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    Farbe bekennen

    Bildschirmfoto 2015-04-28 um 09.53.53Die Jung-Kandidaten der Grünen Bürgerliste in Brixen sorgen mit einem originellen Wahlkampfgag für Aufsehen.

    Sie sind jung, frech – und grün!

    Hamza Aslam, Florian Dariz, Peter Natter, Elisa Gasser und Evelyn Zelger kandidieren auf der Grünen Bürgerliste in Brixen. Sie wollen, im wahrsten Sinne des Wortes, „Farbe bekennen“.

    Nach dem Motto, Brixen brauche mehr Farbe, haben die fünf Jung-Kandidaten sich einen Eimer voll Farbe ins Gesicht leeren lassen.

    Die grünen Jung-Kandidaten wollen die Bischofsstadt aufwirbeln, sie kämpfen gegen „schmierigen Grauzonen“, politischen Kuhhandel und gegen Referenden mit „schiefen Fragestellungen“, sie wollen mit Herzblut die Zukunft gestalten, wünschen sich „Demokratie in Leuchtfarben“.

    Peter Natter & Co. lehnen sich dabei an einen Song der Band Tocotronic an:

    Bildschirmfoto 2015-04-28 um 09.53.33„Man kann den Erwachsenen nicht trauen

    Ihr Haar ist schütter

    Ihre Hosen sind es auch

    Wir werden viele Mauern bauen

    Und unsere Wünsche, Träume. Ängste

    Und unsere Sexualität

    Unser Krieg und unsere Tänze

    Kratzen sie nicht

    Für sie ist es zu spät.“

    Bildschirmfoto 2015-04-28 um 09.53.41

     

     

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    Kommentare (23)

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    • helmut

      Bezüglich „Demokratie in Leuchtfarben“ würde mich interessieren, wie die jungen Grünen zu dem Thema des in den UNO-Menschenrechtspakten verankerten Menschenrechts der Selbstbestimmung freier Bürger stehen.

      Bekennen sie hier auch Farbe?

      Wenn ja, wäre das erfreulich.

      • landstreicher

        Meine Güte helmut, du in deinem Fanatismus kannst einem schon fast leid tun, pickt sich ein einziges Menschenrecht heraus und eiert grad rum. Obrigkeitshörige Meschen wie du, sollten sich erstmal von ihrer persönlichen Fremdbestimmung lösen, dann können wir weiter reden.

        • Garuda

          @landstreicher

          Ein Menschenrecht herauspicken?

          Gelten alle Menschenrechte voll und ganz, oder nur einige?

          Aber mich wundert bei den Grünen nichts mehr, seit Foppa erklärte, man habe eine Diskussion zur Selbstbestimmung zugelassen. Soviel zum Grünen Meinungsfreiheitsverständnis und zur Basisdemokratie usw.

          • landstreicher

            Hier handelt es sich in erster Linie um ein Völkerrecht, und ich gehöre keinem Volk an, sondern bin ein Weltbürger. Nicht falsch zu verstehen, ich stehe sehr wohl zu unserer Geschichte und Kultur, nur geht mein Kulturverständnis über Bierzelt, Kirchturm und „dem Land Tirol die Treue schwören“ hinaus.

            Außerdem, solange die Bevölkerung in Südtirol nicht von Seiten des Staates unterdrückt oder tyranisiert wird, sehe ich keinen Grund warum wir uns auf dieses Recht berufen sollten, davon mal abgesehen würde uns auch kein Staat anerkennen. Konflikte wären vorprogrammiert, wenn wir die Auslegung dieses Rechts, die nicht so eindeutig ist, und dessen Ausübung schon zu zahlreichen Konflikten geführt hat den Kirchturm-Nationalisten überlassen, denn auf die, die am lautesten schreien, sollte man grundsätzlich nicht hören.
            In Europa sollten wir uns für individuelle Rechte und Freiheiten einsetzen, wenn schon, dann will ich los vom Vatikan, Italien schränkt meine persönlichen Freiheiten nicht ein, im Gegenteil, für kulturelle Aspekte bin ich schon fast dankbar bei Italien zu sein, welche Vorteile erwartest du dir denn von einem unabhängigen Südtirol?

            Was glaubst du wie italienische Nationalisten, von denen es auch in Südtirol genug gibt, darauf reagieren würden? Warum erneut Reibereien und Konflikte riskieren? Mir gehen diese Fanatiker auf beiden Seiten so wo was von auf den Geist, anstatt zu versuchen gemeinsam als Europäische und Südtiroler Gesellschaft weiter zu kommen dreht es sich immer noch um Grenzen und verletztem Nationalstolz? Was meinst du worums dem helmut geht? um die Gemeinschaft? So naiv wirst doch hoffentlich nciht sein. Mir reichen die Krisenherde, die wir zurzeit auf der Welt haben, vollkommen. Und nun zu den Menschenrechten, es reicht die Präämbel zu lesen um zu verstehen, dass die Forderungen hirnverbrannter Patrioten ( Faschisten auf der einen und Schützen auf der anderen Seite) damit rein gar nichts zu tun haben

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            Präambel

            Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

            da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

            da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

            da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

            da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Men-schenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechti-gung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Forschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

            da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

            da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

            verkündet die Generalversammlung

            diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

            ————————————————————-

            Hat Foppa die Diskussion etwa verboten, oder hätte sie sie verbieten sollen, oder worum gehts dir denn?

