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In memoriam Anita Pichler

Anita Pichler

In memoriam Anita Pichler werden am Sonntag in Enneberg Übersetzungen ihres Buches „Die Frauen aus Fanis“ ins Italienische und Ladinische vorgestellt. 

Anita Pichler (1948-1997) war die erste Schriftstellerin der neueren Generation, die für ihr Werk über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung fand. Ihre Werke sind nach wie vor im Buchhandel erhältlich. „Haga Zussa“, „Wie die Monate das Jahr“/“Come i mesi l’anno“, „Die Frauen aus Fanis“/“Les ëres de Fanis“/“Le donne di Fanis“ und „Beider Augen Blick“/“Di entrambi gli occhi lo sguardo“.

„Die Frauen aus Fanis“ (1992) sind seit kurzem sogar in 3 Sprachen übersetzt. Vorgestellt wurden die zwei Übersetzungen noch nie. Das wird nun nachgeholt und zwar an einem besonderen Ort, dort, wo Originaltext und Übersetzungen hingehören, in jener Gegend, wo die Fanis-Sagen enstanden sind.

Die Matinee findet am Sonntag, 18. Juli um 10.00 Uhr im Rahmen von „SOMONZES“, den Kulturwochen des Ladinischen Künstlerbunds EPL-Ert por i Ladins (www.ladinart.org) im Gadertal in La Pli de Mareo / Enneberg Pfarre statt und zwar in einem der Kuppelhäuser im Dorfzentrum.

 

Mit dabei sind

Carlo Suani (Vorsitzender der Sparte Literatur EPL) Grußworte und Einführung

Sabine Gruber und Renate Mumelter die Verwalterinnen des literarischen Nachlasses von Anita Pichler

Donatella Trevisan, die den Text ins Italienische übersetzte

Iaco Rigo, der den Text ins Ladinische übersetzte

Die Frauen aus Fanis

„Fanes ist eine mögliche Geschichte, eine mögliche Vorstellung vom Anfang“

„Fanes è quindi una possibile storia, una possibile idea dell’inizio“

„Fanes é na storia poscibla, na imaginaziun poscibla dal mëterman“

Anita Pichler hatte diese Erzähltradition rund um die Sagenwelt der Fanes nach eingehenden Studien umgekrempelt und aus neuer Sicht erzählt. „Die Frauen aus Fanis“ erschien 1992 im Haymon-Verlag als schön aufgemachter Band. In enger Zusammenarbeit mit Anita Pichler hatte der Künstler Markus Vallazza Illustrationen zu den Erzählungen erarbeitet. In enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin Ulrike Kindl hatte sich Anita Pichler mit diesem Sagenkreis auseinandergesetzt.

Die Kunst des Übersetzens

Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden neben dem Originaltext von Anita Pichler vor allem die Übersetzungen stehen. Donatella Trevisan und Iaco Rigo werden dabei Einblick in die Kunst des Übersetzens geben.

2006 übersetzte Iaco Rigo Anita Pichlers Texte ins Ladinische. „Les ëres de Fanis“ erschien 2015 im Rahmen von Iaco Rigos Anthologie „Le paromaró. Cunties, noveles y spassëtes“ bei EPL.

2020 übersetzte Donatella Trevisan Anita Pichlers Texte ins Italienische. „Le donne di Fanis“ erschien bei Edizioni alphabeta Verlag. Die Pandemie verhinderte bis jetzt eine angemessene Präsentation.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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