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    Garantierte Millionen

    Gert Lanz, Alfred Aberer, Michl Ebner, Luca Filippi,  Vittorio Repetto und Manfred Pechlaner

    Gert Lanz, Alfred Aberer, Michl Ebner, Luca Filippi, Vittorio Repetto und Manfred Pechlaner

    Die Handelskammer hat am Montag den Gegengarantiefonds von über zwölf Millionen für die Unternehmen vorgestellt. Wie das Geld genutzt werden soll.

    Am Montag wurde der neue Gegengarantiefonds der Handelskammer Bozen vorgestellt, der für die Garantiegenossenschaften eingerichtet worden ist, um den heimischen Unternehmen den Zugang zu Krediten zu erleichtern.

    Der Fonds ist mit zwölf Millionen Euro dotiert, wobei elf Millionen für gewerbliche Betriebe und eine Million für landwirtschaftliche Betriebe vorgesehen sind. Das Geld soll genutzt werden, um die Bereitstellung von Bankkrediten für Beiträge zu erleichtern, die bereits vom Land Südtirol gewährt worden sind.

    „Um die kleinen und mittleren Südtiroler Unternehmen konkret zu unterstützen, hat die Handelskammer Bozen für die drei in Südtirol tätigen Garantiegenossenschaften Confidi, Garfidi und CreditAgri Italia einen Gegengarantiefonds über zwölf Millionen Euro eingerichtet“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner.

    Der Fonds stellt für die Genossenschaften eine Gegengarantie von über 45 Prozent des Garantiebetrags dar, der jenen Betrieben gewährt wird, die Anrecht auf einen noch nicht ausbezahlten Landesbeitrag haben. Aufgrund der Gegengarantie erhöhen die Garantiegenossenschaften ihre Garantieleistung gegenüber der Bank von 50 auf 70 Prozent des noch ausstehenden Landesbeitrags.

    „Dies erlaubt es den Betrieben, Bankkredite zu vorteilhafteren Konditionen aufzunehmen. Die Garantiegenossenschaften unterstützen somit die heimische Wirtschaft“, fügen Confidi-Präsident Vittorio Repetto, Garfidi-Präsident Gert Lanz und Roberto Grassa, Direktor und Verwaltungsrat von CreditAgri Italia, hinzu.

     

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    Kommentare (6)

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    • Steff

      In was für einer Welt leben wir eigentlich?

      Banken wurden mit Milliarden und Aber-Milliarden von Steuergeldern gerettet!
      Die Notenbanken fluten die Länder mit Milliarden und Aber-Milliarden!
      Die Banken investieren das Geld wo am meisten Rendite rausspringt!
      Und wenn es schief geht, dann springt wieder der Steuerzahler ein.
      Und wenn ein Unternehmer in Südtirol ein Bisschen Geld braucht muss das Land als Bürge parat stehen.

      In was für einer Welt leben wir eigentlich?

      • Vingscher

        Der Artikel wirft einige Fragen auf

        1) Was genau sind Landesbeiträge? Handelt es sich dabei um direkte Transfers von der Landesregierung zu Privatunternehmen (also um Subventionen irgendeiner Art) oder handelt es sich dabei um die Bezahlung einer Gegenleistung (z.B. eine Arbeit welche für das Land erbracht wurde)?

        2) Warum sind die Landesbeiträge ausstehend? Ist das Land im Verzug oder antizipieren Unternehmen, dass sie in der Zukunft Landesbeiträge erhalten werden und verwenden die zukünftigen Beiträge als Garantie um von einem Finanzinstitut bereits jetzt das Geld zu leihen?

        3) Warum werden 12 Millionen in Form eines Fonds zum Zwecke der Gegengarantie verwendet und nicht direkt an die Unternehmen ausgeschüttet? Dann gäbe es weniger ausstehende Landesbeiträge. Oder ist der Grund dafür das die Mittel in unterschiedlichen Budgets gebunden sind?

        4) Was ist die Gegengarantie? Errichtet hier eine Institution des Landes einen Fond, welcher als Garantie herangezogen wird, dass Landesbeiträge ausbezahlt werden? Ist der Fonds somit eine Rückstellung, welche nur angefasst wird wenn das Land nicht in der Lage ist die Beiträge auszuschütten?

        Vielleicht habe ich einfach nicht den nötigen Durchblick, aber richtig Sinn macht
        die Artikel dargestellte Argumentation nicht.

        • Andreas

          Es steht nur Beiträge, also denke ich nicht, dass es um ausstehende Rechnungen geht, die bezahlt das Land relativ schnell.
          Bei Beiträgen kann es auch Jahre dauern, man sucht an, erhält die Bestätigung und dann kann es 1- 2 Jahre dauern, je nach dem aus welchem Fond man das Geld erhält.
          Ich habe es so verstanden, dass wenn mir ein Beitrag bestätigt wurde, mit diesem Geld 60% – 70% des Beitrages bei einem eventuellen Bankkredit abgesichert werden.
          Macht eigentlich schon Sinn. Dass die Handelskammer keine Landesbeiträge direkt vorfinanziert, sollte eigentlich klar sein.

          • Vingscher

            Wahrscheinlich ist es so gemeint. Falls du Recht hast stellt sich mir die Frage warum das Ausschütten der Mitte so lange braucht. Ich meine, falls ich wirklich bereits die Bestätigung erhalten habe und mein Antrag für rechtens empfunden wurden, warum wird mir das Geld nicht direkt überwiesen?

            Einen zusätzlichen Fond mit Steuergelder aufzusetzen, dessen Zweck nichts anderes ist als zu garantieren, dass zukünftige Steuermittel ausgeschüttet werden ist doch nicht ganz trivial, oder?

            • Andreas

              Ich denke die haben in jedem Fond ein Budget, welches nicht überschritten werden darf und wenn dieses erreicht wird, die Auszahlung auf nächstes Jahr verschoben wird, wenn wieder Geld da ist.
              Bei den Pendlerbeiträgen hat es auch über 4 Jahre gedauert, da das Budget nicht reichte.

              Ich warte auch schon eine Weile, es ist aber ratsam das Geld nicht vorab schon kurzfristig einzukalkulieren, was Dir jeder Wirtschaftsberater sagen wird.

    • Karin B.

      Vor kurzer Zeit hat sich die Handelskammer über Budgetlöcher von einigen Millionen beklagt. Jetzt stellt die Handelkammer einige Millionen zur Verfügung. Wer versteht diese HK-Politik?

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