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Neue Sendestandorte

Foto: RAS

Die Rundfunkanstalt Südtirol RAS hat im Auftrag des Landes Südtirol den Bau von drei neuen Sendestandorten in Karnol bei Brixen, in Ratschings und in St. Walburg im Ultental in Angriff genommen.

Für eine bessere Mobilfunkanbindung sollen drei neue RAS-Senderstandorte in den Gemeinden Brixen, Ratschings und Ulten sorgen. In Ratschings und Ulten gab es auf Wunsch der Gemeinden eine Standortverlegung.

Die Arbeiten in Karnol bei Brixen sind bereits abgeschlossen. Der erste Mobilfunkbetreiber Windtre hat in diesen Tagen die Sendeanlagen in Betrieb genommen. Der Senderstandort dient vor allem der besseren Versorgung der Altstadt von Brixen und der gegenüberliegenden Ortschaften Tils, Pinzagen und Pairdorf.

Die Bauarbeiten für die neue Anlage in Ratschings sind noch im Gange, schreiten gut voran und sollen im Herbst abgeschlossen sein. Um die Örtlichkeiten Außerratschings, Flading sowie das Skigebiet Ratschings besser versorgen zu können, wird der Senderstandort auf die gegenüberliegende Talseite verlegt. Diese Verlegung war von der Gemeinde Ratschings gewünscht, da in den letzten Jahren immer mehr Wohngebäude um den derzeitigen Senderstandort errichtet worden sind.

Auch in St. Walburg im Ultental wird der Senderstandort auf Wunsch der Gemeinde verlegt, weil neue Wohnbauzonen um die bestehende Anlage im Dorf St. Walburg entstanden sind. Zudem soll der neue Standort, für den die Arbeiten angelaufen sind, das Tal besser versorgen. Das gemeinsame Projekt der Gemeinde Ulten, der Alperia und der RAS wird mit Umweltgeld der Gemeinde finanziert.

Es ist Aufgabe des Landes, betont Landesrat Thomas Widmann, den Bau gemeinsamer Senderstandorte gerade dort voranzutreiben, wo ein Marktversagen vorherrscht und private Betreiber auf Grund der hohen Baukosten nicht investieren: „Durch die Finanzierung des Landes können somit auch in entlegenen Gebieten Rundfunk-, Mobilfunk- und Breitbanddienste garantiert werden.“

RAS-Präsident Peter Silbernagl weist darauf hin, dass ein einziger Sendemast für alle öffentlich-rechtlichen und privaten Kommunikationsdienste vor allem zwei Vorteile hat: zum einen den sendetechnischen und zum anderen den siedlungsplanerischen und landschaftlichen. Durch den Bau gemeinsamer Sendeanlagen erübrigt sich die Errichtung mehrerer einzelner Sendemasten. Anlagen werden somit nicht planlos über das ganze Landschaftsgebiet verstreut. Alle öffentlichen und privaten Hörfunk- und Fernsehdienste, öffentliche Funkdienste sowie alle Mobilfunk- und Breitbanddienste werden in einer Infrastruktur untergebracht.

Der Direktor der RAS, Georg Plattner, freut sich, dass das Prinzip der Errichtung gemeinsamer Senderstandorte seit nunmehr 25 Jahren überzeugt und konsequent vorangetrieben wurde: „Bis heute konnten landesweit 89 Senderstandorte dieser Art errichtet werden.“ Die gemeinsamen Infrastrukturen werde auch von den Mitbenutzenden sehr geschätzt, wie die immer größer werdende Nachfrage zeige. Mit einer Anzahl von 815 Mitbenutzungen befinden sich im Durchschnitt neun Betreiber auf jedem der 89 RAS-Sendestandorte.

Alle Senderstandorte der RAS sollen auch an das Glasfasernetz des Landes angeschlossen werden. Damit wird der hohe Datenbedarf aller Kommunikationsbetreiber an den Senderstandorten auch in Zukunft garantiert.

