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Die Telemark-Premiere

Weil im französischen Gerardmer zu wenig Schnee liegt, gastiert der FIS Telemark Weltcup ab 18. Jänner zum ersten Mal in Südtirol.

Des einen Leid ist des anderen Freud:

Weil in Gerardmer zu wenig Schnee liegt, musste der Auftakt in den diesjährigen FIS Telemark Weltcup in Frankreich abgesagt werden.

Dafür springt kurzfristig Carezza als Etappenort ein und sorgt für eine Premiere.

Zum ersten Mal gastieren am Mittwoch, 18. und Donnerstag, 19. Jänner die weltbesten Athletinnen und Athleten dieser faszinierenden Sportart im Rahmen eines Weltcups in der nördlichsten Region Italiens.

Vor einem Monat überzeugte Carezza einmal mehr als Austragungsort des FIS Snowboard Weltcups.

Am Donnerstag, 15. Dezember setzten sich auf der Pra-Di-Tori-Piste die Niederländerin Michelle Dekker und der österreichische Routinier Andreas Prommegger im Parallel-Riesentorlauf durch. Einen guten Monat später wird unterhalb des Rosengartens neuerlich um Weltcup-Punkte gefahren, allerdings nicht auf dem „Brettl“, sondern mit den Telemark-Skiern.

Im Einsatz werden die Telemarker auf der Masarè Piste und somit auf dem gegenüberliegenden Hang zur Pra-Di-Tori-Piste sein.

Sowohl am Mittwoch, 18. Jänner, als auch einen Tag später werden jeweils ein Sprint für Männer und Frauen ausgetragen.

An die 70 Athletinnen und Athleten werden im Eggental erwartet. Auch ein Südtiroler Telemarker wird mit Raphael Mahlknecht aus Völs am Schlern mitmischen, der sich in den vergangenen Wochen sehr um den Heimweltcup bemüht hat.

„Ich freue mich in Carezza mein erstes Heimrennen im Weltcup fahren zu dürfen. Für mich ist dies eines der tollsten Geschenke überhaupt zu Hause in den Dolomiten im Einsatz zu sein“, sagt der 21-Jährige vom Skiclub Gröden, der in 45 Weltcuprennen zehn Top-Ten-Ergebnisse erreichte und im März des vergangenen Jahres als Vierter haarscharf an seinem ersten Podium vorbeischrammte. Seinen bisher größten Erfolg feierte Mahlknecht im März 2022, als er bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Mürren (Schweiz) die Bronzemedaille im Parallel-Sprint gewann.

Die erfolgreichste FIS-Athletin ist eine Telemarkerin

Freuen dürfen sich alle Telemark-Fans in der nächsten Woche aber auch auf die erfolgreichste FIS-Athletin. Die Schweizerin Amélie Wenger-Reymond hat nicht weniger als 158 Weltcuprennen im Telemark gewonnen, wurde 20 Mal Weltmeisterin und hat in ihrem Trophäenschrank sage und schreibe 44 Kristallkugeln stehen (davon elf für den Gesamtweltcup). Erst vor kurzem hat die 35-Jährige am Karerpass trainiert und sich dabei bereits von den optimalen Schneebedingungen in Südtirol überzeugen können.

Im Skigebiet Carezza fiebert man der Weltcup-Premiere im Telemarken ebenfalls bereits entgegen.

„Raphael Mahlknecht hat uns vor kurzem kontaktiert und gefragt, ob wir eventuell bereit wären, als Weltcup-Austragungsort einzuspringen. Nach einigen Telefonaten mit potenziellen freiwilligen Helfern und einigen Partnern war für uns sofort klar, dass wir mit an Bord sind. Wir freuen uns, die große FIS-Familie auch in einer vielleicht etwas unbekannteren, aber mit Sicherheit nicht weniger attraktiven Sportart wie dem Telemarken unterstützen zu dürfen“, erklärt Florian Eisath, Geschäftsführer von Carezza Dolomites, abschließend.

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