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    Der vergessene Sepp

    Moidi und Sepp Mitterhofer

    Moidi und Sepp Mitterhofer

    Weil das Land Tirol den Sepp Mitterhofer partout nicht mit dem Verdienstkreuz ehren will, hat der Heimatbund den Südtirol-Aktivisten einen alternativen Preis erfunden.

    Seit 5 Jahren schlägt der Südtiroler Heimatbund den Südtirol-Aktivisten Sepp Mitterhofer für das Verdienstkreuz des Landes Tirol vor.

    „Wir sind der Meinung“, so Obmann Roland Lang, „dass sich ein Südtiroler, der schwer gefoltert wurde und knapp 8 Jahre für seine Heimatliebe in italienischen Kerkern verbringen musste, sich endlich diese Auszeichnung verdienen würde.“

    Da auch dieses Jahr Sepp Mitterhofer bei der Verleihung der Tiroler Verdienstorden nicht berücksichtigt wurde, hat der Heimatbund den Ex-Aktivisten am Tiroler Landesfeiertag Hoch unser Frauentag besucht und dem gesundheitlich angeschlagenen 83 jährigen Sepp einen Blumenstrauß und eine Flasche Margreider Standschützenwein überreicht.

    „Welchen Wert die Verleihung eines inflationären Verdienstordens hat, der vielfach nur aus politischen Gründen verliehen wird und auch im Internet angeboten wird, sei dahingestellt. Die erneute Ausgrenzung eines für die Heimat verdienten Menschen bestätigt aber leider alljährlich diese Ansicht“, so Heimatbund-Obmann Roland Lang.

     

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    Kommentare (39)

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    • Unterwind

      I bin mi sicher der Herr Mitterhofer hot lei des folsche Parteikartl.
      Liaber aufrecht sterbn als af de Knia lebn!! gell Sepp?

    • AL BUNDY

      Es waren die Medaillen Fetischisten die in den vergangenen zehn Jahren diese Auszeichnung zu Trödel abwerteten.
      Wohlwissend dass Herr Mitterhofer diesen Ramsch gar nicht annehmen würde erspart man sich die Schmach und setzt ihn von vorn herein schon gar nicht auf die Liste.

      • schorsch

        Die auch heute noch allgemein anerkannte höchste Tapferkeitsauszeichnung im 1. WK war bei den ‚Reichsdeutschen‘ der „pour le merite“, bei uns Österreichern der Maria-Theresia-Orden.
        Ich überreiche hiemit symbolisch dem Sepp, der vielfach sein Leben in die Waagschale für unsere Heimat warf, diese beiden Auszeichnungen.
        Die größte aller Auszeichnungen haben er und seine schon gestorbenen Mitkämpfer bereits erworben: die Liebe und Zuneigung aller treuen Tiroler, die große Dankbarkeit über den Tod hinaus.
        Was sollen hier „Auszeichnungen“ aus der Hand eines Platters, Duzfreund eines italienischen Außenministers – die muß man grundsätzlich ablehnen!!!

        • rosl

          du und der helmut, es seids a nimmer zu retten, vor lauter fanatismus eine verschwommene milchstrasse vor den augen. traurige gschichten.

          • schorsch

            Die deutsche Sprache, das sieht man an Ihrem Beitrag, ist erstens schwer zu erlernen und zweitens ist es sichtlich noch schwerer, die Gedanken für alle verständlich mitzuteilen.
            Könnten Sie uns bitte mitteilen, was Sie mit „verschwommener Milchstraße“ genau meinen? Ist das eine Straße von ihrem Stall zum Wohnzimmer?

            • Gustl

              Die deitsche Sproch isch ins holt von die Östreicher aufgedrängt worden und mir reden holt deitsch wie mir reden, insre alte richtige Sproch kennen lei no die Grödner und die Badiotn.

            • schorsch

              Alle Verarschungsversuche haben auch eine Grenze.
              Versuchen Sie dies, Herr Gustl, bei Ihrer Frau oder bei den Großeltern, vielleicht haben Sie dort die richtigen Opfer.
              Mit freundlichen Grüßen

          • helmut

            Liebe Rosl!

            Mich irritiert, dass Sie in dem Artikel lesen konnten, dass Herr Mitterhofer im „demokratischen“ Italien gefoltert wurde und Sie das offenbar überhaupt nicht stört.

            Halten Sie es für normal, dass der Staat Leute foltert?

            Stattdessen bezeichnen Sie andere Leute, denen so etwas nicht egal ist, als rettungslose Fanatiker.

            Gehen Sie bitte einmal in sich und überlegen Sie, was Sie an Ihrer eigenen Denkweise vielleicht ändern sollten!