Zudem werden immer mehr Senderstandorte der RAS mit Notstromaggregaten ausgerüstet. Diese garantieren vor allem bei Unwettern und Katastrophen einen unterbrechungsfreien Dienst. Vor allem die Unwetter und Schneefälle der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Funk- und Mobilfunknetze einen Notdienst gewährleisten können, auch wenn bei großen Stromausfällen die öffentlichen Kommunikationsdienste gestört sind.

Mit der Aufgabe, deutsch- und ladinischsprachige Hörfunk- und Fernsehprogramme aus dem Ausland in Südtirol zu verbreiten, begann die RAS im Jahre 1975 mit der Planung eines eigenen Sendenetzes. Zunächst wurden ausschließlich Senderstandorte der italienischen Rundfunkanstalt RAI genutzt. Vor über 40 Jahren, am 26. Oktober 1978, wurde der erste eigene Senderstandort in St. Martin am Kofel in Betrieb genommen.

Im Laufe der Jahre wurden die Senderstandorte der RAS immer häufiger auch von anderen Funk-, Rundfunk- und Mobilfunkbetreibern mitbenutzt. Um mehrere Senderstandorte an einem Ort zu vermeiden, wurde im Jahre 1996 mit dem Bau des ersten gemeinsamen Senderstandortes bei den Muthöfen oberhalb von Meran begonnen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • novo

    Rai Südtirol über den Satelliten verteilen und schon könnte man den Großteil der Sendemasten abbauen.
    Aber das wäre für Südtirol zu einfach und vor allen Dingen viel zu billig!
    Politik versteht nix und die Ras bläht sich zum eigenen Vorteil auf, ohne Mehrwert für das Land.

  • stief03

    So einfach ist es leider dann doch nicht!
    Man benötigt auch eine terrestrische Verteilung beispielsweise vom Mobilfunk, um gewisse Dienste auch anbieten zu können. Satellitenverbindungen bieten meist nicht entsprechende Reichweiten und haben auch oft nicht entsprechende Kapazitäten. Deshalb benötigt man auch Sendemasten. Das die gesamte Medienlandschaft besonders was das Fernsehen und den Radio betrifft in einem Umwandlungsprozess ist klar. Dennoch finde ich es wichtig, dass ein bestimmter lokaler Rundfunk erhalten bleibt. Ob es die Radio und Fernsehsender in der heutigen Form in 10-15 Jahren noch gibt ist fraglich.

    • yannis

      OK, für den Mobilfunk wird sowas noch gebraucht, alles andere geht über Satellit und Internet besser.

    • novo

      Für den Mobilfunk sind diese Masten nur in Ausnahmefällen zu gebrauchen.
      Denn diese Anlagen sind zu in der Regel zu abgelegen und überblicken ein zu großes Territorium, was beim Mobilfunk stört, denn da braucht man viele kleine Zellen, die mit relativ schwacher Leistung senden, um sich nicht gegenseitig zu stören!

  • pingoballino1955

    Gute Ras und Rai Südtirol ,wäre höchste Zeit auch im Obervinschgau und in der Schweizer Grenznähe (Taufers im Münstertal-Rifair ,Tellahöfe usw.)was zu tun,eine reine Katastrophe,dauernde Ausfälle,zB:vom 30 Juli bis 02 August- NULL Empfang! Einmal der Blitz und der Donner,und tschüss! FRECHHEIT! und dafür zahlen wir die TV Gebühren?

  • novo

    Ich frage mich, wer zahlt für das Verteilen der privaten Radio und Fernsehprogramme?
    Wie z.B.: Can5, Rete4, Grüne Welle, Radio Sonnenschein, Südtirol1, Radio Tirol, u.s.w.
    Zahlen die Ebners, Bischof Muser, oderMediaset?
    Oder doch der Steuerzahler und darf dafür gratis Werbung konsumieren!

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