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Die große Verunsicherung

Alfred Ebner

An den Schaltern des AGB/CGIL häufen sich die Proteste wegen der langen Wartezeiten für die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit, die für die Zahlung des Pflegegeldes erforderlich ist.

Von der Einreichung des Antrags bis zum Abschluss des Verfahrens vergehen mehrere Monate, erklärt Gabiella Bisacco vom LGR/SPI, mit Ausnahme der Sonderregelung, die für schwere unheilbare Krankheiten vorgesehen ist.

„Für viele Familien, die mit einem plötzlichen Pflegefall konfrontiert sind, ist dies ein Problem, auch wenn im Falle eines erfolgreichen Antrags die Nachzahlung vorgesehen ist“, sagt Bisacco.

Der LGR/SPI berichtet, dass sich immer mehr Familien an die Gewerkschaft wenden, denen es, auch aufgrund der gestiegenen Inflation, schwerfällt, diese Wartezeit wirtschaftlich zu überbrücken.

Wer pflegebedürftig ist, muss vom ersten Tag an betreut werden, was mitunter mit hohen Kosten verbunden ist, wie z. B. für die monatlichen Ausgaben einer Pflegekraft.

Hinzu kommt die Ungewissheit über den Ausgang des Antrags und die Einstufung, nach der sich für eine Familie erhebliche wirtschaftliche Unterschiede ergeben können.

Dies beeinträchtigt die Familien, längerfristige Entscheidungen zu treffen, die zumindest teilweise mit dem vom Fonds anerkannten Betrag zusammenhängen, so die Gewerkschaft.

Der LGR/SPI hat zwar Verständnis für die Schwierigkeiten das erforderliche Personal zu finden, auch angesichts der hohen Zahl von Bürgern, die zu Hause gepflegt werden, fordert aber, dass diesem wichtigen und in Italien einzigartigen Dienst größte Aufmerksamkeit geschenkt wird. „Wir fordern die Politik auf, dieses Problem als eine Priorität zu behandeln, die angegangen und gelöst werden muss, eventuell auch mit Ad-hoc-Maßnahmen, um die Wartezeiten zu verkürzen. Längerfristig müssen wir sicherlich die Personalausstattung verbessern. Die Gewerkschaft ist natürlich offen für eine Diskussion über die zukünftigen Perspektiven“, schließt der Generalsekretär der Rentnergewerkschaft im AGB/CGIL, Alfred Ebner, in einer Aussendung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • criticus

    Ja, Politiker müsste man sein, für diese nimmersatte Kaste erledigen sich manche Gesetze und Nachzahlungen über Nacht. Erstaunlich auch, wie lange ältere Personen deren Partner verstorben sind, auf die Hinterbliebenenrente warten müssen. Die Schwächsten zahlen leider immer mehr drauf!

  • foerschtna

    Es handelt sich bei den Pflegegeldempfängern offensichtlich um eine noch zu kleine Wählergruppe.

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