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Klarer Sieg für Unterberger

Der SVP-Sitz

Julia Unterberger, Manfred Schullian und Dieter Steger – das sind die Kandidaten, die die SVP-Ortsobleute am Dienstag gewählt haben. Albrecht Plangger verliert demnach seinen Sitz in der Abgeordnetenkammer. 

Die SVP-Ortsgruppen haben entschieden:

Am Dienstagabend haben die Ortsobleute abgestimmt, wer für die SVP bei den Parlamentswahlen für den Senat und die Kammer kandidieren soll.

Dieter Steger

Das Interesse war enorm groß. 98,47 Prozent der Ortsobleute haben sich an der landesweiten Urnenwahl beteiligt.

Gegen 23.00 Uhr stand dann das Ergebnis fest:

Julia Unterberger, Manfred Schullian und Dieter Steger haben sich bei den Vorwahlen durchgesetzt.

Die „Störkandidaten“ Martin Ganner und Lorenz Ebner, die massiv vom Tagblatt der Südtiroler unterstützt wurden, haben also verloren.

Julia Unterberger und Manfred Schullian im Quirinalspalast

Insbesondere Julia Unterberger erhielt großen Zuspruch.

Sie konnte sich mit 75 Prozent der Stimmen als Kandidatin im Senatswahlkreis Meran gegen den ehemaligen Burggräfler Bezirksobmann Martin Ganner (24,4 Prozent) durchsetzen.

Deutlich knapper war das Rennen um den Kammerwahlkreis Süd.

Der Kalterer Abgeordnete Manfred Schullian setzte sich mit 52,78 Prozent der Stimmen nur hauchdünn gegen Lorenz Ebner (46,67 Prozent) durch.

Damit ist es den konservativen Kräften in der SVP nicht gelungen, die Position des Landeshauptmannes in der Partei zu schwächen.

Die Kandidaten, die dem konservativen Flügel angehören, konnten sich nicht durchsetzen. Insbesondere das Ergebnis von Unterberger ist ein deutlicher Vertrauensbeweis für die Senatorin und den LH.

Albrecht Plangger

Deutlicher als erwartet fiel das Duell um den Kammerwahlkreis im Verhältniswahlrecht aus.

Allein in diesem Duell konnten alle Ortsgruppen mitwählen. Am Ende behielt Dieter Steger mit 60,82 Prozent die Oberhand.

Damit wird Albrecht Plangger, der nur 38,6 Prozent der Stimmen erhalten hat, nicht erneut kandidieren und seinen Posten in der Abgeordnetenkammer verlieren.

Der Vinschgau verliert somit seine Vertretung in Rom.

Bereits vor der Wahl stand fest, dass auch Renate Gebhard (Kammerwahlkreis Nord, 97,9 Prozent) und Meinhard Durnwalder (Senatswahlkreis Brixen, 92,19 Prozent) für die SVP kandidieren werden.

Das Ergebnis im Überblick:

Senatswahlkreis Brixen: Meinhard Durnwalder wurde als SVP-Kandidat bestätigt (92,19 Prozent);

Senatswahlkreis Meran: Julia Unterberger (75 Prozent) setzte sich gegen Martin Ganner durch (24,40 Prozent);

Kammerwahlkreis Süd (U3):
Manfred Schullian (52,78 Prozent) behauptete sich gegen Lorenz Ebner (46,67 Prozent);

Kammerwahlkreis Nord (U4):
Renate Gebhard wurde als SVP-Kandidatin bestätigt (97,90 Prozent);

Kammerwahlkreis Verhältniswahl:
Dieter Steger (60,82 Prozent) lag vor Albrecht Plangger) (38,60 Prozent); somit ist er SVP-Listenführer.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (16)

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  • brutus

    Bezirksobfrau Pamer hat so über den Vinschgau gewettert weil er nicht Frau Unterberger unterstützen wolle! Dabei hat sie selbst ihre Hausaufgaben nicht gemacht und den Vinschgau, laut Wahlergebnis, im Regen stehen gelassen!

  • artimar

    Die Bisherigen, Julia Unterberger, Manfred Schullian, Renate Gebhard, Meinhard Durnwalder und höchstwahrscheinlich auch Dieter Steger behalten also, wie nicht anders zu erwarten, durch diese Nominierung das Eintrittsbillet für ihre Amtspfründe in Rom. Selbst für Schullian hat es gereicht, obschon er eigentlich noch im März 2022 selbst erklärte: „Das ist nicht die Partei, in deren Namen ich die Interessen aller Südtiroler in Rom vertreten möchte.“
    Das mediale Klappern der Unterberger, sogar mit Verschwörungserzählung, Selbst- und Opferinszenierung …, hat sich jedenfalls bezahlt gemacht. Der Zählkandidat Ganner nannte als Grund für seine Gegenkandidatur ja selbst „Mobilisierung“. Das Ziel einer hohen Wahlbeteiligung wurde zumindest parteiintern erreicht.

  • watschi

    war ja zu erwarten. die svp steht nun wirklich nicht fùr „neues“.

  • romy1988

    Wer sonst, wenn nicht Unterberger. Etwas anderes wäre nicht nachvollziehbar.

  • besserwisser

    man darf ja gespannt sein wie der parteiobmann das meiner nach taktisch unkluge vorgehen im unterland erklären wird. überall vorwahlen nur im wichtigsten bezirk nicht? die partei und der kandidat werden sich wohl eine klatsche abholen …
    wie ein unterlandler noch die svp wählen soll oder kann fragt man sich eh …
    – flughafen
    – 10 ha autobahnparkplatz
    – müllverbrennung für das trentino
    – offene zugtrasse durch das unterland

  • bettina75

    Ui, da haben die amici della merendina keinen Senator gekürt. Ein Abwärtstrend setzt ein.

  • prof

    Da einige hier schreiben, die SVP gewählten hätten in Rom sowieso nichts zu melden, könnte man es wohl mit Sven Knoll versuchen,er würde in Rom schon aufzeigen wo „der Bartl den Most holt“.

  • ostern

    Aber einen, der zu 50% abwesend ist brauchen
    wir nicht in Rom.

  • morgenstern

    Planggers Abgesang schluchts… schluchts… trän… trän…!!

  • dn

    Der Heiss könnte an Stelle Meinis nach Rom fahren, noch ist’s nicht entschieden. Auch unser Landl dürfte versuchen, in die Zukunft zu schauen, und nicht eine Politik zu betreiben, wie sie vor einem Jahrhundert noch vorherrschte (zumindest hintenrum). Allerdings passt die Meloni auch nicht in die Gegenwart, geschweige denn in die Zukunft. Die könnte ja die übrigen Giftgasgranaten in Äthiopien entsorgen – ganz nachhaltig.

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