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    Sicher in den Urlaub

    Mit einem Klick in den Urlaub – Das Europäische Verbraucherzentrum erklärt, was man bei online Buchungen unbedingt wissen sollte.

    Die derzeitigen sommerlichen Temperaturen regen viele Verbraucher dazu an, den Sommerurlaub zu planen und sich die Traumdestination auf einem der zahlreichen Reiseportale im Internet auszusuchen. Was viele dabei vergessen: Ein Klick reicht aus, um einen Reisevertrag abzuschließen. Ein kostenloser Rücktritt vom Vertrag ist im Normalfall nicht möglich und auch sonst gibt es einige Fallen und Schwierigkeiten, die es bei Internetbuchungen zu vermeiden gilt.

    Herr Huber durchforstet das Netz nach Reiseangeboten für Spanien und Griechenland. Er findet ein günstiges Pauschalangebot eines deutschen Reiseveranstalters für einen Aufenthalt in Mallorca auf einem Buchungsportal und füllt das Webformular mit seinen Daten und jenen seiner Freunde, die mit ihm mitreisen möchten, aus. Zum Schluss bestätigt er die Buchung mit einem Klick und achtet dabei nicht genau auf das, was auf der Schaltfläche steht, nämlich „kostenpflichtig buchen“. Er surft noch ein wenig weiter und findet noch ein interessantes Angebot: auf einem anderen Portal: alles inklusive auf der griechischen Partyinsel Mykonos. Wieder füllt er das Formular aus und bestätigt per Mausklick, wieder auf „kostenpflichtig buchen“. Er erhält zwei Buchungsbestätigungen mittels E-Mail, berät sich mit seinen Freunden und entscheidet sich für Urlaub am Ballermann. Die Reise nach Griechenland sagt er hingegen einfach mittels E-Mail ab. Nur folgt prompt die Rechnung: Er soll nun 45% des Reisepreises als Stornogebühr berappen, ruft beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) an und bittet um Hilfe: „Es geht doch um einen Fernabsatzvertrag, da habe ich doch ein Rücktrittsrecht von 14 Tagen – ich kenne meine Rechte!“

    Leider kann das EVZ in diesem Fall nicht weiterhelfen, denn Dienstleistungen im Beherbergungs – und Freizeitbereich sind vom Rücktrittsrecht ausdrücklich ausgenommen, wenn für die Erbringung ein spezifischer Termin oder Zeitraum vorgesehen ist. Wer also eine Pauschalreise storniert, muss mit einer Stornogebühr rechnen, welche umso höher ist, je näher der Zeitpunkt der Abreise rückt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Stornierung unverzüglich nach Abschluss der Buchung oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt ist.

    Ein weiteres Beispiel aus der Praxis zeigt, dass auch der Spam-(E-Mail)-Ordner kontrolliert werden sollte. Immer häufiger melden uns nämlich Verbraucher, dass sie irrtümlich zwei Reisen gebucht haben, weil die erste Buchungsbestätigung in den Spamordner gelangt ist, ohne dass dies vom Verbraucher bemerkt wurde. Auch andere wichtige Mitteilungen des Reiseportals landen mitunter im Spamordner: So berichtete uns eine Verbraucherin, dass sie vergebens am Flughafen auf ihren Abflug wartete: die Abflugzeit wurde um einige Stunden vorverlegt, ohne dass die Verbraucherin davon gewusst hatte. Ihre Reklamation lief ins Leere, denn das Portal konnte nachweisen, dass es die Verbraucherin rechtzeitig mittels E-Mail über die Änderung informiert hatte. Tatsächlich fand die Verbraucherin im Nachhinein die Mitteilung versteckt in ihrer E-Mailbox. Den daraus erfolgten Schaden musste sie also selbst tragen.

    Das Fazit: Seinen Urlaub von zu Hause aus zu buchen, ist bequem, und die Auswahl an mehr oder weniger günstigen Angeboten riesig. Allzu schnell kann es dabei jedoch durch eine Unachtsamkeit besonders teuer werden und bei einigen Situationen kann selbst ein Verbraucherschützer nicht weiterhelfen. Also: bewusst surfen und klicken!

