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    Reiche Provinz?

    Reiche Provinz?

    Südtirol ist mit 9.656 Euro die Provinz mit den zweithöchsten Pro-Kopf-Ausgaben Italiens. Für den „Sole 24 Ore“ ein Anlass, um erneut gegen die „Privilegien“ der Sonderautonomien zu schießen.

    Von Matthias Kofler

    Die renommierte Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“ hat die Pro-Kopf-Ausgaben der Regionen Italiens unter die Lupe genommen. Südtirol landet in der Studie mit einer Pro-Kopf-Ausgabe von 9.656 Euro im Jahr auf den zweiten Platz.

    Nur im Aostatal sind die Ausgaben, pro Einwohner gerechnet, noch höher: Sie liegen dort bei 9.937 Euro. Den dritten Platz unter den teuersten Regionen erreicht unsere Nachbarprovinz Trient mit einer Pro-Kopf-Ausgabe von 8.097 Euro.

    Sind die Sonderautonomien im Vergleich zu den Regionen mit Normalstatut einfach zu kostspielig? Mit dieser Frage setzt sich auch der „Sole 24 Ore“ in seiner Analyse auseinander.

    Zum Vergleich: Der nationale Durchschnitt bei den Pro-Kopf-Ausgaben liegt bei 3.124 Euro – die Neugeborenen miteingerechnet. Insgesamt kosten die italienischen Regionen rund 190 Milliarden Euro im Jahr.

    Diese Ausgaben für die Regionen, so schreibt der „Sole“, machten – trotz zahlreicher Spending Reviews – noch immer etwa 12 Prozent des jährlichen BIP aus und seien somit eines der finanziellen Hauptprobleme Italiens.

    Eine Möglichkeit, um diese Kosten zu reduzieren, sehen viele Kritiker in der Zusammenlegung der Regionen. So kostet die kleinste „normale“ Region Italiens, nämlich Molise, mit 4.622 Euro pro Kopf doppelt so viel wie die größte Region, die Lombardei, mit 2.329 Euro pro Kopf.

    Doch das Argument, dass die Kleinen teurer seien als die Großen, fruchtet nicht immer: Im Latium (5,8 Millionen Einwohner) liegen die Pro-Kopf-Ausgaben bei 3.796 Euro – ungefähr genau so hoch sind die Pro-Kopf-Ausgaben in den kleineren Regionen Umbrien (3.374 Euro) und Ligurien (3.369 Euro), während sie im Veneto, der Toskana, in Piemont, der Emilia Romagna und in Kampanien deutlich niedriger sind (etwa 2.500 bis 3.000 Euro).

    Ein Problem macht der „Sole“ beim zunehmenden Steuerdruck aus: Während die Ausgaben der einzelnen Regionen in den letzten Jahren mehr oder weniger unverändert blieben, stieg der regionale IRPEF-Zuschlag in derselben Zeitspanne deutlich an.

    Ein weiteres Problem sei aber auch die Ungleichbehandlung von Regionen mit Sonderstatut und Regionen mit Normalstatut, meint der „Sole“. Zwar müsse sehr wohl berücksichtigt werden, dass die Sonderautonomien mehr eigene Kompetenzen zu finanzieren hätten, die in anderen Regionen ja vom Staat bezahlt würden.

    „Die rund 10.000 Euro an Pro-Kopf-Ausgaben im Aostatal und in der Provinz Südtirol sowie die 8.097 Euro im Trentino machen aber auch deutlich, dass diese Regionen unvergleichbar mehr Ressourcen zur Verfügung haben als die Regionen mit Normalstatut“, kritisiert die renommierte Wirtschaftszeitung. Dadurch, dass die Regionen mit Sonderstatut 90 Prozent des Steueraufkommens selbst verwalten können, sind diese Gebiete in den letzten Jahren „weitaus reicher“ geworden wie die italienischen Durchschnittsregionen.

