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Bar mit Aussicht

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Trotz Geldknappheit leistet sich Meran die Rundumsanierung und Erweiterung der Gemeindebar im Rathaus. Kostenpunkt: Rund 136.000 Euro.

Die finanziellen Mittel sind wegen der Energiekrise mehr als nur knapp und Sparen ist angesagt. Diese Botschaft ist seit Monaten aus dem Meraner Rathaus zu vernehmen, wo die Stadtregierung an allen Ecken und Enden den Rotstift ansetzt, um das Finanzloch zu stopfen. Zur Sanierung des Haushalts wurde u.a. auch die IRPEF-Steuer angehoben.

Umso erstaunlicher ist der letzthin gefasste Beschluss, die Gemeindebar von Grund auf zu sanieren und zu erweitern. Diese liegt im ersten Stock des Rathauses gleich neben dem Ratssaal und wird – wie Bürgermeister Dario Dal Medico erklärt – offenbar nicht sonderlich gut genutzt.

Diese Bar soll nun um rund 136.000 Euro saniert und erweitert werden. Der von einem Architekten vorgelegte Projektvorschlag wurde kürzlich vom Stadtrat genehmigt. Er sieht u.a. auch die Errichtung einer Terrasse vor.

„Die Sanierung ist unbedingt notwendig, da die Einrichtung der Bar so alt ist, dass sie in ihre Bestandteile zerfällt“, rechtfertigt der Bürgermeister die Ausgabe. Die Spesen seien anfangs geringer angesetzt gewesen, die Teuerungswelle habe dann eine Kostensteigerung verursacht. Die Stadtregierung hofft, durch die Sanierung und die neue Terrasse die Bar attraktiver zu gestalten, damit sie auch von mehr Mitarbeitern aufgesucht wird. „Es sind jedoch auch externe Kunden zugelassen“, sagt Dal Medico.

Die neue Terrasse soll auch ausreichend Platz bieten, damit mittags Essen ausgegeben werden kann

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • schwarzesschaf

    Die solln arbeitn nich kaffee saufn. Warten wir welche ausrede nächstes Jahr kommt um silvester flach fallen zu lassen

    • artimar

      Unverständnis. Nicht nur gegenüber diesen Ausgaben für eine gemeindeeigenen Bar, zumal es wenige Meter von der Gemeinde genug Bars gibt. Denn auch für die Zeit des Aufenthalts in der Gemeindebar ist eigentlich nicht Arbeitszeit.
      Aber auch sonst – zu Sylvester. Wieso hat/sollte die Gemeinde eigentlich auf eigene Kosten Ausrichterin und Unterhalterin sein? Wieso überlässt man das nicht auch mal besser all den mit öffentlichen Mitteln geförderten Vereinen oder auch den Privaten, wie den Standlbetreibern des Wintermarkts?
      Man hat mittlerweile schon den Eindruck, was kostet bzw. mehr kostet (Kavernenparkdom…) ist die Allgemeinheit zuständig. Die Gewinne hingegen sind privatisiert. So kann es auch nicht sein.

      • schwarzesschaf

        Ja 400.000 euro den Tourismusverin zusagen im Januar und dann in Oktober sagen kein Geld ihr bekommt den Zuschuss nicht und die haben die ganzen Events bezahlt und mehr auch noch nicht nur für diw Gäste auch die Einheimischen profitierten davon

        • schwarzesschaf

          Da wäre es das mind das die gemeinde die silvesterfeier finanziert den bis 17.00 hat alles der tourismusverin bezahlt. Früher zahlte sogarvdie gemeinde meran zusammen mit tirol und schenna aus feuerwerk auf den segenbühel und das kostet auch nicht mehr die welt ab 8000 ist man schon schön dabei

  • romy1988

    Für die Gemeindebediensteten reicht eine Kaffeemaschine im Flur, wozu brauchen die eine eigene Bar.

  • hallihallo

    bar für 15-20 jahren ausschreiben und der pächter soll die investitionen tätigen, welche natürlich bei der pacht zu verücksichtigen sind.

  • brutus

    …es kann doch nicht die Aufgabe einer Gemeinde sein, eine Bar zu betreiben!
    …setzen 5!
    Wenn sie doch zumindest verpachtet würde!

  • brutus

    Solche Ausgaben wären ein Fall für den Rechnungshof!

  • nobodyistperfect

    Schämt Euch, aber die Stadträte können stolz sein, wenn sie bei solchen wichtigen Entscheidungen mitreden dürfen. Für mehr Kompetenz scheints wohl nicht zu reichen.

  • olle3xgscheid

    Besser wäre der Bürgermeister va dal Medico…

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