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    Sextner Machtspiele

    sexten egarter prennWer wird Fritz Egarters Nachfolger als Bürgermeister von Sexten? Innerhalb der Volkspartei gibt es bislang drei Interessenten. Anfang des neuen Jahres soll es eine Vorwahl geben.

    von Heinrich Schwarz

    Fritz Egarter hat es bereits Mitte November im Gespräch mit der TAGESZEITUNG bekanntgegeben: „Zu 99 Prozent werde ich nicht mehr kandidieren.“ Egarter ist seit 2005 Bürgermeister von Sexten. Es scheint sicher, dass er bei den kommenden Gemeinderatswahlen im Mai 2015 nicht mehr zur Verfügung steht, obwohl er noch fünf Jahre anhängen könnte.

    Der gelernte Handwerker begründet seine Entscheidung damit: „Ich bin schon seit über 30 Jahren in der Gemeindeverwaltung. Es ist höchste Zeit, dass ein neuer Wind herkommt.“ Fritz Egarter will sich vollkommen aus der Politik zurückziehen.

    Wer sein Nachfolger wird, ist noch völlig offen. Es stehen gleich mehrere Namen im Raum, die sich gerne als Bürgermeister-Kandidat auf der (in Sexten dominanten) SVP-Liste sehen würden.

    Einer davon ist Alfred Prenn. Als Hotelier, Marketingchef der Sextner Dolomiten AG und früherer Präsident des Tourismusvereines ist er im Dorf bestens bekannt. „Falls Fritz Egarter tatsächlich nicht mehr kandidiert, werde ich mich als Vertreter der Wirtschaft zur Verfügung stellen“, sagt Prenn.

    Sollte es sich Egarter noch einmal anders überlegen, wird Alfred Prenn nur für den Gemeinderat kandidieren, um bestenfalls einen Platz im Ausschuss zu ergattern. „Egarter hat seine Sache gut gemacht. Deshalb bestünde nicht die Notwendigkeit, mich in den Vordergrund zu stellen“, so Prenn.

    Ein weiterer Interessent für den Bürgermeister-Posten ist Thomas Summerer. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben mir nahegelegt, mich der Wahl zu stellen“, erklärt Summerer, der neben seinem Job als Busfahrer auch als Bauer tätig ist. Seit 2010 sitzt er mit Unterstützung der bäuerlichen Organisationen im Gemeinderat von Sexten.

    Summerer betont allerdings, dass seine Kandidatur noch nicht fix sei: „Anfang Januar werden wir mit den bäuerlichen Organisationen über die Gemeinderatswahlen reden und die Kandidatenauswahl besprechen.“

    Mit Josef Pfeifhofer gibt es noch einen dritten Anwärter auf Fritz Egarters Nachfolge. Der momentane Gemeindereferent für Sport, Kultur und Vereine will als hauptberuflicher Bankangestellter die Arbeitnehmer in Sexten vertreten. „Ich möchte für die Gemeinde etwas tun und neue Ideen einbringen“, sagt Pfeifhofer.

    Fix ist bereits, dass es eine SVP-interne Bürgermeister-Vorwahl geben wird. Wie schon im Jahr 2010 soll es nur einen Kandidaten der Volkspartei geben. Wer die Vorwahl gewinnt, wird im späteren Wahlkampf von der gesamten Partei unterstützt. Der Termin wird Mitte Januar festgelegt.

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