthaus wirst sicher weiterhin laut herummachen… Neues bringst aber nie… immer feste mit Richtung Wind!

        • Yannis

          @Daniel,

          das grundlegende Problem ist das diese „Berufsgruppe“ sich ohne fundierten Nachweis der Notwendigkeit sich ihre ARBEITS- AUFTRÄGE selbst erteilen kann.
          Da wird nahezu aus jeder noch so banalen „Lebenskrise“ eine psychische Erkrankung diagnostiziert und selbstverständlich als solche behandelt, mit dem Risiko das der Patient letztlich auch noch einen Therapieschaden davon trägt.

          Wenn mein Dachdecker sich seine „Arbeitsaufträge“ selbst und ohne Nachweis der Notwendigkeit schreiben könnte, würde auch dieser anstatt der paar gebrochenen Dachpfannen auszuwechseln gleich mein ganzes Haus neu eindecken.
          Vor allem wenn dieser dabei bei einen Stundensatz (45 Minuten) von rund 100 € dabei nur mit seinen Hintern auf seinen abgewetzten Sessel einen mehr oder weniger geistreichen Small-Talk dafür führen müsste.

          • Daniel

            >Yannis:
            Mein letzter Beitrag an Andreas gerichtet war Ironie 🙂
            wenn weiter oben liest, dann erkennst, dass ich genau in deine Richtung spreche und diese Manipulierer der Psyche des Menschen in gar keiner Weise hochpreise 🙂 Im Gegenteil, diese immer lächelnden Geschöpfer bringen viel Leid mit sich, wenn sich auch einigen (vielleicht 10% ihrer Patienten) Hilfe bringen.
            Nicht umsonst mussten Pycha und der Brixner Primar der Pschoabteilung in die eigene Kasse greifen um eine Broschüre zur eigenen Propaganda herauszubringen.
            Die Medien stehen dann ja gleich zur Verfügung. TG hat diesbezüglich eine direkte Leitung …. Wo es Hilfe braucht, da soll sie gegeben werden …. Pillelen welcome, damit der Morgen immer erhellt erscheint, wenn auch nur durch die Chemie 🙂 🙂

            • Yannis

              @Daniel

              >>>>diese immer lächelnden Geschöpfer bringen viel Leid mit sich, wenn sich auch einigen (vielleicht 10% ihrer Patienten) Hilfe bringen.<<<<

              Damit sprichst Du mir aus dem Herzen !
              Vor diesen, betenden Leuten und bissigen Hunden habe ich die meiste Angst.

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