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Der Teil-Lockdown

Die Landesregierung will 18 Gemeinden mit hoher Inzidenz und niedriger Impfquote zu roten Zonen erklären: Bars und Restaurants sollen um 18 Uhr schließen müssen.

18 Südtiroler Gemeinden weisen derzeit eine hohe Sieben-Tage-Inzidenz über 500 auf. Gleichzeitig ist die Impfquote in diesen Kommunen äußerst niedrig.

Die Landesregierung will die 18 Gemeinden nun zu roten Zonen erklären. Damit einhergehen würde eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Geplant ist, dass in den betroffenen Gemeinden Bars und Restaurants wieder um 18 Uhr schließen müssen, voraussichtlich auch die Geschäfte. Es soll überall eine rigorose Maskenpflicht gelten, auch im Freien. Events sollen dort vorerst nicht gestattet werden.

Die betroffenen Gemeinden wären Rodeneck, St. Pankraz, St. Ulrich, Natz-Schabs, Martell, Laas, Pfalzen, Graun, Schnals, Terenten, Partschins, Ritten, Schlanders, Mühlbach, Vintl, Andrian, Latsch und Lüsen.

Man wolle nicht alle BürgerInnen des Landes in der gleichen Weise treffen, sondern Gemeinden mit einer hohen Impfquote vor Verschärfungen bewahren, heißt es aus der Landesregierung.

Geht es nach Sanitätslandesrat Thomas Widmann, sollen die Maßnahmen bereits kommende Woche in Kraft treten. Der Teil-Lockdown soll für mindestens zwei Wochen gelten.

„Machen wir uns nichts vor: Die Corona-Lage hat sich in den vergangenen Wochen drastisch verschlechtert, wir sind mitten in der vierten Welle“, sagte Widmann auf der Pressekonferenz im Anschluss der Sitzung der Landesregierung. Südtirol stehe „kurz davor, dass uns die Situation entgleitet“.

LH Arno Kompatscher appellierte an die Bürger, die AHA-Regeln und die Green-Pass-Vorschriften einzuhalten. Auf nicht notwendige Zusammenkünfte solle man vorerst verzichten, Feste auf den Frühling verschieben. Man wolle nicht in eine Situation kommen, „in der wir wieder alles zumachen müssen“.

Man sei derzeit in engem Kontakt mit der Regierung in Rom, um abzuklären, welche Maßnahmen jetzt schon ergriffen werden können.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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