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    Kommentare (22)

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    • Franz I

      @ Visionär,

      da fällt mir ein, Sizilien – der Staat im Staat – die Region mit 5 Milliarden Schulden, trotz des gesamten Steuereinbehaltes, mit mehr Förstnern als Bäume im Wald, an welcher stelle liegt diese region?

    • Franz

      Wo bleibt Sizilien und Sardinien. Die kriegen ja 110 Prozent zurück.
      Dann sollten sie mal schauen was im Süden mit Gelder passiert
      Die irgendwo verschwinden

    • Batman

      Warum rückt der SOLE 24 ORE nicht auch mit den genauen Steuerbeträgen, die die einzelnen Regionen an den Staat entrichten müssen heraus? Und keine Fakes bitte! Der Sole 24 ore, sollte sich vielleicht einen neuen Namen geben. Ich würde vorschlagen SONNENFINSTERNIS, denn die Sonne geht bei diesen Schmierfinken schon lange nicht mehr auf!

    • Rasputin

      Südtirol hat unter Durnwalder immer stolz getönt, wir sind die Besten, die Reichsten und die Schönsten. Kein Wunder das die Geldbeimfensterrausschmeisser aus dem Süden eine neue unerschöpfliche Geldquelle im äussersten Norden von Itaka gefunden haben.

    • Yannis

      Der größte Lärm entsteht stets dort wo sich die meisten „Angesprochenen“ finden.

    • ander

      so ein jammerschmorrn! weil do eben die meisten Steuern deklarieren, in Terronia lebn,se genau so gut , oder besser weil se olles untersich mochn ohne den finanza

    • Peter

      2300Euro in der Lombardei die eigentlich eine der reichsten Regionen Italiens ist?Wo verschwindet da das Geld?Wieso gehen sie nicht auf die Straße?Statt den anderen neidisch sein die ein bisschen mehr haben.
      Aber dieser Staat wird es schon auch noch schaffen uns wie eine Zitrone auszuquetschen.
      Meine Kinder schicke ich halt schon jetzt ins englische Ausland,damit sie später mal fit sind dort zu arbeiten.Weil hier seh ich schwarz für Sie.Das wissen sie auch

      • svp - 70 jahre käse

        15 – 16 Milliarden für eine EXPO die deutlich überbezahlt wurde? Die Italiener wissen wieso Sie Schmier-, Schwarzgelder, Schwarzhandel, Prostitution in allen Schattierungen, ecc. zum BIP dazu zählen.
        Reiche SVP – Landesräte, reiche Provinz und die Armut steigt rasch, weil die Leute mit Steuern, Gebühren, Abgaben, GIS, u.v.m. von der Provinz und Staat ausgebeutet werden.

    • jetzt reichts!

      Und das ist der Anlass, mit dem Landesetat endlich so umzugehen wie es sich gehört und nicht diese von wirklichen Wirtschaftsexperten „zertifizierte“ stümperhafte Scharlatan-Wirtschaftspolitik zu betreiben.

      Messt euch endlich mit Regionen wie Nordtirol die nicht einmal eine Sonderautonomie haben! Der Maßstab Südtirols sind natürlich die Regionen Italiens wo Mafia und Korruption denen zuspielen, die am status quo des Mittelalters festhalten.

      Damit muss sich Südtirol messen und das noch dazu als „Sonderautonomie“. Logisch, dass man da den mittelprächtigen Regionen Veneto und dem Sole Gratis Munition liefert: gerade jene Regionen regen sich auf, wo die Wirtschaft von Steuern verschont bleibt. Aber die Dummen sind ja wir!

      Schämen muss man sich, wenn man zusehen muss, wie viel Doppelgleisigkeiten und Dreifachzuständigkeiten es bei uns gibt. Ein erkaufter Friede ist das zwischen den Sprachgruppen-Eliten, denen Ämter, Posten, Geld und Pfründe geboten werden, damit sie „Friede Freude Eierkuchen“ vorgaukeln.

      Hinein mit euch in die ethnischen Käfige die mir beim Arsch lieber sind, als diese Ruhe-Sanft und „Bürgerschröpf“-Politik, die sich ihre Bergfexe und selbst ernannten Historiker als gut bezahlte Berater hält.

