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    Um Gottes Lohn

    Heiner Schweigkofler

    Heiner Schweigkofler

    Der neue Präsident des Wohnbauinstituts, Heiner Schweigkofler, muss sich mit einem verhältnismäßig bescheidenen Managerlohn von 2.600 Euro netto im Monat zufrieden geben. Für den Ex-Caritas-Direktor ist die Frage des Geldes zweitrangig.

    Heiner Schweigkofler schwört auf seinen Noch-Arbeitgeber, immerhin der liebe Gott, dass er mit seinem künftigen Brötchengeber, immerhin der Herr Landeshauptmann, bislang nicht über das liebe Geld gesprochen habe. „Das Thema Geld ist zweitrangig“, so der designierte WoBi-Präsident.

    Er habe sich mit dem Thema Gehalt (noch) nicht beschäftigt.

    Eines ist klar: Wenn alles so bleibt wie bisher, muss Heiner Schweigkofler mit einem eher bescheidenen Managerlohn auskommen. Im Sommer 2014 war die Amtsentschädigung des Präsidenten des Wohnbauinstituts neu festgelegt worden: Der noch amtierende Präsident Konrad Pfitscher erhielt seitdem eine Amtsentschädigung von 4.200 Euro brutto im Monat.

    Der Vizepräsident bekommt 1.260 Euro brutto monatlich.

    Also käme Heiner Schweigkofler auf ein monatliches Netto-Gehalt von höchstens 2.600 Euro.

    Das Gehalt des WoBi-Präsidenten war auch deswegen verhältnismäßig niedrig, weil es kein Fulltime-Job war. Albert Pürgstaller hatte als WoBi-Präsident noch die Zeit und die Kraft, den Bürgermeister von Brixen zu machen.

    Als 2008 seine Doppelbezüge bekannt wurden, verzichtete Pürgstaller auf die Wobi-Entschädigung.

    Konrad Pfitscher verdiente als WoBi-Präsident knapp 60.000 Euro brutto im Jahr, als Verwaltungsrat (der Enerpass Konsortial GmbH und mehrerer SEL-Töchter bis 2012) hatte er noch ein Zubrot von rund 50.000 Euro im Jahr.

    Im Unterschied zu Pürgstaller und Pfitscher hat Heiner Schweigkofler – wie er gegenüber der TAGESZEITUNG erklärte – „schon den Ehrgeiz, vollzeit im WoBi zu arbeiten“.

    Zwar dementiert Heiner Schweigkofler Stimmen, laut denen es zu einer Zusammenlegung der Funktionen des WoBi-Präsidenten und des WoBi-Generaldirektors kommen könnte. In diesem Fall wäre es für die Politik ein Leichtes, eine Aufbesserung der Bezüge öffentlich zu rechtfertigen.

    Der monetäre Hintergrund:

    Der bisherige Generaldirektor Franz Stimpfl, der in den nächsten Monaten in Pension geht, verdient beim WoBi die stolze Summe von 125.000 Euro brutto im Jahr – also mehr als das Doppelte des Präsidenten.

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