      • Evelyn

        Recht zur Selbstbestimmung: „Jeder Mensch und jede Gruppe hat demnach das Recht, seine eigenen Angelegenheiten frei und ohne die Einmischung von anderen – insbesondere von staatlichen Stellen – zu regeln, soweit sie sich im Einklang mit den anerkannten Regeln der jeweiligen Gemeinschaft befinden.“ Soviel zum Menschenrecht.

        Kommt dir vor dieses Menschenrecht wird nicht geachtet?

        Und ja, ich persönlich bekenne dazu sehr wohl Farbe und zwar die Bunte! Bei uns kann doch jeder machen was er will. Meiner Ansicht nach. Ich selbst halte nämlich auch sehr viel von der Selbstbestimmung. ICH mache was ICH will. Und ich habe nicht wirklich den Eindruck, dass mir das jemand verbietet.

        Ich bin mir nicht sicher aber habe die kleine aber feine Vermutung, dass es sich bei der hier gemeinten Selbstbestimmung um die Selbstbestimmung von Südtirol handelt. Nun, wir haben ja alle das Recht unsere Angelegenheiten selbst zu regeln INSOFERN sie im Einklang mit den anerkannten Regeln der jeweiligen Gemeinschaft befinden. Ein allgemeines Gesetz besagt aber, dass man Staaten eben nicht so einfach trennen darf.

        Insofern die gesamte Südtiroler „Gruppe“ (wie es auch im Menschenrecht steht) die Selbstbestimmung fordern würde, glaubst du nicht, dass wie sie dann schon längst hätten?

        Wieso müssten wir immer und immer wieder auf diesem Thema herum reiten? Wieso können wir nicht einfach alle das tun was wir alle eben wollen? Wems hier passt, der soll hier bleiben, wem nicht der soll eben gehen. Wer lieber Schlittschuh fährt als Rollschuh, dann soll er doch! Südtirol muss endlich aufhören im ein und dem selben Schema zu denken. So kommen wir nie weiter.

        • helmut

          Menschen schaffen Gemeinschaften in Selbstbestimmung, sie können diese auch verändern.

          Man kann durchaus auch andere Standpunkte vertreten und diesbezügliche staatliche Verbote und Zwangsmaßnahmen begrüßen. Nur: Mit Demokratie hat das dann nichts mehr zu tun!

          In schärfster Ausprägung haben das die absolutistischen Staaten, später die Nationalsozialisten, Faschisten und Bolschewiken getan.

          In Italien hat die Justiz bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts das Streben nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung als kriminell verfolgt. Erst mit der Anerkennung der UNO-Menschenrechtspakte wurde dieser Praktik ein Riegel vorgeschoben.

          Zu meiner Auffassung von Menschenrechten gehört, dass die freien Bürger entscheiden, wie die staatlichen Rahmenbedingungen aussehen sollen, unter denen sie leben wollen.

          • landstreicher

            Welche Gemeinschaften schaffst du denn, wenn du ein Gebiet von einem Staat abgrenzst? und das mitten in der EU? Deine Auffassung von Menschenrechten hat oft genung dazu geführt dass Menschenrechte mit Füßen getreten wurden!

            • Garuda

              @landstreicher

              Ganz richtig, denn du trittst gerade ein zentrales Menschenrecht mit Füßen: Die Freiheit selbstbestimmt zu leben und genau jene Gemeinwesen zu gründen oder abzuschaffen, die diese Gruppe will oder nicht will.

              Warum waren die Grünen dafür, dass Montenegro und der Kosovo anerkannt würde? Sind das größere Gemeinwesen als Südtirol?

            • landstreicher

              Das meinst jetzt aber hoffentlich nicht ernst?
              Ein Auszug aus der Süddeutschen dazu:

              „Nach Ansicht der meisten westlichen Staaten und vieler Völkerrechtler wurden die Kosovaren Ende der neunziger Jahre in Serbien derart drangsaliert, dass sie das Recht hatten, sich abzuspalten. Die Frage ist jedoch, ob dieses Recht im Jahr 2008 immer noch fortwirkte, als sich die Republik Kosovo dann tatsächlich für unabhängig erklärte. Viele Staaten, insbesondere im Westen, sehen das so, viele andere dagegen nicht.“

              Hättst du eine Situation, wie wir sie im Kosovo haben, etwa für erstrebenswert?