            • Rosl

              Italien ist bekanntermaßen ein sehr feines Land, auch mit „humanen“ Gefängnissen, ich kann mich erinnern, dass der Bankräuber Max Leitner sich im Gefängnis in Innsbruck absolut nicht wohl fühlte und die Verlegung in ein italienisches Gefängnis beantragt hat, dessen Komfort er bereits kannte, vor kurzem konnte er sogar seine Mutter im Spital in Brixen besuchen (https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Bankraeuber-Max-Leitner-besucht-kranke-Mutter)

            • schorsch

              Aber Rosl, rufen Sie doch den Sepp Mitterhofer einfach an und stellen Sie ihm die Frage nach dem humanen Gefängnis im feinen Land.
              Der Sepp wird Ihnen die Wahrheit erzählen, wie human alles war.
              Reich beschenkt und beglückt zog er nach Hause, es tat ihm seelisch höllisch weh, so bald nach Hause gehen zu müssen.
              Bei Ihnen, liebe Rosl, sollte man Geschichtsunterricht nehmen, Sie sind wirklich Klasse!

            • Rosl

              Ja, und wieso war der Sepp denn im Gefängnis, werd er holt schun net guat getun hobn, nocher isch er selber Schuld, tuat mir load!

            • schorsch

              Auch für Sie, liebe Rosl, gilt, was ich oben bereits dem Herrn Gustl schrieb und deshalb nicht wiederholen will.
              Mit freundlichen Grüßen

            • helmut

              Liebe Rosl!

              Der Sepp war ein ganz und gar nicht braver Junge. Er hat sich mit dem Papa Staat angelegt und hat dafür von Papa Repubblica seine Strafe gekriegt.

              Ein bisschen Schläge, ein bisschen Folter, einige Jahre Kerker.

              Zwei seiner Kameraden sind gleich an der humanen Behandlung gestorben, andere mit Verspätung.

              Bis heute hat der Sepp nichts eingesehen. Und er will wirklich kein Italiener sein. In seiner Verstocktheit nennt er sich Tiroler.

              Man müsste ihm wohl wieder eins drauf geben! Was meinen Sie liebe Rosl?

    • Christoph

      wetten, dass a sou a verliehener „Plalli“ afn Flohmorkt schwerlich an Kaifer findat !

    • Inge

      Sepp soll wissen, dass ihm sehr viele Südtiroler dankbar sind.
      Wenn die Regierungspartei aus Feigheit nicht den Mut hat dazu Stellung zu nehmen, soll Sepp wissen, dass sehr viele Menschen Sepp über die Landesgrenzen hinaus achten und schätzen.

    • Gertl

      Sell fallat no, dass setta Leit no a Auszeichnung kriegn, de mit Gewalt Politik mochen welln. Solln sich schamen!

    • Fani

      Wia ischn des, wenn heint weltweit Attentate gemocht werden, nocher hoast man de Leit Terroristen ober do ba ins hoast es de Aktivisten, wo isch do a Unterschied?

      • schorsch

        Liebe Fani,
        wenn Sie schon nichts von der jüngeren Geschichte unseres Landes mitbekommen haben, so können Sie das nachholen, indem Sie ältere Leute befragen, wie das in den fünfziger und sechziger Jahren hier im Land geschah und ich empfehle Ihnen auch Bücher, wo Sie z.B. hunderte Dokumente abgedruckt finden, u.a. das Buch: „Für die Heimat kein Opfer zu schwer“.
        Bildung, glauben Sie mir, ist durch nichts zu ersetzen.

    • Heini

      Politik in Form von Gewaltausübung wird zu Recht immer verfolgt.

      • schorsch

        Ach Heini, jetzt muß ich Sie schon noch fragen: wird und wurde auch faschistische Politik immer verfolgt und gilt nur die Einbahnregelung?

      • helmut

        An Heini!

        Schön wär’s!

        Leider wird sie das nicht!

        Sonst müsste man auch heute eine ganze Menge amerikanischer Politiker verfolgen, die im Auftrag des Raubtierkapitalismus eine ganze Reihe von Ländern entlaubt, mit Napalm verbrannt, durch Bomben zerstört und durch das Militär besetzt haben.

        Ach ja, und nicht zu vergessen zahlreiche CIA-Folterstätten in „befreundeten“ Diktaturen.

        Und nicht zu vergessen ein bis heute gesetzlos betriebenes KZ in Guantanamo, in welchem ebenfalls gefoltert wurde und in dem bis heute Menschen verrotten, ohne je ein Gerichtsverfahren zu bekommen.

        Also: „Politik in Form von Gewaltausübung wird zu Recht immer verfolgt.“

        Ist das wirklich so?

        Mir scheint, dass die Macht auf dieser Welt regiert und leider nicht das Recht.

        • Heini

          Du hast mit deinem Beitrag auch einen wunden Punkt angeschnitten, ich meinte allerdings die Gewaltausübung in Form von Attentaten, terroristische Handlungen also.

          • schorsch

            Heini, für Sie zum langsamen Mitlesen:
            Sepp Kerschbaumer, Leiter des BAS, achtete streng darauf, daß unter seiner Leitung nur Sachschaden angerichtet wurde, um die Welt auf das faschistische Verbrechen Italiens in Südtirol aufmerksam zu machen.
            Kerschbaumer wurde insgeheim von Politkern wie dem Außenminister und späteren Bundekanzler Kreisky und LH Wallnöfer, sowie auch von SVP-Politkern ermutigt und unterstützt. Breiteste Kreise der Südtiroler waren zum Widerstand bereit und halfen still mit.
            Warum wissen Sie das alles nicht, sind Sie Ausländer?

