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    Das Telegramm aus Rom

    Das Telegramm aus Rom

    70 Jahre nachdem der Widerständler Franz Thaler aus dem Konzentrationslager ins Sarntal zurückkehrte, schreibt ihm Staatspräsident Sergio Mattarella einen Brief – und würdigt sein Leben.

    „Anlässlich der Heimkehr von Franz Thaler, der Symbolfigur des Südtiroler Widerstands gegen den Nazifaschismus, aus Konzentrationslager und Gefangenschaft in sein geliebtes Sarntal vor genau 70 Jahren (Hochunserfrauentag 1945) hat Staatspräsident Sergio Mattarella dem 90-Jährigen folgendes Telegramm zukommen lassen“, schreibt der Kammerabgeordnete Florian Kronbichler.

    Der Staatspräsident würdigt im Telegramm die Haltung Franz Thalers und insbesondere sein Büchlein „Unvergessen“, das „ein Zeugnis jener Werte des Bürgersinns und der Humanität“ darstelle, „… die unsere Gesellschaft und besonders die zukünftigen Generationen lehrt, sich aufzulehnen sowohl gegen Gleichgültigkeit als auch jede Form von Extremismus.

    Doch lesen Sie selbst:

     brief thaler mattarella

    Anlässlich des 90. Geburtstages von Franz Thaler im Frühjahr hat die TAGESZEITUNG ein Interview mit ihm geführt:

    http://www.tageszeitung.it/2015/03/11/der-sanfte-kaempfer/

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (26)

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    • walter

      Natürlich schreibt man in nur in Italienisch und natürlich verwendet man nur die tolomeische Ortsbezeichnung, ist ja logisch!!
      für faschistisches Unrecht und Unrecht das nach 1945 geschah hat sich Italien bis heute nicht entschuldigt!

    • Daniel

      Wohl eher ein Fake, denk ich mal 🙂 🙂
      da hat sich einer einen Scherz erlaubt 🙂 🙂
      aber ned schlecht… Scherze solles auch in der Augusthitze geben und ned nur im April 🙂

    • Antonia

      Daniel, ihr erträgt es einfach nicht, gell?

    • Zeitgeist

      Eine schöne Geste für eine „stillen“ Helden unseres Landes!

    • hugo

      Es ist leicht möglich, daß auch die Widerstandskämpfer der 60er Jahre, welche sich gegen das faschistoide System der italienischen Regierung in Südtirol aufgebäumt haben, früher oder später
      eine Würdigung des italienischen Staatspräsidenten erhalten. Nichts ist unmöglich!

    • Woll. Pertinger

      Ich empfinde es als große Frechheit des italienischen Staatspräsidenten, dass er unserem allgemein geschätzten Widerstandhelden Franz Thaler in italienischer Sprache geschrieben hat. Wenn Mattarella es nicht für notwendig findet, Herrn Thaler, so wie es der Anstand gebieten würde, in dessen Sprache zu schreiben, dann kann er sich mit seinem Schreiben den Hintern putzen.

    • stefan77

      Bei allem Respekt, was Herr Thaler mitgemacht hat, aber er war kein Widerstandskämpfer. Er war ein Wehrdienstverweigerer. Ein Widerstandskämpfer setzt sich aktiv zur Überwindung eines Regimes ein. Aber es bedarf sicher auch großen Mut nicht mit demStrom zu schwimmen.

      • Natürlich

        Wo steht denn da etwas von „Widerstandskämpfer“?

        • stefan77

          „Symbolfigur des Südtiroler Widerstands“??? Widerständler oder Widerstandskämpfer, das dürfte kein großer Unterschied sein. Und wenn sie sich trotzdem deswegen aufregen, dann bitte.

          • Natürlich

            Und wie das einen Unterschied macht.

            • stefan77

              Und welchen? Erklären Sie es mir.

            • Natürlich

              Der Unterschied steckt im Wort selbst drinnen. Ein Widerstandskämpfer ist jemand, der aktiv gegen jemanden kämpft. Ein Widerständler übt einfach Widerstand. Das ist eine abgeschwächte Form.

              Man sieht es ja schon an der Reaktion von stefan77, der sich wie die Hugenotten aufgeregt hat, als er fälschlicherweise geglaubt hat, das Wort „Widerstandskämpfer“ zu lesen, oder beim Begriff „Symbolfigur des Südtiroler Widerstands“. Dazu noch die halbherzige Aussage „Aber es bedarf sicher auch großen Mut nicht mit demStrom zu schwimmen.“

              Franz Thaler hat eben gegen den falschen Faschismus gekämpft. Bei einem Widerstandskämpfer gegen den italienischen Faschismus wären die üblichen euphorischen Lobeslieder bekommen. Aber so…

      • Zeitgeist

        Nicht für das nationalsozialistische Deutschland in den Krieg zu ziehen ist auch eine Form des Widerstandes!

    • Don Camillo

      Hmmm… hoffentlich isch sein Rentenontog in kürzerer Zeit über die Bühn gongen.

    • Walter Frei

      Werden die Südtiroler die dem ital.Faschismus Widerstand geleistet haben auch geehrt?

    • Hubert

      wenn einer den Militärdienst in Italien verweigert hätte, wäre er auch nach Gaeta gekommen. Wo liegt da groß der Unterschied ?
      Jede Einrichtung, die auf Krieg abzielt, ist an und für sich schon kriminell und doch erreicht es jeden, der zum Militärdienst eingezogen wird.
      Ich finde es richtig, dass Thaler für seine Leiden eine Anerkennung erhält, aber wie steht es mit den Freiheitskämpfern der 60er, die immer noch nicht nach Hause dürfen?
      Spielt da nicht eine gewissen Scheinheiligkeit die Rolle, weil die unsägliche Ungerechtigkeit nicht direkt (indirekt allerdings schon) von Italien ausging?

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