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    „Aktien im Sturzflug“

    „Aktien im Sturzflug“

    Nachdem der Wert der Sparkassen-Aktie wohl erneut gesenkt wird, fordert die Verbraucherzentrale: „Die Kleinaktionäre sollen geschlossen an der Versammlung teilnehmen und Beschwerde einreichen.“

    Am 28. April werden sich die Aktionäre der Südtiroler Sparkasse versammeln, um die Bilanz des Jahres 2014 mit dem 231-Millionen-Verlust zu genehmigen. Die Verbraucherzentrale Südtirol hat mehrere Male Kritik an der Führungsriege der Sparkasse geäußert, und zwar an den vergangenen sowie an der gegenwärtigen. „Die Kleinaktionäre der Bank wurden in der Vergangenheit darum gebeten, der Bank ihr Vertrauen auszusprechen, indem sie zig Millionen an Kapital in Aktien zeichneten“, so die VZS.

    Doch die Kleinaktionäre wurden enttäuscht: die gezeichneten Aktien verloren empfindlich an Wert, und – schlimmer noch – sie sind praktisch unverkäuflich, da niemand bereit ist, den Aktionären die stark entwerteten Papiere abzukaufen.

    Nun benötigt die Bank wieder eine Kapitalerhöhung.

    Die Verbraucherzentrale Südtirol lädt die Kleinaktionäre ein, geschlossen an der Versammlung teilzunehmen: „Wer die Aktien bei der Sparkasse im Depot hat, kann auch direkt an der Versammlung teilnehmen, und zwar um 16:30 Uhr im Konzerthaus Haydn in Bozen.“

    Die VZS weiter: „Bei der Versammlung können die Kleinaktionäre dann die Bank um Erklärung für den empfindlichen Wertverlust ihrer Aktien anfragen; auch können sie fragen, wann die Aktien in ihrem Besitz verkauft werden können, um die Verluste begrenzen zu können.“

    „Gleichfalls können sie erfragen, warum die Bank bei der Zeichnung der Aktien nicht darauf hingewiesen hat, dass dieselben illiquide weil nicht quotiert sind, und somit de facto, wie geschehen, unverkäuflich werden. Wir laden alle Aktionäre ein, des weiteren eine Beschwerde bezüglich der Aktien einzureichen. Die vom Rechtsbeistand der Verbraucherzentrale und der Federconsumatori, RA Prof. Massimo Cerniglia erarbeitete Vorlage kann gegen Terminvereinbarung bei der VZS bezogen werden. Prof. Cerniglia hat für einen Sparer aus Ferrara einen Schiedsspruch des Bankenschiedsgerichts Ombudsman Bancario erwirkt, mit welchem die Rückgabe aller in Aktien der Bank investierten Beträge verfügt wurde. Der Schiedsspruch wurde auch in der Beilage „Plus“ der Wirtschaftszeitung Sole 24 Ore vom letzten Samstag ausführlich besprochen.“

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    Kommentare (31)

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    • xy

      Wenn alle die bei dieser Bank Aktien besitzen eine Sammelklage einbringen, könnte es zu “ Griechischen Gegebenheiten kommen, dass die Bank keine Gelder mehr ausbezahlt.
      Müssten nicht einmal zuerst alle Verwaltungsräte mit ihren Geldmitteln und Imobilien herhalten, denn diese haben immer ihr Solier bekommen.
      Ich frage mich nur für was, doch nicht etwa fürs bewusste wegschauen???
      Wie halt immer sollten die Kleinsparer jetzt für die verzockten Gelder aufkommen, und die „Dirigenti“ lachen sich ins Fäustchen.
      Diesmal haben Sie aber die Rechnung ohne den „Wirt“ gemacht, der Verbraucherzentrale sei Dank.

    • Puschtra

      Träum ruhig weiter. Der Beste aller Anwälte wird schon dafür sorgen, dass nur die Kleinaktionäre und die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden.
      Wie man bei einer Bank die so ein schlechtes Rating hat, sein Erspartes deponieren kann, ist mir ein Rätsel. Das Geld könnte schneller weg sein…..

