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„Reserven aktivieren“

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Südtirols Arbeitsmarkt hat sich in allen Sektoren erholt, dennoch steht man in Zukunft vor großen Herausforderungen – wie der demografischen Entwicklung. 

von Lisi Lang

Ein Beschäftigungs-Boom, weniger Arbeitslose als vor der Pandemie und wieder mehr Normalität: Am Freitag haben Landesrat Philipp Achammer und der Abteilungsdirektor des Arbeitsmarktservice, Stefan Luther, den Arbeitsmarktbericht für den Zeitraum Mai bis Oktober 2022 vorgestellt. Und die zentrale Aussage ist einfach und deutlich: Alle Sektoren haben sich vollständig erholt. „Wir hatten noch nie so viele Beschäftigte“, sagt Stefan Luther, der diesen Beschäftigungs-Boom in erster Linie auf das Gastgewerbe mit einer guten Sommersaison zurückführt. „Aber sowohl befristete als auch unbefristete Arbeitsverhältnisse sind gewachsen – und das ist durchaus positiv zu bewerten“, so Luther.

Zu den Daten: Im Sommerhalbjahr hat die Anzahl der Arbeitsverträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,6 Prozent zugenommen. Dazu trägt das Gastgewerbe mit einem Plus von 14 Prozent wesentlich bei. Entsprechend sinkt der prozentuelle Zuwachs ohne den Bereich der Gastwirtschaft auf 0,7 Prozent.

Der Wirtschaftssektor mit dem stärksten Arbeitskräfterückgang (-1,7 Prozent) ist hingegen das Sozialwesen. Abnehmend zeigen sich zudem der Bau, die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie das Gesundheitswesen.

Im Zeitraum Mai-Oktober 2022 sind durchschnittlich 13.148 Personen in den Arbeitslosenlisten der Arbeitsvermittlungszentren eingetragen; davon sind 8.003 Frauen und 5.145 Männer. Im Vergleich zum bereits von der Erholung auf dem Arbeitsmarkt gekennzeichneten Sommerhalbjahr 2021 entspricht dies einem weiteren Rückgang von 16,4 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt auf 3.561 Personen.

Die eingetragenen Arbeitslosen stammen vor allem aus den saisonsgeprägten Sektoren – 80 Prozent der Arbeitslosen waren vorher entweder im Gastgewerbe, im Handel oder in den verbleibenden Dienstleistungssektoren beschäftigt.

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