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Die Biomethan-Chancen

Das italienische Biogas Konsortium CIB, die Südtirolgas AG und die Handelskammer Bozen haben zur Veranstaltung „Agrarenergie in Südtirol: die Chancen der Biomethan-Verordnung“ eingeladen.

Die Veröffentlichung der Biomethan-Verordnung eröffnet neue Möglichkeiten für den Agrarsektor. Die im staatlichen Wiederaufbauplan (PNRR) festgelegten Maßnahmen sehen für die Entwicklung von Biomethan wichtige Investitionen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro vor.

Auch Südtirol kann somit verstärkt in eine Weiterentwicklung der Biogasanlagen investieren. Bei der gestrigen Veranstaltung erhielten die Teilnehmer/innen Informationen zu den Chancen von Biomethan und den neusten rechtlichen Bestimmungen der Biomethan-Verordnung vom 15.09.2022.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Handelskammer Präsident Michl Ebner: „Südtirol nimmt bei der bürgernahen und dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Fernwärme und Biogas eine Vorreiterrolle ein. So gibt es in unserem Land bereits mehr als 30 Biogasanlagen, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Handelskammer Bozen ist es ein Anliegen, über die Möglichkeiten zur Ausschöpfung und Weiterentwicklung dieses Potenzials zu informieren.“

Ing. Michele Gilardi, Direktor der Südtirolgas AG, hat in seinem Vortrag über das Potenzial von Biomethan in Südtirol gesprochen. Dabei lag der Fokus auf der Rolle des Netzbetreibers, Biomethananlagen mit den Kunden der hard-to-abate Bereiche zu verbinden, das heißt mit jenen Kunden, die nur schwer auf erneuerbare Energien umstellen können.

Südtirol verfügt über ein großes Entwicklungspotential von landwirtschaftlichem Biogas und Biomethan. Christian Curlisi, Direktor des italienischen Biogas-Konsortiums CIB, erklärte: „Vor allem in Zeiten der Energiekrise sind für unser Land die Entwicklung von erneuerbaren Energien, Biogas, Biomethan sowie die Energiegemeinschaften und ihre damit verbundenen Chancen prioritär“. Dies erfordert sowohl die Beschleunigung von Verwaltungsverfahren als auch klare und sichere Bestimmungen, die es ermöglichen, Investitionen in kurzer Zeit zu tätigen. Des Weiteren sind auch wettbewerbsfähige und übergreifende Maßnahmen notwendig, welche das Wachstum der Branche fördern und zur Errichtung der Energieunabhängigkeit des Landes beitragen. Auch der ökologische Wandel soll dabei nicht vernachlässigt werden.

Zudem wurden den Anwesenden Auskunft über die vom CIB-Service angebotenen Dienstleistungen gegeben, wie zum Beispiel die Nachhaltigkeit von Biomethan, PNRR-Ausschreibungen, Verfahren und Neuerungen des neuen Fördersystems. Manfred Gius von der Biogas Wipptal berichtete über die Entstehungsgeschichte der ersten Biomethan-Anlage Südtirols. Des Weiteren erklärte er, wie Bio-LNG, ein CO2-neutrales Flüssiggas, das an LKW und Tankstellen abgegeben werden kann, für den Eigenantrieb und darüber hinaus genutzt werden kann.

Daraufhin tauschten sich in einer von Caterina Nigo (CIB) moderierten Diskussion Serena Vanzetti von der Genossenschaft Speranza und Joseph Mayr von der Biogas Wipptal über ihre Erfahrungen bei der Herstellung von landwirtschaftlichem Biomethan aus.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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