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    Kirche im Dialog

    Bildschirmfoto 2015-03-21 um 19.27.11Lebendig, offen und menschennah: Dies ist das Bild der Kirche, welches sich am Samstag beim Treffen mit über 700 Teilnehmern und Teilnehmerinnen am Synoden Forum in der Messe Bozen gezeigt hat.

    Menschen aus der Zivilgesellschaft, Pfarreien und Organisationen hätten ihre Ideen und Impulse „mit Enthusiasmus und Überzeugung in die Synode eingebracht“, heißt es in einer Aussendung der Diözese bzw. der Synode.

    Die Stimmung sei von Begeisterung und Dialogfreude geprägt gewesen. „Es war ein reiches Programm mit Diskussionsrunden, Austausch mit Experten und vielen Tischgesprächen, mit dem Ziel, in der Synode die Phase des Handelns zu eröffnen“, so die Initiatoren.

    Bildschirmfoto 2015-03-21 um 19.27.53Eine partizipative Führung der Pfarreien, in denen Priester und Laien die Pfarrei gemeinsam führen; eine Erziehung zur gegenseitigen Liebe und Offenheit beim Thema Sexualität; eine stärkere Unterstützung für junge Paare, Geschiedene und Getrennte; die Förderung eines bewussteren und verantwortungsvolleren Lebensstils; Räume der zwischenmenschlichen Begegnung und Beziehung schaffen, damit „Gemeinschaft sein“ stärker im Alltag gelebt werden kann: Dies sind nur einige der tausend Vorschläge, welche die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an die Wandzeitungen der zwölf Stände geheftet haben.

    Die Teilnehmer haben den ganzen Tag gearbeitet und diskutiert. Gleichzeitig wurde ein Dialog mit Experten und Expertinnen über die Herausforderungen der Ortskirche geführt und an den verschiedenen Ständen konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Kontakt mit den Synodalen kommen. Die Themenpalette war reich: die Zukunft der Pfarreien, neue pastorale Orte, Priester von morgen, der Einsatz der Laien oder die Kirche im Dialog mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

    Bildschirmfoto 2015-03-21 um 19.27.02Nach zwölf offenen Veranstaltungen im ganzen Land in der Anfangsphase der Synode und zwölf offenen Themenrunden in der zweiten Phase, war das Forum am Samstag die letzte große offene Veranstaltung der Diözesansynode.

    Ziel der Veranstaltung sei es gwesen, gemeinsam mit den Teilnehmern Ideen zu sammeln, wie die Visionen der Synode in konkrete Schritte übersetzt werden können. Über 700 Personen aus allen Landesteilen seien der Einladung gefolgt und hätten zu einem erfolgreichen Synodentag beigetragen.

    Besonders gut besucht war die Diskussionsrunde „Kirche in Dialog” mit dem Pastoraltheologen Paul Zulehner.

    Die Kirche solle die Menschen nicht aus den Augen verlieren, so Zulehner, und nahe bei den schwachen Menschen in der Gesellschaft sein. Andere Gäste haben betont, dass die Religionen hier ein Zeichen der Öffnung und des Dialoges setzen können, um Ängste zu überwinden und den Mut zu finden etwas Neues entstehen zu lassen.

    Der Bischof mit Paul Zulehner

    Der Bischof mit Paul Zulehner

    „Das Synoden Forum war wie ein großer Ideen-Marktplatz, wo partizipativ diskutiert wurde, zum Beispiel wie die Kirche Freude vermitteln kann und für viele Menschen attraktiv sein kann, wie Pfarreien mit immer weniger Priester auskommen können und wie Laien stärker zur Gestaltung der Pfarreien beitragen können oder auch wie die Kirche einen bewussten und nachhaltigen Lebensstil fördern kann“, fasst Reinhard Demetz, der Sekretär der Synode die Stimmung zusammen.

    Es habe sich das Bild der Ortskirche herauskristallisiert, welches sich die Teilnehmer in zehn oder zwanzig Jahren wünschen, so die Initiatoren.

    Die Ergebnisse des Synoden-Forums werden demnächst auf der Webseite des Synode veröffentlicht und fließen direkt in die Arbeit der Synode mit ein. Nach dem Synoden-Forum werden die Kommissionen der Synode mit Hilfe der Vorschläge und Anregungen der Teilnehmer Maßnahmen für die Neugestaltung er Ortskirche erarbeiten. Bis Ende August wird diese Arbeit in den Kommissionen abgeschlossen sein. Das Plenum der Synode wird in drei Sessionen im Herbst 2015 die Ergebnisse diskutieren und die Umsetzung der Reformen für die Diözese Bozen-Brixen auf den Weg bringen.

    Bildschirmfoto 2015-03-21 um 19.27.44

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    Kommentare (11)

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    • Herrgott

      Der Horrer Michl soll endlich a bissl abnehmen, jetzt wär grad Fastenzeit. Der Bischof soll ihm eine Fastenkur ermöglichen.

    • Karin B.

      Ein Scheindialog der in anderen Ländern lange schon geführt wird und nichts brachte weil in Rom der Papst das letzte Wort hat.

    • Klartexter

      Ein scheinheiliges Kasperltheater, was da von der größten Sekte veranstaltet wurde.
      Alles nur heiße Luft. Diese Kirche ist samt ihren Rattenfängern, Marionetten und Fußvolk tot, geistlich mausetot!
      Leerer, hohler Aktivismus; reiner Eventglaube. Nutzlos für das Reich der Himmel!
      Kultivierter Aberglaube, der Teufel lacht darüber. Eine Party der Finsternis, nicht mehr.

    • Osterhase

      Die katholische Kirche well ja keine Reformen. Da kann man lange disckutieren. Ich bin mir sicher, dass ich keine katholische Pfarrerin oder verheiratete Priesterinnen erleben werde. Im gegensatz zu den Protestanten, Bei denen gibt es verheiratete Bischöfinnen! Da könnte sich die katholische Kirche mal ein beispiel nehmen!

    • Klartexter

      Manfred Schweigkofler, schäme dich, du verweltlichter Christ, der du an diesem Baalsfestival nicht nur teilgenommen hast, sondern ebenfalls deinen Beitrag dazu getätigt hast.
      Aber wen wundert es, sind die Freikirchen (in diesem Falle die Charismatiker) ja die Erfüllungshilfen für diese finstere Kirche, die voll ist von Irrlehren, Götzen- und Bilderdienst
      Was tut man nicht alles für die Anerkennung der Welt, um am Kuchen der (geistlichen) Macht mitzunaschen.
      Am Ende wird euch der HERR sagen: „Weicht von mir, ich habe euch NIE gekannt!“

      • Veit

        …..Klartexter…..
        den Kommentar versteaht koan Mensch….:
        der Heiner oder der Manfred?
        Der Manfred scheint mir eigentlich ein offener Mensch zu sein,
        der eigentlich besser zu Papst Franziskus‘ Diskussionsrunde
        passen würde als hierher, vielleicht doch ein verweltlichter Christ,
        der sich dafür aber nicht zu schämen braucht. 🙂

    • Hansomat

      Wenn man sich auf den Bildern das Durschnittsalter der Teilnehmer anschaut weiß man Bescheid, dass der Kirche in nicht allzuferner Zeit die treuesten Schäfchen einfach wegsterben werden.

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