            • Heini

              Er hat also Attentate verübt, Angst und Terror verbreitet und dem Ansehen Südtirols großen Schaden zugefügt. Das wollen wir doch nicht gut heißen, mein guter schorsch, oder?

            • schorsch

              Angst hat er bei den Folterknechten und deren politischen faschistischen Helfern verbreitet, das ist gut und auch richtig.
              Er hat in Mitteleuropa heute noch großes Ansehen, wenn er auftritt, wird er überall mit Beifall empfangen.
              Vielleicht hat er etwas, was Ihnen wohl fehlt: Mut.

            • Heini

              Jaja, mein Guter, ich kann mir die Kreise seines Auftritts, wo ihm der Beifall gewiss ist, recht gut vorstellen, werden in Deutschland wahrscheinlich vom Bundesnachrichtendienst überwacht werden.

          • helmut

            Lieber Heini!

            Um Hitler loszuwerden, mussten Die Widerstandskämpfer ein Attentat, in Ihrer Diktion eine „terroristische Handlung“ setzen. Soll man es begrüßen oder bedauern, dass Hitler das damals überlebt hat?

            Um die Kolonialmächte loszuwerden, mussten die Asiaten und Afrikaner „terroristische Handlungen“ setzen. Ihrer Interpretation zufolge war der Friedensnobelpreisträger Nelson auch ein „Terrorist“.
            Das Nobelpreis-Komitee hat also einen „Terroristen“ geehrt.

            Ein Staat, der foltert und Leute umbringt, ist nach Ihrer Auslegung kein Terrorist, wer sich dagegen wehrt, ist dann aber ein „Terrorist“.

            Ihre Meinung kann man teilen, wenn man meint, dass ein Staat immer Recht hat und jede Gegenwehr gegen einen Staat grundsätzlich Terrorismus ist.

            Natürlich wären die Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und alle Untergrundkämpfer gegen das NS-Unrecht dann Terroristen.

            Dieser Ansicht zufolge hätte es sich bei dem Aufstand im Warschauer Ghetto gegen die Nazis dann um „terroristische Handlungen “ gehandelt.

    • Günther

      Wahre Widerstandskämpfer sehen so aus:
      Anlässlich der Heimkehr von Franz Thaler, der Symbolfigur des Südtiroler Widerstands gegen den Nazifaschismus, aus Konzentrationslager und Gefangenschaft in sein geliebtes Sarntal vor genau 70 Jahren (Hochunserfrauentag 1945) hat Staatspräsident Sergio Mattarella dem 90-Jährigen folgendes Telegramm zukommen lassen.
      Der Staatspräsident würdigt darin die Haltung Franz Thalers und insbesondere sein Büchlein „Unvergessen“, das „ein Zeugnis jener Werte des Bürgersinns und der Humanität“ darstelle, „… die unsere Gesellschaft und besonders die zukünftigen Generationen lehrt, sich aufzulehnen sowohl gegen Gleichgültigkeit als auch jede Form von Extremismus. (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Thaler)

      • Günther

        Auch Hans Egarter, Friedl Volgger, Erich Amonn und Josef Mayr-Nusser sind noch zu unseren echten Widerstandskämpfern und angesehenen Persönlichkeiten hinzuzählen. Kuriosum: Die Katholische Kirche möchte jetzt Josef Mayr-Nusser für sich vermarkten, obwohl sie selber alles andere als gegen den Nazifaschismus war, der schließlich ja auch anti-kommunistisch und anti-jüdisch war.

    • Liesl

      Für schorsch, helmut & Co.:
      Grüße aus den Gefängnissen „eures Vaterlandes“:
      „Die Zellen wurden von den Österreichern errichtet, indem die Bögen zugemauert und kleinen Fenstern versehen wurden. Im Gang vor den Zellen wurde ein an der Wand befestigter Pfahl aufgestellt, der als Straf- und Folterinstrument diente. Hier wurden die Gefangenen mit den Händen hinter dem Rücken an einem am Pfahl befestigten Eisenring festgebunden und mussten so auf Zehenspitzen stundenlang ausharren. In diesen Zellen, die nur wenig Raum boten und nur schlecht beleuchtet waren, wurden die Gefangenen bis zum Instruktionsprozess gefangen gehalten. Nach dem Prozess wurden sie meist in das Gefängnis im anderen Schlosstrakt überführt.
      Auch Damiano Chiesa, Cesare Battisti und Fabio Filzi wurden hier zwei Tage lang bis zur Urteilsvollstreckung im Schlossgraben gefangen gehalten.
      In diesen Zellen wurden auch andere, von den Österreichern zum Tode verurteilten Irredentisten gefangen gehalten, wie z.B. Silvia Gottardi, deren Todesstrafe vom 12. Oktober 1915 in eine siebenjährige Haftstrafe umgewandelt wurde, und der Trentiner Rechtsanwalt Valentino Peratoner, der sich hier am 3. Oktober 1916 das Leben nahm. „ (Beschreibung am Eingang zu den „Celle dei Martiri“ im Castel del Buonconsiglio in Trento).

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