    • Andreas

      Unsinniger Vergleich, wenn man nicht die Leistungen abzieht, welche der Staat in anderen Provinzen übernimmt.
      Sole 24 ore hätte ich jetzt als seriöser eingestuft, wobei ich TZ zutraue, dass diese Zahlen publiziert wurden, TZ sie aber nicht veröffentlicht, da der Artikel so die Gemüter eher erregt.

    • ......

      Die Provinz benutzt das Volk um an das Geld zu kommen. Sie gibt dieses Geld aus um Institutionen usw. Zu eröffnen, Geschäftsstellen, um dann an das Privatgeld jedes einzelnen zu gelangen. Das ist der wahre verdienst. Und das ist die prokopfausgabe die 24ore beanstandet. Z.b. ich (Provinz) eröffne mit dem Geld des Staates (steuergeld) eine Praxis um damit zu verdienen und an das Geld der Patienten zu gelangen. Praxis die es eigentlich nicht bräuchte.

    • Hubert

      hört diese Stänkerei des 24 ore nie auf?
      Wenn etwas zu kritisieren ist, dann die ungleiche Verteilung. Wer mit einer Mindestrente leben muss, kann nie und nimmer auf die angegebenen Ausgaben kommen, also ist die Schere zwischen arm und reich das Problem. Schlimm finde ich, dass gerade unter gegebenen Umständen unsere Einheitspartei immer noch an diesem Staat festhält !

    • Gebi Mai

      Sole 24 Stunden soll über die Geschäfte des Innenministers mit der Mafia und den Flüchtlingen berichten.
      Wenn die Mafia das als bestes Geschäft betrachtet, dann Kann die „24 – Stunden Sonne“ sicher etwas davon bestätigen oder widerlegen.

    • Spaltpilz

      Also meine lieben Patrioten, ich würde mich mal eher fragen wo das ganze Geld geblieben ist.
      Unsere unfähigen geldverschleudernden Politiker wird das freuen. Sie sind nicht mehr in Erklärungsnot.
      Wo ist eigentlich die Liste geblieben (Flughafen, Sel, Fahrsicherheitszentrum…)?
      Jetzt würde sie passen!

      • Inge

        Für jene die nach dieser Liste suchen.

        Reinholds – Liste:
        Selbstbeweihräucherung und ein Lobgesang auf die Volkspartei. Einsicht, Anstand, Wille zur Erneuerung und Änderung, all das ist weiterhin nicht vorhanden.

        – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
        – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
        – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
        – der SEL Skandal (Millionengrab)
        – der Flughafen (Millionengrab)
        – der SafetyPark (Millionengrab)
        – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
        – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
        – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
        – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
        – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
        – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
        – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
        – der Technologiepark (Millionengrab)
        – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
        – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, usw.) (Millionengräber)
        – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
        – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
        – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
        – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
        – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
        – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
        – der SE Hydropower Skandal
        – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
        – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
        – der Wanzen-Affären Skandal
        – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
        – der Toponomastik Skandal
        – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
        – die vielen Bürgermeister-Skandale
        – der Treuhandgesellschaften Skandal
        – der Sonderfonds Skandal
        – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
        – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
        – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
        – die Behinderung der Direkten Demokratie
        – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
        – der WOBI Skandal
        – der Kaufleute-Aktiv Skandal
        – der Ausverkauf der Heimat
        – der allgegenwärtige Postenschacher
        – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
        – der Egartner Skandal
        – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
        – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
        – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
        – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
        – Politikerrenten Skandal (ausgedacht und abgestimmt von der SVP) und Rekurse
        – Unverschämte Vorschußzahlungen auf Pensionen (und Versuch damit die SVP Parteikasse zu sanieren)
        – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre und Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
        – 5 Millionen Euro Schulden der Partei
        – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus der SVP Parteikasse
        – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
        – ESF Gelder Skandal
        – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
        – gebrochenes Versprechen GIS
        – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
        – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
        – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
        – Wahllüge „Vollautonomie“
        – uvm.

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