Du befindest dich hier: Home » Politik » „Wir sind besorgt“

„Wir sind besorgt“

Josef Tschöll

Die Impfquote müsse in Südtirol dringend gesteigert werden, fordert der SVP-Wirtschaftsausschuss.

Die Mitglieder des SVP-Wirtschaftsausschusses auf Landesebene haben sich mit Gesundheitslandesrat Thomas Widmann getroffen, der sie über die aktuelle Situation betreffend die Corona- Lage in Südtirol informiert hat.

„Die vorliegenden Daten und die sich abzeichnenden Entwicklungen in den nächsten Wochen geben Anlass zu großer Sorge“, meinte der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft Josef Tschöll.

„Umso stärker müssen wir weiter Überzeugungsarbeit für die Impfung leisten: Diese ist der einzige Weg aus dieser Krise.“

Es brauche aber auch stärkere Kontrollen der bestehenden Vorschriften und ganz klare Vorteile für die Geimpften.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann beleuchtete die derzeitige Corona-Lage in Südtirol.

„Nach einem relativ langsam ansteigenden Trend geht es jetzt Schlag auf Schlag. Die aktiven Fälle haben sich in einem Monat mehr als verdoppelt, fünf Intensivpatienten sind allein in den letzten 15 Tagen dazugekommen. Acht belegte Intensivbetten wie an diesem Mittwoch hatten wir zuletzt Ende April dieses Jahres“, so Widmann.

Wenn man die erste Septemberwoche mit jener des Vorjahres vergleiche, so wurden 2020 insgesamt 69 positive Fälle entdeckt, in diesem Jahr waren es 504.

Auch in der Anzahl der belegten Intensivbetten zeige sich die intensivere Infektionsdynamik: Befanden sich 2020 während der gesamten ersten Septemberwoche stabil 6 Patienten in der Normalstation und 2 in Intensivbehandlung, so waren heuer zwischen 20 und 28 Patienten in der Normalstation beziehungsweise bis zu 8 Covid-Patienten in der Intensivstation.

„Die Herbstwelle hat uns heuer demnach früher erreicht“, so Widmann.

„Umso deutlicher wird die Situation, wenn man die Zahlen im Verhältnis zur ungeimpften Bevölkerung betrachtet: Waren 2020 alle 530.000 Südtirolerinnen und Südtiroler ungeimpft, so sind es heuer 190.000“, betonte der Landesrat.

In der Tat seien die Menschen, die derzeit eine Behandlung im Krankenhaus benötigen, zunehmend jung und ungeimpft.

In der nachfolgenden Diskussion wurde auch einmal mehr die Forderung nach verstärkten Kontrollen der Vorschriften und des Grünen Passes laut. „Einer weiteren Verschlechterung der Situation muss jetzt entschieden entgegengewirkt werden“, meinte Josef Tschöll.

Und da brauche es leider auch wesentlich strengere Kontrollen. „Manche Leute haben den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt: Ein weiterer Herbst mit großen Einschränkungen und Lockdowns können und wollen wir uns nicht mehr leisten.“

„Menschen, die noch keines der die Impfangebote in Anspruch genommen haben, müssen auf jeden Fall weiter aufgeklärt und sensibilisiert werden“, sagte Josef Tschöll. Die so genannte „Welle der Ungeimpften“ habe bereits begonnen und ziehe weite Kreise.

