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„Nur ein Strich“

Sven Knoll

V0r 60 Jahren wurde die Berliner Mauer errichtet. Der Fall der Mauer beweise, dass Staatsgrenzen jederzeit wieder abgeändert werden könnten, so die STF.

Heute vor 60 Jahren wurde in Berlin die Mauer errichtet, mit der die Teilung Deutschlands endgültig vollzogen und Deutsche in Westen von Deutschen im Osten getrennt wurden.

„Bis zum Fall der Mauer 1989 waren sich Politiker und Experten einig, dass die Teilung Deutschlands nicht mehr rückgängig zu machen sei, die Geschichte kam bekanntlich anders“, so Sven Knoll.

Die Süd-Tiroler Freiheit erinnert anläßlich des  Gedenktages daran, dass Staatsgrenzen „nur ein Strich auf der Landkarte“ sind, die jederzeit auch wieder friedlich abgeändert werden könnten. „Auch Südtirol kann niemand zwingen, auf ewig bei Italien zu verbleiben“, so Knoll.

Die Berliner Mauer seiheute für viele Menschen nur mehr eine blasse Erinnerung, doch die Corona-Krise habe  gezeigt, dass die Staatsgrenzen in Europa nicht verschwunden sind. „Ganz im Gegenteil! Gerade in Krisenzeiten werden die verheerenden Auswirkungen von Staatsgrenzen sichtbar“, so Knoll.

Der STF-Politiker schreibt weiter:

„Südtirol hat in den letzten Monaten deutlich zu spüren bekommen, was es heißt, auf der falschen Seite der Grenze zu stehen. Italien hat keinerlei Rücksicht auf die grenzüberschreitenden Lebenssituationen in unserem Land genommen und die Staatsgrenze einfach dicht gemacht. Selbst Eltern durften ihre Kinder nicht mehr besuchen, Eheleute ihre Ehepartner nicht mehr treffen, Beziehungspaare nicht mehr ihre Partner besuchen und auch Familien und Freunden wurden grenzüberschreitende Treffen einfach untersagt.

Während der Migrationskrise wurden am Brenner sogar schon die Verankerungen gebaut, um einen Grenzzaun zu errichten.

Unrechtsgrenzen können niemals zu Recht werden!

Je nach Bedarf werden diese Grenzen von der Politik anders benannt, als Anti-Faschistischer Schutzwall, als Anti-Migrations-Zaun oder als Anti-Viraler-Grenzschutz, doch letztlich dienen diese Grenzen immer dazu, zusammengehörende Gebiete und die Menschen die dort wohnen, gewaltsam zu trennen.

Die Geschichte lehrt uns, dass Unrechtsgrenzen nicht auf Dauer aufrecht erhalten werden können.

Selbst eine Mauer konnte Deutsche im Osten nicht auf Dauer von Deutschen im Westen trennen. Auch Italien wird es nicht gelingen, auf Dauer Tiroler im Norden und Osten von Tirolern im Süden zu trennen. 

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker bietet Süd-Tirol alle Möglichkeiten, sich von Italien zu lösen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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