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Das Magnet Südtirol

Nach zweijähriger Pause fand das traditionelle Sommertreffen der „Südtiroler in der Welt“ in Mals statt.

Die Vorsitzende der Südtiroler in der Welt, Luise Pörnbacher, konnte am Samstag über 210 Südtiroler:innen aus dem Ausland bei der Veranstaltung im Obervinschgau begrüßen.

Das Sommertreffen ist ein beliebter Anlass für ausgewanderte Südtiroler:innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sich wiederzusehen und auszutauschen.

Es fand heuer zum 35. Mal statt.

Jedes Jahr wird es in einer anderen Gemeinde Südtirols ausgetragen. Nach zweijähriger Pause fanden sich besonders viele Auslandssüdtiroler:innen ein und freuten sich auf einen gemeinsamen Tag in der alte Heimat.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die KVW Ortsgruppenvorsitzende aus Matsch Gertrud Telser Schwabl, sowie der Vorsitzenden der Südtiroler in der Welt, Luise Pörnbacher.

Anschließend begaben sich die Festgäste zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Pfarrkirche von Mals. Pfarrer Josef Stricker, ehemals geistlicher Assistent des KVW, ging in seiner Predigt auf den Begriff Heimat an.

Heimat sei ein Sehnsuchtsort, es sei aber nicht immer nur an einen Wohnsitz gebunden, sondern es seida, wo man sich wohlfühlt und verstanden wird. Die Verbundenheit mit Südtirol sei stark auch, wenn man schon lange irgendwo anders wohnt.

Der Gottesdienst wurde von den Malsern Weisenbläsern und Ernst Thoma an der Orgel musikalisch umrahmt.

Bürgermeister Josef Thurner lud anschließend die Festgäste in das Kulturhaus ein und stellte sein Dorf Mals, das Dorf mit vielen Fraktionen und Weilern und 7 Kirchen vor. Mals fühle sich geehrt, so viele Menschen willkommen zu heißen.

Dank der insgesamt 113 Vereine die es in Mals gibt, hat die Ausrichtung der großen Veranstaltung auch so gut geklappt. Der Bezirksvorsitzende des Vinschgau Heinrich Fliri schlug in dieselbe Kerbe und bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen für die wunderbare Organisation der Feier.

Anschließend richteten auch noch Landeshauptmann Arno Kompatscher und seine Stellevertreterin und Soziallandesrätin Waltraud Deeg einen herzlichen Gruß an alle aus.

Gerade diejenigen, die in die Welt hinausgezogen sind, kennen das Gefühl irgendwo neu anfangen zu müssen. Südtirol müsse deshalb auch offen sein für Menschen, die jetzt auf der Flucht sind, vor dem Krieg und vor Hungersnöten beispielsweise, und eine neue Heimat suchen.

„Ihr seid Botschafter für unser Südtirol: Die Heimat lässt euch nicht los, und wir lassen es auch nicht!“, so der Landeshauptmann in seiner emotionalen Ansprache. Es sei deshalb auch wichtig, dass sich auch jüngere Generationen, die im Ausland studieren oder arbeiten, in den Vereinen engagieren und so den Bezug zu Südtirol aufrechterhalten.

„Der Magnet Südtirol ist stark, aber wir brauchen diese Botschafter, schließlich gibt es nur 350.000 deutsch_ und ladinischsprachige Südtiroler“, so der Landeshauptmann.

Um sich weiter durchsetzen zu können, brauche es die Unterstützung aller, besonders aber auch von Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die Südtiroler in der Welt gelten als große Sympathieträger. Der Verein Südtiroler in der Welt, ist eine sehr wichtige Anlaufstelle, die allen Südtiroler:innen bei Fragen zur Auswanderung als auch zur Rückkehr offen steht.

Nach dem Mittagessen stand ein breites Nachmittagsprogramm zur Auswahl.

Man konnte sich zwischen einer Dorfführung durch Mals, einer Besichtigung mit Führung des Klosters Marienberg in Burgeis, oder einer Besichtigung mit Führung der Fürstenburg, ebenfalls in Burgeis wählen. Danach traf sich die Gesellschaft wieder zu Kaffee und Kuchen.

