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„Leute sind stuff“

Der Gemeinderat von Neumarkt hat sich einstimmig für eine Stilllegung der Schottergrube St. Florian ausgesprochen. Die Landesregierung ist derweil dabei, den Ausfall aufgrund der archäologischen Funde zu quantifizieren. 

von Lisi Lang

Seit einigen Wochen schon richten Anrainer und Vertreter der Gemeinde- und Landespolitik erneut den Fokus auf das Schotterwerk St. Florian in Laag. Denn die Ankündigung, dass die Konzession für das Schotterwerk wegen der archäologischen Funde über den eigentlichen Endtermin am 7. September 2022 hinaus verlängert werden könnte, sorgt für ordentlich Stunk. Nicht zuletzt, weil sich die Anrainer seit Jahren – auch mit einer Unterschriftenaktion – dafür einsetzen, dass das Werk im kommenden Jahr stillgelegt wird.

Dieser Forderung einer termingerechten Schließung haben auch zwei Beschlussanträge aufgegriffen, die im Gemeinderat von Neumarkt bzw. im Landtag diskutiert wurden. Aber während jener im Gemeinderat einstimmig angenommen wurde, ist die Position im Landtag, wo ein nahezu identischer Beschlussantrag hinterlegt wurde, nicht so eindeutig.

Am Dienstagabend hat der Gemeinderat von Neumarkt den Beschlussantrag „Grundsatzbeschluss der Gemeinde zur Schließung des Schotterwerkes Laag innerhalb 7. September 2022 und gegen eine zukünftige Baustelle für die Zulaufstrecken des BBT an dieser Stelle“ der Fraktion Bündnis einstimmig genehmigt – und damit ein klares Zeichen gegen eine weitere Verlängerung der Konzession gesetzt. „Das ist wirklich ein großer Erfolg“, freut sich Peter Kasal, Sprecher der Fraktion Bündnis, der sich doch etwas überrascht darüber zeigt, dass der Beschlussantrag einstimmig angenommen wurde. „Es war wichtig, dass wir als Gemeinde ein Zeichen setzen und ich glaube, durch diese einstimmige Entscheidung ist uns das gelungen“, sagt Kasal. Man müsse die Bevölkerung endlich transparent informieren, „und auch hinsichtlich der BBT-Baustelleneinrichtung fordern wir als Gemeinde klare Informationen“, unterstreicht der Fraktionssprecher vom Bündnis.

Auch die Bürgermeisterin sieht es als starkes Zeichen an, dass der Gemeinderat geschlossen hinter diesem Beschlussantrag steht. „Wir sind natürlich auch dafür, dass der Konzessionstermin ausläuft“, sagt Karin Jost. „Uns ist aber auch klar, dass das Unternehmen Einbußen hatte und  die Landesregierung voraussichtlich einer Verlängerung zustimmen wird – wir sind aber dennoch dagegen, haben aber leider keine Kompetenzen und auch kein Mitspracherecht“, sagt die Bürgermeisterin vonNeumarkt, die zudem stark hofft, sofern es eine Verlängerung gibt, dass diese nur für einen kurzen Zeitraum gilt. „Der zuständige  Landesrat hat ein Schätzgutachten in Auftrag gegeben, welches die Zeitspanne für eine eventuelle Verlängerung berechnen soll“.

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