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Grüne Projekte

Leader-Projekte werden künftig nur mehr gefordert, die den Fokus auf die Nachhaltigkeit legen und den Zielen des „Green Deal“ der EU entsprechen.
Unter dem Motto „Everyday for Future / Gemeinsam für die Nachhaltigkeit“ hat sich das Land Südtirol mit seiner vor kurzem vorgestellten Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, jeden Tag für eine bessere Zukunft zu nutzen, um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen.
„Während in Glasgow noch über wirksame Maßnahmen zum Schutz des Klimas diskutiert wird, setzen wir im Landtag konkrete Schritte“, freut sich SVP-Landtagabgeordnete Jasmin Ladurner.

Ladurner hat dem Landtag einen Beschlussantrag vorgelegt, der die Verwendung der Leader-Gelder nur mehr für Projekte vorsieht, die den Fokus auf die Nachhaltigkeit legen und den Zielen des „Green Deal“ der EU entsprechen. „Der Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft wird nicht von allein passieren. Daher müssen Anreize geschaffen werden“, ist Ladurner überzeugt.

Die Europäische Union hat sich mit dem „Green Deal“ zum Ziel gesetzt, der erste klimaneutrale Kontinent zu werden und den Umbau der Wirtschaft hin zur Nachhaltigkeit in allen Bereichen entscheidend voranzubringen. Die europäische Wirtschaft soll bis 2050 keine Netto-Treibhausgase mehr ausstoßen, ihr Wachstum von der Ressourcennutzung abkoppeln und niemanden, weder Mensch noch Region, im Stich lassen.

Die Landesregierung hat mit der Nachhaltigkeitsstrategie ein Instrument geschaffen, das sich an den Zielen des „Green Deal“ und den Zielen der 2015 von der 193 UNO-Mitgliedstaaten verabschiedeten Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und deren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – kurz SDG genannt) orientiert.

„Da Land und EU am selben Strang ziehen, sollten wir auch bei den EU-Förderungen beginnen die hehren Vorsätze auch in die Tat umzusetzen. Gerade in diesen Tagen findet in Glasgow die Weltklimakonferenz statt. Der Vorwurf an die Politik ist dabei immer derselbe: Es wird viel geredet, aber wenig getan. Mein Beschlussantrag sieht vor, dass endlich konkret etwas getan wird. In diesem Fall bei den Fördergeldern für Leader-Gebiete“, erklärt Ladurner ihren Vorstoß.

Als spezifisches Förderprogramm für ländliche Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf ermöglicht das Leader-Programm die Unterstützung innovativer Projekte zur Entwicklung unterschiedlicher Lebens- und Wirtschaftsbereiche im ländlichen Raum unter direkter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung. Die Leader-Gebiete Südtirols im Zeitraum 2014-2020 sind: Eisacktaler Dolomiten, Pustertal, Sarntaler Alpen, Südtiroler Grenzland Vinschgau und Wipptal.

„Wenn wir die Nachhaltigkeitsziele des Landes rechtzeitig erreichen wollen, gilt es jetzt konkrete Maßnahmen zu setzen. Die Verknüpfung von öffentlichen Fördergelder mit der Erfüllung der grundsätzlichen Nachhaltigkeitskriterien ist eine konkrete und schnell umsetzbare Maßnahme. Sukzessive müssen dann weitere Fördermittel von EU und Land Südtirol an die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien geknüpft werden“, fordert Ladurner. Der Beschlussantrag wurde mit großer Mehrheit genehmigt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • goggile

    WIE KANN MAN NUR EINE SCHWARZE VOLLGEFÄRBT MIT CHEMIKALIEN MASKE TRAGEN ZND DANN VON GRÜNEN PROJEKTE LEIJERN?

    JUPI JUPIJUPI KRONEFREI

  • treter

    Nachdem dieser Beschlussantrag genehmigt wurde darf die Landesregierung nie und nimmer die geplante Bauleitplanänderung Auwaldrodung Brixen für ein 3D-Betondrucker-Industriegebäude der Firma Progress genehmigen! Ansonsten verliert die Politik ihre letzte Glaubwürdigkeit! Darf daran erinnern dass die Mehrheit im Landtag im Frühjahr 2020 einen Beschlussantrag zur Rettung des Auwaldes abgeschmettert hat!!!
    NB. Wälder sind im Kampf gegen den Klimawandel extrem wichtig da sie gigantische CO2 Speicher sind!

  • enfo

    Jasmin, du bisch uanfoch super. Von Südtirol aus rettmor die Welt, zusammen!
    Nur schade, dass die andere Hälfte der SVP genau das Gegenteil tut.

    • yannis

      @enfo,
      Natürlich rettet Südtirol die Welt, mit noch mehr Tourismus, noch mehr Apfelbäume auf jeden noch nicht verbauten Quadratmeter Grund, noch mehr Skipisten / Schneekanonen, zusammengefasst noch mehr Resourcen Verbrauch…..

      Ironie aus !

  • robby

    Könnte unsere Landesregierung und der Landtag endlich damit aufhören jeden Furz mit Anglizismen aufzuhübschen? Das ist sowas von peinlich – vor allem wenn jeder weiss wie wenige Südtiroler wirklich die englische Sprache und Schrift beherrschen. Es wäre löblich, mehr Wert auf einen korrekten – fehlerfreien Gebrauch der deutschen Muttersprache zu legen.

  • heiterbiswolkig

    Das einzig „grüne“ in der Landesverwaltung is der GreenPass. So ehrlich sollten wir sein.

  • franz19

    Jetzt werben alle Politiker für Nachhaltigkeit..ist wohl eine Ansteckung, lange hätte man das schon fördern können, auch bei Neubauten wäre viel möglich gewesen…Aber jetzt wo die ganze Welt Wunder wirken will wacht auch die Frau Ladurner auf…Sie braucht eigentlich nur die Berichte der anderen Zeitungen zu übernehmen…
    Genau unsere Politiker, die allerhand Lebensmittel für Spitäler und Altersheime aus Norditalien einkaufen wo man diese Produkte vor der Tür kaufen kann…oder Wäsche nach Verona schickt zu waschen und hin und hertransportiert…
    Mit reden und lächeln rettet man nicht die Welt Frau Ladurner…

  • erich

    Bitte noch 5 Gremien die bei einem Projekt mitentscheiden müssen. Deutschland ist nicht mehr in der Lage eine Autobahn oder Flughafen zubauen, vor lauter Bürokratisierung wird nichts mehr umgesetzt.

    • treter

      @erich
      Gottseidank wird weniger umgesetzt! Und Sie reden auch noch von neuen Autobahnen und Flughäfen. Gerade diese verseuchen die Umwelt massiv! Solche Bauvorhaben gehören in Zeiten des rasanten Klimawandels sowieso total verboten!!!

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