    • walter

      DAS sind aber freudige Nachrichten!!! 🙂
      Gewisse systemhörige Aktionäre können sich meiner Schadenfreude versichert sein! 🙂

      • Siebenschläfer

        Schadenfreude ist die schönste Freude, besagt ein Sprichwort.

        Ich bin nicht dieser Meinung.

        Ich hab die paar Euronen, die ich mir vom Essen abgespart habe in Felix Austria investiert. Fette Beute. 🙂 Bitte jetzt keine Neiddebatte vom Gartenzaun brechen, lieber walter & Co … 😉

        • walter

          @Siebenschläfer
          Ich gönne dir jeden Euro Gewinn!
          Meine Schadenfreude gilt nur gewissen Ignoranten, die dem System treu zur Seite stehen und es bei jeder Gelegenheit verteidigen! Wenn die einen Schaden erleiden ist das nur GERECHT!!! 🙂

          • Andreas

            Woher die Wandlung meinen Namen nicht mehr zu schreiben?
            Sperren Sie Dich sonst, wenn dauernd jemanden beleidigst oder irgendwas erfundenes als Tatsache schreibst, denn anderes kriegst Du ja kaum hin.

            Mach Dir mal keine Sorgen wegen meinen Verlusten, ich kann sie problemlos verkraften.
            Ich wollte die Aktien vor Kurzem verschenken, geht leider nicht, ich muss sie verkaufen, deshalb werde ich noch etwas warten, da sie sicher sinken und ich weniger Gebühren dafür bezahlen muss.

            • Siebenschläfer

              Andreas, bleib mal cool. Der walter meinte nicht dich. Er sprach von „Ignoranten“…
              Da seh ich jetzt keinen Grund für, dass ausgerechnet du dich da angesprochen fühlen müsstest. Mitnichten! 🙂

              Dies festgehalten, möchte ich dir einen Tipp geben.

              Gib ‚Strache Zombyness“ bei Google ein, denke um zwei Ecken und du wirst in fortan auf das richtige Pferd setzen.

              Deine Gram über die paar versenkten Euronen bei der Sparkasse wird dann bald Schnee von gestern sein … 😉

            • walter

              Ach sieh an der Frandreas fühlt sich betroffen!!!! 🙂
              Er hat sich also in der Beschreibung wieder erkannt! 🙂

            • Carlo Monte

              @Andreas, mach dir nichts draus! Mit deinem Geld, sind ein paar Anzugträger, mit ein paar schönen Damen einmal teuer essen gegangen! 🙂 Und nachher ins Spielcasino, und nachher ….. 🙂

    • Woll. Pertinger

      Wer sein Geld unbedingt loswerden will, braucht nicht zur Sparkasse zu gehen. Man kann sich auch mit der Volksbank am Schachspiel in Marostica beteiligen. Das hat mehr Unterhaltungswert.

    • Zeitgeist

      Aktien sind eben keine risikolosen Anlagen, sowas sollte auch ein Kleinsparer wissen! Wer sein hart erspartes Geld auf ein einziges Pferd setzt kann dabei sehr viel verlieren! Ein gewisses Eigenverschulden bzw. Blauäugigkeit der Betroffenen lassen sich aber nicht leugnen!

      • Andreas

        Ich kenne einige die welche haben, auch ich, und keiner beklagt sich groß.
        Sparkassenaktien zu kaufen war nicht wirklich blauäugig, eine grundsolide Provinzbank und es war nicht absehbar, dass sie diesen Mist aufführen. Natürlich ist es eigenes Verschulden, die Konditionen waren mir z.B. beim Kauf vollkommen klar.
        Hintennach ist man aber immer schlauer.

