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    Shopping zu Maria Himmelfahrt

    Foto: Alex Filz

    Foto: Alex Filz

    In Brixen kann man auch an einem der wichtigsten kirchlichen und familiären Feiertage Italiens shoppen gehen. Der Großteil der Geschäfte in der Bischofsstadt hat am 15. August geöffnet.

    von Erna Egger

    In den vergangen Jahren hatten nur einzelne Geschäfte in Brixen an Ferragosto geöffnet. Es hat sich jedoch gezeigt, dass sehr viele Touristen die Brixner Altstadt am Feiertag Maria Himmelfahrt besuchen und neben einer Stadtbesichtigung auch gerne in die Läden der Altstadt hineinschnuppern möchten.

     „Die Urlauber, aber auch Einheimische waren in den vergangenen Jahren verärgert, als sie vor verschlossenen Türen standen. Brixen erweckte den Eindruck einer ausgestorbenen Stadt“, berichtet Kurt Jakomet vom Stadtmarketing Brixen.

    Die Vertreter des Stadtmarketings haben heuer eine Umfrage in Brixen gemacht. „Wir haben eine gute Resonanz erhalten“, so Jakomet. Ein Großteil der rund 250 Geschäfte in der Brixner Altstadt wird am 15. August geöffnet halten.

    Ferragosto gilt als einer der wichtigsten kirchlichen und familiären Feiertage Italiens. Vor Kritik, die in kirchlichen Kreisen aufflammen könnte, fürchtet man sich in der Bischofsstadt nicht. „Wir haben uns mit dieser Thematik beschäftigt: Aber die Hotels sind voll, Gasthäuser, Bars und andere touristische Einrichtungen halten auch offen. Die Frage ist, wo ich die Grenzen setze: Auch das Hotelpersonal muss an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Viele Geschäfte geben den Mitarbeitern lieber in der Nebensaison im November frei.“

    Jeder solle nach seinem Gutdünken entscheiden: „Ich hatte manchmal das Gefühl, dass sich jene Geschäftsleute zur Rechtfertigung genötigt fühlten, die ihre Betriebe am 15. August geschlossen lassen. Aber niemand muss sich rechtfertigen. Jeder soll tun, wie er es für richtig hält. Und von kirchlicher Seite habe ich noch keine Rückmeldungen erhalten“, so Jakomet.

    Auch wenn sich viele Südtiroler am kommenden Wochenende Richtung Schwimmbad, See oder Berg begeben, wird also die Brixner Altstadt die Tore für Shoppingbegeisterte offenhalten. Da heuer der Feiertag auf einen Samstag fällt, geht man sogar davon aus, dass viele Brixner und Besucher aus der nahen Umgebung zum Einkaufen in die Altstadt kommen werden.

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    Kommentare (17)

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    • georg

      endlich haben auch die brixner begriffen,was Sache ist.man kann es sich nicht mehr leisten,am feiertag geschlossen zu halten.die aspiag macht es vor,wie man am sonn und feiertag richtig Umsatz machen kann.

    • George

      Man kann nur sagen: Nia genue. Diese Hungerleider.

    • Patrick

      Im Gastgewerbe ist es doch normal an Sonn und Feiertagen zu arbeiten, hat der Angestellte dafür an einem Wochentag frei, kann er ihn ohne Menschenmassen genießen. Ist doch auch was.

    • goggile

      finde die puffautole aktion mit die gokart vorn brixner dom wirklich als unglaublich dass des dort veranstaltet worn isch.

    • Besorgter Bürger

      Finde ich gut. Wenn die Katholiken guten Gewissens nach dem sonntäglichen Kirchgang den Gang ins Gasthaus antreten, dann können auch die Läden in der Stadt noch ein bisserl die Öffnungszeiten ausdehnen. Das war ja überfällig!

    • BatMan

      „Ich vermochte indes nicht einzusehen, wie ein Geschäftsbetrieb auf seine Waren noch einen hohen Zinsfuß aufschlagen und sie trotzdem zu einem angemessenen Preis auf den Markt bringen kann. Das habe ich niemals verstanden, vermochte auch nie zu begreifen, nach welcher Theorie der Zinsfuß für das ursprüngliche Anlagekapital eines Geschäftes zu berechnen sei. Die sogenannten Finanziers unter den Geschäftsleuten behaupten, das Geld wäre 6 % oder 5 % oder 4 % wert … Geld an sich ist überhaupt nichts wert, da es für sich keinen Wert zu erzeugen vermag.“
      Henry Ford (*1862, †1947), US-amerikan. Großunternehmer
       

    • BatMan

      Als der Teufel das Geld erfunden hatte, konnte er sich getrost zur Ruhe setzen.

    • Gunti

      Was nützt es zu fragen, soll das sein oder nicht, das shoppen. Wenn die Gemeinde nein sagt, sind sowieso einige Chinesen oder auch andere, die sich nicht an die Regeln halten. Und aber dann auch nur wenn überhaubt ein bisschen bestraft werden, sehen wir uns doch das Umsatzstärkste Unternehmen an die Despar Gruppe, die haben damit angefangen Familien kaputt zu machen. Zum einen geben viele Geld aus zum anderen müssen viele am Sonnteg arbeiten. Es sollte die Regel für alle gelten, am Sonntag bleiben die Geschäfter geschlossen bei Nichteinhaltung der Gemeindeverordnung gibts Sanktionen bis zum Lizenzentzug, dann werden wir wieder ein Familiäres Südtirol, das anders wie alle andern ist und langfristig bestimmt besser

    • Rasputin

      Die Geschäfte müssen unbedingt auch noch in der Nacht geöffnet haben, damit sich die kaufwilligen Massen austoben können.

    • Stephan Mair

      Nicht konsumieren!
      Und das Problem löst sich von alleine.

    • Werner

      Wennschon dann alle ! Am Sonntag soll jeder öffenliche Angestellte arbeiten. Dienstleistungen sollen nicht bequemlichkeitsjobs sein.
      Die „fleißigen“Journalisten der Tageszeitung natürlich auch.
      😉

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