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (16)

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    • Andreas

      Wenn der Schlaumaier 2x bucht, soll er auch 2x bezahlen und sich nicht beschweeren, hat ihn ja keiner gezwungen 2x zu buchen.
      Es hat sich eingebürgert, dass Leute in 3 Orten buchen, schauen wie das Wetter ist und im letzten Moment da hingehen, wo das Wetter am schönsten ist und die anderen beiden kurzfristig absagen.
      Aus Kulanz wird bei uns von den wenigsten Hotels etwas berechnet, die Oberschlauen bringen aber manchen Hotelier in unnötige Schwierigkeiten.

      • martin

        Richtig so! Ich fahre hin wo ich will und mit wem ich will. Und wenn man die Möglichkeit hat umzudisponieren, warum nicht?

        • Andreas

          Ja genau, richtig so, denn Du hast ja das Geld und die anderen müssen nach Deiner Pfeife tanzen…..

          Es sein Dir aber verziehen, denken scheint nicht zu Deinen bevorzugten Tätigkeiten zu gehören.

          • martin

            Was kratzt es dich, was ich mache. Ich gebe im Jahr 5000€ für Urlaub aus. Da will ich es verdammt nochmal schön haben. Und wenn du so Mileid hast: Sei doch so gut und fahr ausser der Saison in ein verregnetes Kaff du guter guuuuter Andreas, Retter der Welt, Beschützer der Witwen und Weisen, Ehrenerhalter der SVP und armer Unternehmer, Zurechtweiser der Jammerer: Bitt für uns!

            • Andreas

              Ja bei 5.000 Euro steht Dir natürlich die Welt offen und diese Hungerleider, welche um Dich als Gast buhlen, haben sich natürlich nach Dir zu richten.
              Wo kommen wir denn hin, wenn Leute mit diesem Vermögen noch auf die Schwierigkeiten anderer Rücksicht nehmen sollten.

            • martin

              Ach Andy, nur weil du kein bisschen Glück hattest im Leben…
              Ja ich zahle und ich bestimme wohin es geht. Oder möchtest du den Urlaub heuer für mich buchen? Ich geb dir mein Budget.

            • Andreas

              So richtig verstanden hast Du aber nicht was ich geschrieben habe.
              Mir ist es egal wo, mit wem und wie oft Du Urlaub machst.
              Deine Annahme, dass Du mit 5.000 Euro der große King bist, finde ich aber amüsant.

            • martin

              Ja Andreas, wer sagt denn das???
              Hab nur ein Beispiel in meinem Fall gemacht. Ich mach halt keine Pauschalreisen, und da kann ich bei meinem Reiseveranstalter schon zwischen einigen Möglichkeiten wählen. Das war nie ein Problem.
              Warum greifst du mich an? Ich buche in meinem Dorf, der Saustallkritiker online. Ich lass halt Einheimische was mit verdienen!
              Warum kümmerst du dich überhaupt um mich?
              Ich geb halt + – 5000€ aus, so what? Wenns für dich wenig ist, schön für dich.

            • Andreas

              @martin
              Du hast es noch nicht kapiert.
              Nebenbei hast Du auf meinen Kommentar geantwortet und wolltest anscheinend zeigen was für ein cooler Typ Du bist und wieviel Geld Du für den Urlaub zur Verfügung hast.
              Typen die meinen sie zahlen und deshalb bestimmen sie, sind mir zuwider.

            • martin

              Natürlich bestimmt der, der bezahlt!
              Oder wählst du im Restaurant die Speise, die der Koch für Richtig hält?
              Ich habe auf deinen Kommi geantwortet, weil ich der gegenteiligen Meinung bin.
              Ich verstehe nicht, wo das Problem ist, wenn ich im Reisebüro sagen wir 2 mögliche Reisen unverbindlich reserviere und es mir die gegebene Zeit daheim noch überlege? Sollte ich vor lauter Mitleid beide buchen? Wenn du sowas machst, bitte… 🙂

            • Andreas

              Zwischen unverbindlich wie Du jetzt schreibst und verbindlich wie der Typ gemacht hat und Du mit Deinen bescheidenen Kommentare auch suggeriert hast, liegt ein nicht unwesentlicher Unterschied.

