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Dependance in Venedig

 

Lost Directions von Urs Lüthi (2014), Holz, Aluminium: Die zentrale Bedeutung der persönlichen Geschichte und das Verhältnis zur Gesellschaft stehen im Mittelpunkt der Eröffnungsausstellung.

Die Galerie Alessandro Casciaro und Ncontemporary eröffnen einen neuen Ausstellungsraum in Venedig. Die neue Galerie liegt direkt am Giudecca-Kanal mit Blick auf San Marco und Punta della Dogana.

Der Raum in der Giudecca ergänzt die Ausstellungsräume der beiden Galerien in Bozen und Mailand, um die Kontinuität ihres Programms zu gewährleisten. In der Fondamenta S. Giacomo 199 teilen sich Ncontemporary und Galerie Alessandro Casciaro den Raum mit einem wechselnden Ausstellungsprogramm, das einen neuen Treffpunkt für Sammler, Künstler und Insider darstellen soll.

„Wir haben gemeinsam darüber nachgedacht, ob es möglich ist, in einer sich ständig verändernden Stadt einen neuen Raum zu schaffen, der an einem Ort, der sich stark im Wandel befindet, dauerhaft ist. Obwohl die Biennale weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf die Kunstwelt hat, hat Venedig auch einen zutiefst lokalen Charakter. Wir hielten es für wichtig, den Moment des künstlerischen Aufbruchs, den die Stadt gerade erlebt, mit einem Raum zu begleiten, der sowohl am globalen als auch am lokalen Aspekt der Lagune interessiert ist”, erklären die Galeristen.

Eröffnet wird die neue Galerie mit Lost Directions, einem Ausstellungsprojekt, das seinen Titel von einer Installation von Urs Lüthi (Schweiz, 1947) übernimmt: ein Werk aus dem Jahr 2014, das sich wie ein Manifest der Forschungen zum Thema Identität und Körper weiterführt, die der Künstler von den 1970er Jahren bis heute durchgeführt hat. Die zentrale Bedeutung der persönlichen Geschichte und das Verhältnis zur Gesellschaft stehen im Mittelpunkt der Eröffnungsausstellung.

Lost Directions erforscht das Konzept eines Identitätsgefühls, das in den Werken der Künstler präsent ist, und eröffnet gleichzeitig einen Dialog mit der Geschichte der venezianischen Lagune. Mit dem Blick auf die Punta della Dogana, die in der Vergangenheit Teil des Kontrollsystems für den Wareneingang war, treten die Werke in einen Dialog mit Venedig, das seit jeher ein Symbol für einen Kreuzungspunkt der Kulturen ist.

In dem neuen venezianischen Raum werden fünf Ausstellungen pro Jahr stattfinden. Für die Fortsetzung im Jahr 2024 sind Einzel- und Gruppenausstellungen mit Werken von Cristian Chironi, Antonello Viola, Santiago Reyes Villaveces und Silvia Rosi geplant.

Die Leitung der venezianischen Galerie wird Valeria Conti anvertraut, die nach dreijähriger Zusammenarbeit mit den Gründern Emanuele Norsa und Federica Barletta bei der Koordinierung der Mailänder Niederlassung von Ncontemporary die Leitung und Kuratierung des neuen Raums übernehmen wird.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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