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Der Renten-Check

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Südtirol bezieht die höchsten Rentenbeträge Italiens, doch steht in puncto Angemessenheit zum Lebensstandard ganz hinten. Der Geschlechterunterschied ist nur leicht rückläufig. Was die jüngste ASTAT-Studie hervorbringt.

von Christian Frank

Die Renten sind im Zuge des italienischen Haushaltsgesetzes ins Visier der Regierung Meloni geraten und polarisieren die Gemüter von Gewerkschaften und Bevölkerung. Nun veröffentlichte das Landesinstitut für Statistik ASTAT, zeitlich passend, ihre jüngste Erhebung und erörtert dabei, wie es eigentlich um die Renten in Südtirol bestellt ist.

Dafür wurde der Zeitraum des Jahres 2021 anhand von verschiedenen Indikatoren analysiert und auch in einem nationalen Vergleich den anderen Regionen gegenübergestellt. Die Analysen ergaben dabei unter anderem, dass in jenem Jahr 174.083 Rentenleistungen an 129.693 empfangsberechtigte Personen ausbezahlt wurden. Dies bedeutet einen prozentuellen Anstieg von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtsumme aller 2021 ausbezahlten Rentenleistungen betrug mehr als 2,7 Milliarden Euro und stieg damit nominal (nicht inflationsbereinigt) um 3,4 Prozent gegenüber 2020 und um 26,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2012.

Vorab gilt anzumerken, dass es verschiedene Arten von Renten gibt, von welchen die in dieser Erhebung am häufigsten analysierte, die Alters- und Dienstaltersrente ist. Neben dieser gibt es beispielsweise noch die Hinterbliebenenrente.

Zwei hervorstechende Ergebnisse der Erhebung sind Südtirols Rang in puncto Angemessener Rentenbezug in Anbetracht des Lebensstandards und die sogenannte Gender-Pension-Gap.

Bei Ersterem handelt es sich um eine kuriose Rochade von Südtirols Ranglistenpositionierung im nationalen Vergleich. Mit einem durchschnittlichen Rentenjahresbetrag von 15.626 Euro pro Kopf liegt Südtirol mit Abstand über dem gesamtstaatlichen Durchschnittswert von 13.753 Euro und auch auf dem ersten Platz. Verrechnet man diesen Betrag jedoch, indem man ihn durch das sogenannte Pro-Kopf-BIP teilt, erörtert man die Angemessenheit des Rentenbetrages im Anbetracht des Lebensstandards. Einfach gesagt: wie viel hat ein Rentner von seinem Rentenbetrag, wenn man den in seiner Region vorherrschenden Lebensstandard miteinbezieht?

Dabei ergibt sich für Südtirol der letzte Platz.

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