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Tod im Aufzug

Das Ergebnis des Beweissicherungsverfahrens zum Tod von Elisabeth Haller in einem Aufzugschacht des Meraner Hotels Adria entlastet Eigentümerin und Hausmeister.

Elisabeth Haller, 56, überlebte den tragischen Unfall drei Wochen. Am 19. Mai dieses Jahres verstarb die Raumpflegerin an den Folgen der schweren Verletzungen, die sich im Aufzugschacht ihre Arbeitsplatzes im Hotel Adria in Meran/Obermais zugezogen hatte.

Ein absurder Arbeitsunfall: Haller wurde im Aufzugsschacht von einem Gegengewicht des Aufzugs getroffen, in den ein Kollege eingestiegen war.

Die Staatsanwaltschaft nahm nach dem Tod Hallers Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen die gesetzliche Vertreterin des Hotels und den dortigen Hausmeister auf.

Diese werden nun von einem Gutachten des Vintler Ingenieurs Markus Gasser in einem Beweissicherungsverfahren vor Voruntersuchungsrichter Peter Michaeler weitgehend entlastet.

Gasser kam zum Schluss, dass Haller und ihr Kollegen einen unbefugten Eingriff an dem steckengebliebenen Aufzug vorgenommen hatten. Nämlich, indem eine 20 Kilo schwere und einen Mal einen Meter große Plexiglasverkleidung von dem Aufzug abgenommen wurde. Hierfür mussten 20 Schrauben geöffnet werden.

Die beiden Angestellten waren aber laut Dienstordnung nicht befugt, diese Arbeiten am Aufzug vorzunehmen, dafür sei allein die Aufzugsfirma Schindler zuständig gewesen, schreibt Gasser in seinem mehrere hundert Seiten dicken Gerichtsgutachten.

Mit dessen Fertigstellung ist das Beweissicherungsverfahren abgeschlossen, die Akten gehen zurück an die Staatsanwaltschaft, die über eine Anklage bzw. Archivierung befinden muss.

Wie es aussieht, sind die aktuellen Tatverdächtigen nun entlastet.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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