„Bei notwendigen Beschränkungen muss aber auch ganz klar zwischen Geimpften und Ungeimpften unterschieden werden: Es brauche klare Vorteile für Geimpfte“, forderte der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft. „Die diesbezüglichen Vorstöße der österreichischen Bundesregierung gehen in die richtige Richtung.“

„Die Wirtschaftstreibenden werden jedenfalls weiterhin ihren Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Epidemie leisten“, erklärte Josef Tscholl. „Und zwar indem Sie alle Maßnahmen für ein sicheres Arbeiten in ihren Betrieben umsetzen und Überzeugungsarbeit für eine Steigerung der Impfquote in der Südtiroler Bevölkerung leisten.“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

Lesen Sie die Netiquette und die Nutzerbedingungen

  • nochasupergscheiter

    Ich bitte mal die Geldgierigen herren sich den letzten talk im hangar 7 anzusehen…
    Geht auch online….
    Lockdown wegen erntehelfern… Ich lach mich weck… Armes südtirol

    • rumer

      Panik Panik Panik….
      dabei ist keine Panik mehr notwendig. 68% der Südtiroler sind schon geimpft. Dazu kommen noch die Genesenen, 50% der Bevölkerung von Südtirol hatte schon Corona. Somit sind schätzungsweise 85% der Bevölkerung immun gegen Corona. Dänemark hat nur 83% immunisiert und hat heute alle Coronabeschränkungen aufgehoben und den Green Pass ebenso.
      Ebenso Schweden, Holland und England.
      Auch bei uns ist die Corona-Pandemie vorbei, man muss nur rechnen können.
      Also liebe SVP: Panik einstellen.

  • bw

    „Die Wirtschaftstreibenden werden jedenfalls weiterhin ihren Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Epidemie leisten“, erklärte Josef Tscholl“. Die Bauern sind ja auch im SWR-wo bitte, haben die Bauern ihren Beitrag geleistet, als es darum ging Erntehelfer getestet oder geimpft ins Land zu holen?

  • owl

    Es ist ja schön und gut, wenn unsere Eliten „besorgt sind“.

    Ich frage mich nur, warum man dann sehenden Auges das Virus „importiert“, indem Ungeimpfte ins Land geholt werden?
    Fast ein Jahr lang hätte man sich darauf vorbereiten können: Mittels Test, Screening, 2G-Regel, etc.

    Bei der eigenen Bevölkerung nimmt man es genau – aber wenn’s ums Geld geht, ist es mit der eigenen Überzeugung die tagtäglich hinausposaunt wird, nicht mehr ganz so weit her.

    Die „Welle der Erntehelfer“ hat bereits begonnen.

  • franz1

    Do Tscholl a wiederamol am Zug?
    Jo die Hintobänkla miaßn ob und zu in die Öffentlichkeit, ansunschtn werden sui komplett vogessn…

  • criticus

    Herr Tscholl und was ist mit den Erntehelfern. Da können Sie mal ihre Parteigenossen an der Nase ziehen, oder fehlt ihnen dazu der Mut? Und straft endlich mal die Beamten, die mit gefälschten Testergebnissen herumrennen. Behördenstempel sollte aufscheinen und Zahlungsbestätigung für den Test sollten genauso vorzuweisen sein. Dann wird sich einiges ändern.

  • treter

    Den Tscholl oder Tschöll? heb i schun long nimmer!!! Der geaht mir mit seine Sprüch gewoltig afn Sock!! I tat die SVP dringend bitten an nuien Wirtschoftsvorsitzenden zu wählen! Vielen, vielen Dank im Voraus!!

  • andimaxi

    Der Tscholl har keinen Beitrag geleistet, nur große Klappe und abkassiert. Wirtschaftsberater. Keine Sekunde weniger gearbeitet während des Lockdowns. Keinen Cent weniger kassiert. Dazu noch herumgeeiert wegen Hasskommentaren im Netz. Bis sein Sohn Michael auch als Pöbler im Netzt entlarvt wurde.
    Team Tscholl: Große Klappe und Schlaumeierei. Sonst nichts dahinter.

  • leser

    Der tscholl hat ein glück und hat das privileg vom grossen widmann aus erster hand informiert zu werden

  • luis2

    Die Corona Zeitung hat wieder einen gefunden zur Panikmache.
    Arme Gesellschaft die denen was abkaufen.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2021 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Privacy Policy | Netiquette & Nutzerbedingungen | AGB | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen