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Näslund & Howden

Sandra Näslund aus Schweden und der Kanadier Reece Howden haben am Donnerstag bei perfekten Schneebedingungen das zweite Skicross-Weltcuprennen in der Dolomitenregion 3 Zinnen für sich entschieden. Näslund baute ihre seit über einem Jahr anhaltende Siegesserie aus, während Howden das Trikot des Gesamtführenden von Mathias Graf (Österreich) übernahm. Der Trentiner Simone Deromedis sorgte beim Heimrennen mit Rang vier für ein Ausrufezeichen.  

Die spannenden Final-Läufe am Haunold waren auch am Abschlusstag des hochkarätigen Wintersport-Events nichts für schwache Nerven. Bei den zahlreichen Überholmanövern, Millimeterentscheidungen und spektakulären Stürzen – die jedoch allesamt glimpflich endeten – kamen die vielen Zuschauer voll auf ihre Kosten. Nach dem Männer-Finale bejubelten sie den Sieg von Reece Howden.

Der 24-jährige Kanadier, der am Mittwoch Rang zwei belegt hatte, tütete mit einer beherzten Fahrt seinen siebten Weltcuperfolg ein. Er verwies den Japaner Ryo Sugai und Niklas Bachsleitner aus Deutschland auf die Ehrenplätze. Der „Azzurro“ Simone Deromedis musste sich mit dem vierten Rang begnügen und verpasste das erste italiensiche Podium in Innichen haarscharf.

Dafür sorgte Sugai bei der 13. Ausgabe des Skicross-Weltcups in der Dolomitenregion 3 Zinnen für eine Premiere.

Es war nämlich das erste Podium eines japanischen Rennläufers am Haunold und das insgesamt dritte seiner Karriere. Lokalmatador Dominik Zuech (Lana) schied vor den Augen des Ultner Ausnahmetrainers Franz Gamper im Viertelfinale aus und belegte Rang 12, während Edoardo Zorzi als 30. im Klassement aufscheint.

Fotos: Wisthaler

Näslund allein auf weiter Flur

Bei den Damen führte auch am Donnerstag kein Weg an Ausnahmekönnerin Sandra Näslund vorbei. Die Schwedin fuhr in allen drei K.O.-Läufen in einer eigenen Liga und baute mit ihrem 33. Weltcupsieg (davon einer im Team) mehrere Serien aus. Die 26-Jährige ist seit über einem Jahr ungeschlagen und hat in Innichen die letzten vier Weltcuprennen gewonnen. Insgesamt stehen Näslund am Haunold sechs Erfolge zu Buche, was die Skandinavierin zur alleinigen Rekordsiegerin macht.

Platz zwei belegte die Österreicherin Andrea Limbacher. Die 33-Jährige aus St. Wolfgang beendete mit ihrem 16. Podium eine fast vierjährige Durststrecke. Zum letzten Mal war Limbacher nämlich im Februar 2019 aufs Stockerl geklettert. Den dritten Platz teilten sich Limbachers Teamkollegin Sonja Gigler und die Schweizerin Fanny Smith, die im Zielhang zusammengestoßen waren. Die einzige „Azzurra“ in der Entscheidung, Jole Galli aus Livigno, streichte im Viertelfinale die Segel und musste sich dieses Mal mit Rang 14 begnügen.

Das sagen die Protagonisten vom Donnerstag:

Reece Howden (Kanada/Sieger): „Ich bin bereits gestern (am Mittwoch, Anm. d. Red.) stark gefahren und habe von Mathias Graf sehr viel gelernt, der für den Skicross-Weltcup eine enorme Bereicherung ist. Und heute habe ich noch einmal alles in die Waagschale geworfen. Die Rennen im K.O.-System sind enorm anstrengend. Aber ich habe viel riskiert, alles gegeben und meine vier Heats gewonnen.“

Simone Deromedis (Italien/4. Platz): „Ich bin auf einer Seite sehr glücklich, weil der Saisonstart schwierig war. Vor den ersten Rennen habe ich mich ein bisschen verletzt und das hat mich ein wenig außer Tritt gebracht. Das Finale erreicht zu haben, ist deshalb stark, aber wenn du um das Podium mitfährst, schwingt natürlich auch ein bisschen Enttäuschung mit. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden, wie ich wieder skifahre.“

Dominik Zuech (Italien/12. Platz): „Heute ist es schon einmal besser gegangen als gestern. Der Speed war da. Ich habe ein paar gute Überholmanöver gezeigt und es war knapp im Viertelfinale. Ich arbeite hart am Start, aber dort sind die Konkurrenten einfach stärker. Es ist eine Erfahrungssache und ich bin sechs, sieben Jahre Abfahrt gefahren und deshalb fehlt mir vielleicht ein wenig die Schnellkraft. Aber es war wieder eine geniale Woche hier in der Dolomitenregion 3 Zinnen mit einer phantastischen Piste. Komplimente und Danke an das engagierte Organisationskomitee.“

Sandra Näslund (Schweden/Siegerin): „Ich bin wieder so gefahren, wie ich es mir vorstelle und der letzte Lauf war wahrscheinlich mein bester von heute. Gestern (am Mittwoch, Anm. d. Red.) hat man gesehen, wie knapp es sein kann, wenn ich nicht bis zum Schluss fokussiert bleibe. Die lange Siegesserie macht mir keinen Druck, ich denke auch gar nicht groß darüber nach. Ich will einfach nur gut skifahren.“

Ergebnisse Skicross Weltcup 3 Zinnen Dolomites, 2. Rennen (22.12.2022)

Männer

  1. Reece Howden CAN
  2. Ryo Sugai JPN
  3. Niklas Bachsleitner GER
  4. Simone Deromedis ITA
  5. Marc Bischofberger SUI
  6. Joos Berry SUI
  7. Oliver Davies GBR
  8. Tobias Müller GER

Frauen

  1. Sandra Näslund SWE
  2. Andrea Limbacher AUT
  3. Fanny Smith SUI
  4. Sonja Gigler AUT
  5. Sixtine Cousin SUI
  6. Talina Gantenbein SUI
  7. Courtney Hoffos CAN
  8. Hannah Schmidt CAN
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