    • capital consulting

      Wie kann man von “ empfindlchen Verlusten“ sprechen, wenn bereits bei einer Wertfestsetzung
      von 195 Euro fast 40% des letzten Ausgabepreises berichtigt werden mussten.
      Nebei bezieht sich der Preis von 195 Euro auf einen prognostizierten Verlust von ca 100 Mio.
      Die Neufestsetzung des Preises wird wohl nochmals 10 bis 20 % an Wertverminderung
      bringen, bei einem bilanzierten Verlust von 23o Mio
      Dem Kleinaktionàr nùtzt seine Kiritik wenig, vielmehr sollte er von seinem Recht
      gebrauch machen und sich den letzten Ausgabpreis rùckerstatten zu lassen.
      Laut „Mifidbestimmungen “ war die Sparkasse bei der Aktienausgabe nirgends in Ordnung,
      was zu Folge haben wird, dass die Einklagung auch durchfùhrbar scheint.
      Geht man davon aus, dass 1) die Sparkasse bereits jetzt die neuen notwendigen Kapital-
      erfordernisse nicht erreichen wird, dass 2) die Stiftung ihre Anteile auf ca 33 % mittelfristig
      reduzieren muss, und dass 3) noch Verluste von der Raetia Gmbh von mind. 30 Mio.
      ausstehen, dann kann man sich vorstellen was uns Aktionàren noch alles ins Haus steht.

    • Wolfgang

      Ich weiss nicht obs jemand aufgefallen ist, aber sowohl sparkasse als auch volksbank haben das „südtirol“ aus ihrem namen gestrichen, sind also ganz stinknormale italienische banken. Ich empfehle Fineco.

    • Max

      Ich hab schon lange all mein Geld aus Italien abgezogen und in Innsbruck bei der Tiroler Sparkasse angelegt. Die sind auf italienische Kunden spezialisiert und haben mit dieser maroden Südtiroler Sparkasse nichts zu tun.
      Sicher ist sicher!

      • Andreas

        Größere Pleite als die Hypo Kärnten hat wohl keiner hingelegt und die Hypo Vorarlberg hat sich in Südtirol auch nicht grad mit Ruhm bekleckert.
        Aufgrund des Standortes auf die Seriosität zu schließen macht also nicht sonderlich Sinn.
        In der ganzen Krisen sind die italienischen Banken nebenbei fast am Besten weggekommen, da sie solider als andere gearbeitet haben.

        • Siebenschläfer

          @Andreas

          „solider als andere gearbeitet haben“

          Ich krieg gleich einen Lachkrampf!

          • Andreas

            Außer die Banca Monte dei Paschi di Siena, deren Probleme nichts mit der Krise zu tun haben, welche italienischen Bank war in existenziellen Schwierigkeiten?

            Es ware hauptsächlich deutsche und französiche Banken, welche von den Staaten gerettet werden musste.
            Das größte Debakel Hypo Real Estate, einige deutsche Landesbanken, welche ebenfals am großen Rad mitdrehen wollten und auch deutsche Kommunen, welche annahmen schlauer zu sein als der Rest der Welt und ihre Infrastruktur verkauft und zurückgemietet haben.

            Italienische Banken waren an der Party kaum beteiligt oder kennst Du welche, die unter staatlicher Aufsicht gestellt wurden?

      • Zeitgeist

        Passen Sie nur auf, daß Sie Ihr Auslandsvermögen dem italienischen Fiskus offenlegen, sonst könnte es ein böses Erwachen geben!

    • Carlo Monte

      Vielleicht Andreas solltest du langsam verstehen, dass das ganze System ein mittelalterliches Betrugssystem ist, welches der Umverteilung von unten nach oben dient.

    • PROF:

      Habe gerade beim Rai -Mittagsmagazin gehöhrt,daß einige User bezahlt werden um Kommentare zu schreiben,kritische böse und beleidigende.
      So wie es ausschaut,kann,nein muss Andreas zu den bezahlten gehöhren!
      Allerdings schreibt er (fast) keine bösen od. beleidingende Kommentar.

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