Nach dieser zweijährigen erzwungenen Pause, waren die Reaktionen und Rückmeldungen der Teilnehmer:innen durchwegs positiv.

Man trennte sich mit dem Versprechen beim nächsten Südtiroler in der Welt Sommertreffen 2023, dann in Sterzing, wieder dabei zu sein.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • wichtigmacher

    Wos soll der gonze Zinnober, die haben aus freier Entscheidung Südtirol verlassen, sollen sich im Ausland wohlfühlen…….

    • wichtigmacher

      „Vorsitzende der Südtiroler in der Welt“
      und hoffentlich finanziert dieser Verein nächstes mal den ganzen Aufwand selbst, damit nicht Südtiroler Steuerzahler dafür aufkommen müssen…..

  • wichtigmacher

    Herr Landeshauptmann, was nützt das ganze Schöngeschleime, man muss endlich mal Voraussetzungen schaffen, um fähige Südtiroler in der Haimet zu halten, wir hätten gute Leute, und wir brauchen gute Leute in Südtirol.

    Und wem es nicht passt, der soll sich verpissen, dann braucht es auch keine Feier mehr, welche von Südtiroler Steuerzahlern finanziert wird, für die, die damit nicht zurechtkommen,

  • wichtigmacher

    Oh vergessen, die sind ja alle noch wahlberechtigt in Italien/Südtirol, da lohnt sich die Präsenz allemahl…….

  • wichtigmacher

    „Der Magnet Südtirol ist stark, aber wir brauchen diese Botschafter, schließlich gibt es nur 350.000 deutsch_ und ladinischsprachige Südtiroler““

    Hallo Herr Landeshauptmann, wir brauchen keine Botschafter in der Welt, wir brauche fähige Leute in Südtirol – schaffen Sie endlich mal die Voraussetzungen dafür.
    Schließlich habe die alle mit Stipendien aus unseren Steuergeldern im Ausland Studiert

    • yannis

      @wichtigmacher,
      Du hast vergessen dass die von Dir verhassten Auswanderer in EU Ländern massig Steuern zahlen, die als EU Subventionen wiederum nach Südtirol/Italien zurück fließen
      Gegen diese Summen sind die Kosten dieser Treffen absolute Penaut’s
      Und sicherlich haben diese Leute durch ihren Aufenthalt einiges an Geld / Steuern da gelassen, die werden sogar als Touristen angesehen und dürfen sogar, quasi als Einheimische auch brav die Tourist-Tax bezahlen.

    • yannis

      Ach noch was,
      Dadurch dass sie via AIRE-Liste in den Heimatgemeinde gemeldet sind, kassiert auf deren Köpfen die Gemeinde alles Mögliche an Geldzuweisungen, obwohl dieser Personenkreis in der Gemeinde, weder z.B den Kindergarten, Abflusskanal usw. usf. in Anspruch nimmt.
      Was meinst wohl was ein Akademisch gebildeter Südtiroler in DE, AT usw. auf sein Einkommen Steuern zahlt ???

  • ronvale

    @Wichtigmacher

    Es sind nicht nur die Stipendien, welche sich Länder sparen, in die man auswandert. Es sind die gesamten Bildungs- und Ausbildungskosten, welche der italienische Steuerzahler schultert und den Ländern, in welche vielfach Akademiker und gute Handwerker dann das BSP erhöhen, zu gute kommen.

    Der einzige gescheite Arbeitgeber in Südtirol war schon immer der Staat und die Landesverwaltung. Damit kluge Köpfe dableiben, muss sich auch die Mentalität von „Padre-Padrone“ in ein zeitgemäße Unternehmensführung wandeln.

  • yannis

    Tja,
    Warum wohl sind diese Südtiroler ausgewandert,
    Ganz einfach weil sich für die meisten in Südtirol keine Existenz-Grundlage fand.
    Anständige Arbeitsbedingungen schaffen und nicht jeden Ausländischen Arbeitssklaven bevorzugen……….!!!

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