              Es scheint als hättest Du meine Kommentare jetzt kapiert und versuchst noch die Kurve zu kriegen 🙂

              Ich verkaufe seit Jahren und meistens sind es die, welche es sich kaum leisten können, welche annehmen sie können bestimmen, die, welche Geld haben, verhalten sich normalerweise fair.

            • martin

              Nein, ich brauch die Kurve nicht kratzen.
              Wenn der Verkäufer unverbindliche Reservierungen bis zum Tag X vornimmt und ich mich am Tag X entscheide ist immer so gewesen.
              Verkäufer die so ungeduldig und verkaufsgeil sind und einem einfach was nachwerfen wollen kann ich nicht ausstehen.
              Ja, ich bin ziemlich bescheiden. Danke für das Kompliment.
              Du hast Menschen verurteilt, die bis auf den letzten Drücker warten und ich war so ehrlich und zähle mich dazu und werd von dir dafür fertig gemacht. Danke.
              Du verkaufst aber wenig, wenn du immer Zeit hast zu posten…

          • saustall_kritiker

            @martin:
            1) Es ist lange nicht immer außerhalb der Saison am verregnetsten, manchmal wie letztes Jahr war dies grad in der Hauptsaison am meisten.
            2) Wer sich ein bisschen im Urlaubs- und Gastgewerbe auskennt, weiß, dass der Preis oft nur mehr in einem sehr relativen Zusammenhang mit der Leistung und dem Angebot steht; und da sage ich mir: blöd der, der das Dreifache gezahlt hat, mit mir dann am Tisch sitzt und genau die gleichen Leistungen bekommt usw.;
            3) Und es ist immer noch so, dass ich lieber 5x im Jahr mit dem Budget von 5.000 Euro Urlaub mache als manch einer nur 2x oder gar nur 1x und sich dort ausnehmen lässt wie eine Weihnachtsgans. Schluck und Grins 🙂 🙂 🙂

            • martin

              Wie gesagt, wie oft und wohin geht ja keinen was an. Wann ich fahre wisst ihr auch nicht. Nur dass ich es schön haben will! Ihr nicht im Urlaub?
              Im Winter fahr ich ins Warme, im Ommer ins Kühle. Ich will etwas sehen von der Welt. Und ausnehmen lass ich mich von wem ich will… 😉

      • saustall_kritiker

        Ich buche mehrmals im Jahr eine Pauschalreise bei deutschen Reiseveranstaltern, da diese viel billiger sind als etwa italienische (was Mittelmeerdestinationen betrifft). Ich buche da auch stets im Internet, und zwar immer beim gleichen deutschen Online-Reisebüro, denn dort werden im Gegensatz zu den Reisebüros in Bozen keinerlei Buchungsgebühren verrechnet. Noch dazu bekommt man beim deutschen Reisebüro für Buchungen über 750 Euro einen Reisegutschein von 50 Euro, den man innerhalb eines Jahres bei der nächsten Buchung abziehen kann. Zudem ermöglichen mittlerweile die deutschen Online-Reisebüros die Möglichkeit, eine Reise für einige Tage vorzureservieren. Man sieht z.b. ein Superangebot und schreibt dem Reisebüro via Mail, ohne schon gleich zu buchen, ob sie das Angebot beim Veranstalter für ein zwei Tage unverbindlich reservieren könnten. Man hat dann die Zeit, nochmals mit den potentiellen Mitreisenden zu reden. Die meisten Veranstalter in Deutschland akzeptieren das mittlerweile ohne Probleme. Und man kann dann innerhalb von 24 oder 48 Stunden definitiv buchen oder absagen, ohne irgendwelche Streitereien, wie sie oben von Trittbrettfahrern berichtet werden. 🙂 🙂 :-). Also liebe Leute: mit Köpfchen buchen!

    • sinatrus

      Arbeit macht krank, man muss versuchen sie zu überwinden. Eventuell durch einen Dauerurlaub.

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