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Wie die Schweiz

Sven Knoll

Sven Knoll (STF) bezeichnet die Volksabstimmung über die Corona-Maßnahmen in der Schweiz als gutes Beispiel dafür, wie man die Bürger in Entscheidungen einbinden könnte.

Am vergangenen Wochenende fand in der Schweiz eine Volksabstimmung über die aktuellen Corona-Maßnahmen statt.

Mit einer Mehrheit von 62,01 Prozent hat sich die Bevölkerung dabei für die Maßnahmen des Grünen Passes ausgesprochen.

Die Schweizer konnten somit selbst darüber entscheiden, welche Corona-Regeln in ihrem Land gelten sollen.

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet diese Volksabstimmung als gutes Beispiel dafür, wie man auch in Südtirol die Bürger in Entscheidungen einbinden könnte, denn die aktuelle Spaltung der Gesellschaft sei auch darauf zurückzuführen, dass alle Corona-Maßnahmen bisher über die Köpfe der Menschen hinweg verordnet wurden. „Niemand hat die Bürger je gefragt, ob sie damit überhaupt einverstanden sind“, so Knoll.

Die aktuellen Corona-Maßnahmen seien tiefgehende Einschnitte in die Grund- und Freiheitsrechte der Bürger, umso wichtiger sei es daher, dass die Bürger nicht einfach diktatorisch vor vollendete Tatsachen gestellt werden, sondern aktiv mitentscheiden können, so der Landtagsabgeordnete.

In Südtirol verkünde die Landesregierung jedoch seit Wochen nur mehr, dass die Vorgaben, die Rom macht, in Südtirol umgesetzt werden. „Rom entscheidet somit, welche Maßnahmen in Südtirol gelten. Ob und unter welchen Voraussetzungen Menschen zur Arbeit dürfen, ob die Grenzen geschlossen werden, ob man Familienangehörige treffen darf, ja sogar, ob die eigene Gemeinde oder das eigene Haus noch verlassen werden dürfen. „Die Bürger und auch der Landtag wurden und werden zu alledem nicht befragt“, so Knoll.

Es gehe nicht darum, zu jeder Kleinigkeit eine Volksabstimmung abzuhalten, zumal manche Entscheidungen schnell getroffen werden müssen, wenn es sich aber um Maßnahmen handelt, die die Bürger in ihren Grundrechten massiv beschneiden, wenn ganze Bevölkerungsschichten diskriminiert werden, wenn Bürger in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet werden und Strafen für Maßnahmen verhängt werden, die medizinisch gar keinen Sinn machen, dann dürfe dies nicht ohne Zustimmung der demokratisch gewählten Institutionen bzw. ohne Befragung der Bevölkerung erfolgen. Die Schweiz habe gezeigt, dass es auch anders geht.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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