        • helmut

          Zu dem letzten Absatz in Ihrem Beitrag („Wems hier passt, der soll hier bleiben, wem nicht der soll eben gehen.“) muss ich noch etwas sagen:

          Das war der Standpunkt der Faschisten und Nazis, welche die Südtiroler mit der „Option“ 1939 vor die unmenschliche Wahl gestellt hatten: Bleiben und die faschistischen Verhältnisse bejahen, oder die Heimat verlassen.

          Ich bin sicher, dass Sie so etwas nicht wollen. Aber dann achten Sie bitte darauf, was Sie sagen!

          Zu empfehlen, dass Jeder, dem die Verhältnisse nicht passen, auswandern soll – das ist keine Position, die in Einklang mit den Menschenrechten steht!

          • landstreicher

            Also wenn du meinst anderen deine Vision von Selbstbestimmung aufzingen zu müssen, obwohl wir noch so frei und selbstbestimmt in Europa lebenkönnen, wie nie zuvor, dann geh dort hin wo Holzköpfe von deiner Sorte das sagen haben und werde dort glücklich und spar dir doch bitte dein Gefasel von Menschenrechten

            • landstreicher

              obwohl wir so frei und selbstbestimmt in Europa leben können, wie nie zuvor…

            • helmut

              Wer will, dass die Bürger frei über sich selbst entscheiden können, der will doch Niemandem etwas aufzwingen!

              Ganz im Gegenteil!

        • Maex

          „Wems hier passt, der soll hier bleiben, wem nicht der soll eben gehen.“

          Eine solche Aussage spricht für sich; noch dazu mit einem so engagiert vorgetragenen, persönlichen Bekenntnis zur Buntheit.

    • Max Brixen

      Ein rießen Kompliment an diese jungen Menschen!! Genau so etwas braucht unsre Stadt/Politik jetzt und in den nächsten fünf Jahren!! Meine Unterstützung habt ihr!! Weiter so

    • markus lobis

      Tolle Aktion, so gehört Politik gemacht.
      Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die Liste, die diese sehr interessanten und guten jungen Leute aufstellt, in den letzten fünf Jahren an der Regierung war und die Verantwortung für „Kuhhandel“ und „schmierige Fragestellungen“ mitzutragen hat.

      • Peter

        Unser Glauben an einen Neuaufbruch ist stärker als die Kritik an kleineren „Sündenfällen“ der Vergangenheit. Zudem: Elda hat in vielen ihr „standing“ bewiesen, die Liste ist runderneuert und wir Junge stehen für eine andere Politik.

        • helmut

          Dann formuliert sie einmal!

          Neue Ideen sind es wert, in Umlauf zu gelangen und sie sollen Anlass zur Diskussion geben.

          Es müssen nicht alle Leute allem zustimmen.

          Auch eine kontroverse Diskussion bringt Dinge in Bewegung und hilft Allen beim Nachdenken.

          Legt eure Themen und Standpunkte auf den Tisch. das kann interessant werden!

          Die öden Parteiprogramme mit ihren glatten Formulierungen kennen wir schon alle.

          Neue Ideen sind gefragt.

      • Beate

        Bei allem Optimismus – wenn diese Jungpolitiker untenstehenden Text der Band Tocotronic zu ihrem Credo machen, dann lässt das nicht auf allzuviel Respekt bzw. Kommunikationsbereitschaft mit der vorhergehenden Generation schließen. Politik machen heißt mit allen reden, auch andere Meinungen ernstnehmen, hart arbeiten. Und ohne Dialog zwischen den Generationen geht gar nix.
        „Wir werden viele Mauern bauen. . .“ klingt nicht sehr viel versprechend.
        Und – auch eure Haare werden schütter!

    • Inge

      Für die rote Farbe sorgen bei den „Grünen“ die Landtagsabgeordneten.
      Der Gag kommt nicht überall gut an.

    • Hanna

      SUPER Aktion! Genau diese Farbe braucht die Politik! Damit die Zukunft bunter wird und nicht fremdenfeindlich introvertiert und abgeschottet… Die Vielfalt ist ein Vorteil.
      Ich muss bei diesen Wahlen leider passen, in meinem Dorf gibts nur SVP und Südtiroler Freiheit… da lass ichs lieber.
      Wünsch euch Jungen viel Erfolg bei den Wahlen, lasst euch nicht unterkriegen!

      @Garuda: was sind denn das für Kommentare, die stimmen mich traurig. Hoffe es geht dir gut und du hast vor lauter negativem Hass doch ein glückliches Leben. Schau auf den Sonnenschein und nicht auf die Schattenseiten! Bin zwar keine Rote, würde mich aber freuen, mich mit dir ein bisschen darüber zu unterhalten, von Marx bis Sozialdemokratie 🙂

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