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Problematischer Schädling

Fichtenborkenkäfer (Foto: LPA)

Die rasante Vermehrung der Borkenkäfer sorgt in den Wäldern für große Probleme – und es ist zu erwarten, dass im nächsten Jahr zusätzliche Flächen befallen werden. 

von Lisi Lang

Der Borkenkäfer hat in Südtirols Wäldern einen immensen Schaden angerichtet und wird zunehmend zum Problem. Erst im September warnte die Forstabteilung vor einer Massenvermehrung des Borkenkäfers, da man nach einem unbeständigen, kühlen Frühjahr heuer mit der ersten Wärmewelle eine rasante Vermehrung der Borkenkäfer feststellen konnte. Die Auswertung der aufgestellten Lockstofffallen hatte im Monat Juni Spitzwerte von bis zu 28.000 Individuen erreicht.

Dass die Auswirkungen in den Wäldern spürbar und problematisch sind, bestätigen auch die Daten, die Landesrat Arnold Schuler der Freiheitlichen Landtagsabgeordneten Ulli Mair auf Anfrage übermittelt hat. Ulli Mair hatte nachgefragt, ob es eine Schätzung gibt, wie viel zusätzliches Schadholz aufgrund des Borkenkäferbefalls der letzten Jahre in Südtirol anfallen wird. „Die Schätzung seitens der Abteilung Forstwirtschaft mit Stand Ende September 2021 liegt bei ca. 600 ha betroffener Fläche“, schreibt Arnold Schuler. Davon liegen ca. 300 ha im Bezirk Bruneck und 120 ha im Bezirk Welsberg. Die restlichen Flächen verteilen sich in den üblichen Landesteilen. „Die betroffene Holzmasse könnte ca. 200.000 Vfm betragen“, erklärt der Landesrat.

Problematisch ist laut Schuler, dass die Borkenkäfer-Gradation heuer erst richtig angefangen habe und wahrscheinlich noch zwei bis drei Jahre andauern wird. „Es ist also zu erwarten, dass im nächsten Jahr zusätzliche Flächen befallen werden“, erläutert der Landesrat.

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