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Grünes Licht

Foto: lpa/STA

Die Pustertalbahn soll auf einem Drittel der Strecke zweigleisig ausgebaut werden. Nun wird die Machbarkeitsstudie erstellt.

Die Pustertalbahn soll abschnittsweise zweigleisig ausgebaut werden. Diesen Vorschlag von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider hat die Landesregierung befürwortet.

Die Infrastruktur gehört der italienischen Bahngesellschaft RFI. Im Rahmen des Green Deals und des nationalen Plans für Wiederaufbau PNRR setzen sich Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Alfreider in Rom dafür ein, dass Gelder auch für die regionalen Eisenbahninfrastrukturen in Südtirol investiert werden.

Zusätzlicher Regionalexpress-Zug und mehr Verbindungen

„Durch den zweigleisigen Ausbau der Bahn im Pustertal können wir für die Fahrgäste einen zusätzlichen Regionalexpress-Zug im Stundentakt von Bozen ins Pustertal einführen und sowohl in Brixen als auch in Bozen und Innichen können dann weitere weiterführende Verbindungen angeboten werden“, fasst Alfreider die angestrebten Vorteile zusammen. Allerdings werde dies ein langer Weg und das Vorhaben werde frühestens 2032 möglich sein, falls man jetzt die ersten Schritte setze, so der Landesrat.

Die Bahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel weiter auszubauen gehört zu den Grundsatzzielen der Mobilitätspolitik des Landes. „Unser Mobilitätsmanagement zielt auf mehr Nachhaltigkeit und somit Lebensqualität und Zukunftschancen für die Menschen und somit gilt es, alle Orte an die öffentlichen Verkehrsmittel anzubinden, wobei die Bahn als Rückgrat dient“, unterstreicht Landesrat Alfreider.

In einer Stunde von Bozen nach Bruneck

Ein passendes Fahrplanmodell zur Gleisdopplung hat eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Landes, der italienischen Schienennetzbetreiber RFI und der Südtiroler Transportstrukturen AG STA bereits simuliert und überprüft. Demnach könnten die Fahrgäste in einer Stunde von Bozen nach Bruneck fahren. Die Fahrzeit nach Innichen würde eine weitere halbe Stunde ausmachen. Die Schnellzüge würden ab Brixen in Mühlbach, Bruneck, Olang und Innichen halten; die Regionalzüge weiterhin an allen Bahnhöfen.

Ausbau auf einem Drittel der Pustertaler Bahnlinie

Geplant wäre der Ausbau laut Alfreider auf rund 22 der etwa 72 Kilometer langen Bahnlinie, und zwar in den Abschnitten Mühlbach-Vintl, kurz vor Kiens bis Bruneck, um Percha, von Welsberg bis zur Abzweigung Pragsund zwischen Toblach und Innichen.

Die Landesregierung hat nun die Landesabteilung Mobilität beauftragt, bei RFI die dringende Weiterführung des Vorhabens zu beantragen. RFI sollte dann in einem nächsten Schritt die Machbarkeitsstudie erstellen und den Ausbau der Linie der Pustertalbahn in die Programmvereinbarung Staat-RFI einfügen.

Arbeiten für die Bahn auch im Vinschgau und auf der Strecke Bozen-Meran

Auch im Vinschgau, wo die Bahn als Mobilitätsmittel nicht mehr wegzudenken sei, gehen laut Landesrat Alfreider die 2016 begonnenen Arbeiten für die Elektrifizierung voran. In Kürze werde auf der Strecke Meran-Töll gearbeitet und im kommenden Jahr dann auf der gesamten Strecke, sagt der Direktor der Abteilung Mobilität Martin Vallazza. Voraussichtlich wird 2023 der erste Zug durchs Vinschgau rollen.

Damit mehr Züge verkehren können und sich die Fahrzeit verringert, soll auch die Bahnlinie Meran-Bozenzweigleisig ausgebaut werden. „Hier sind wir schon einige Schritte weiter als im Pustertal, denn es läuft derzeit die Planung durch die italienische Bahngesellschaft RFI“, sagt Alfreider. Land, STA und RFI seien dazu ständig im Austausch, so der Mobilitätslandesrat.

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