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Never give up

Camille Thomas (Foto: Sonia Sieff)

Frauenpower im Konzertsaal: Das von der jungen Dirigentin Nil Venditti geleitete Haydn Orchester spielt Werke von Rossini, Mendelssohn und Fazil Say. Solistin ist die Ausnahmecellistin Camille Thomas.

Am 9. November um 20 Uhr spielen das Haydn Orchester und die französisch-belgische Cellistin Camille Thomas das zweite Konzert der Saison 2021/22. Am Pult steht an diesem Abend die italienisch-türkische Dirigentin Nil Venditti. Auf dem Programm stehen die Sinfonie aus der Oper „Semiramide“ von Gioachino Rossini, die dritte Sinfonie („Schottische“) von Felix Mendelssohn Bartholdy und „Never Give Up“ des türkischen Pianisten und Komponisten Fazil Say.

Mit diesem für Camille Thomas geschriebenen Konzert für Cello und Orchester reagierte Say auf Terroranschläge in Paris und Istanbul. 2018 trat Camille Thomas bei der Uraufführung des Werks in der französischen Hauptstadt als Solistin auf. 2020 „konzertierte“ sie während des Lockdowns auf Pariser Dächern – und auch diese spektakulären Live-Auftritte forderten angesichts der COVID-19-Pandemie dazu auf „niemals aufzugeben“.

Das Konzert des Haydn Orchesters wird am 11. November um 20 Uhr im Michael-Pacher-Haus in Bruneck wiederholt.

Die Dirigentin Nil Venditti wurde in Perugia als Tochter eines italienischen Vaters und einer türkischen Mutter geboren. Sie ist Erste Gastdirigentin des Orchestra della Toscana und arbeitet regelmäßig mit renommierten Klangkörpern wie der Philharmonie der Niederlande, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und dem Ensemble Ancyra aus Ankara zusammen. 2019 gab sie mit Kompositionen von Fazil Say, der zu diesem Anlass als Solist auftrat, ihr Debüt bei der Camerata Salzburg.

Von 2019 bis 2021 war sie bei der Philharmonie der Niederlande Assistentin von Marc Albrecht und debütierte mit diesem Orchester 2020 im Concertgebouw in Amsterdam.

Mit einer starken Affinität zum klassischen Kernrepertoire von Haydn, Mozart und Beethoven weitet Venditti ihren Spielraum auch auf den Bereich des Musiktheaters aus. So dirigierte sie Mozarts „Così fan tutte“, „Le nozze di Figaro“ und „Die Zauberflöte“ sowie Bizets „Carmen“ und Salieris „Prima la musica poi le parole“.

Venditti setzt sich aktiv dafür ein, neue Zielgruppen für klassische und zeitgenössische Musik zu begeistern. 2016 leitete sie in Matera die Open-Air-Aufführung von Nicola Campograndes Konzert für Publikum und Orchester, das die Zuhörerinnen und Zuhörer als Solisten mit einbezieht.

Camille Thomas wurde 1988 in Paris geboren. Im Alter von vier Jahren begann sie Cello zu spielen. 2006 ging sie nach Berlin, um bei Stephan Forck und Frans Helmerson an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zu studieren. Danach setzte sie ihre Ausbildung bei Wolfgang-Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar fort. Ihr internationaler Durchbruch erfolgte 2014, als sie bei den 21. Victoires de la Musique Classique – dem französischen Äquivalent der US-amerikanischen Grammy Awards – als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ nominiert wurde. 2017 unterzeichnete sie einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon.

Ihr Debüt-Album für dieses Label mit lyrischen Werken für Cello und Orchester aus der französischen Romantik erschien 2017 heraus. 2020 folgte „Voice of Hope“ mit der Ersteinspielung von Fazil Says „Never Give Up“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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