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Neue Hütte

Der Bau der neuen Stettiner Hütte geht gut voran. Davon hat sich LR Bessone bei einem Lokalaugenschein überzeugt. Bereits 2022 könnte die Hütte eröffnet werden.

Im Naturpark Texelgruppe gehen auf 2785 Metern Meereshöhe die Bauarbeiten für die neue Stettiner Hütte rasch voran.

Die Schutzhütte wird anstelle des alten Gebäudes am Südhang der Ötztaler Alpen auf dem Gebiet der Gemeinde Moos in Passeier wiederaufgebaut und soll sich dort harmonisch in die alpine Landschaft einfügen.

Die frühere Hütte war 2014 von einer Lawine zerstört worden.

Hochbau- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone hat sich kürzlich vor Ort gemeinsam mit den Technikern ein Bild vom Baufortschritt gemacht.

Mit dabei waren der Verfahrensverantwortliche und geschäftsführende Direktor des Landesamts für Hochbau West Stefan Canale, der Direktor der Landesabteilung Vermögen Daniel Bedin, als Vertreter des Architekturstudios „Area Architetti Associati“ Andrea Fregoni, der Schutzhüttenverwalter Andreas Schwarz und der Inhaber des Bauunternehmens „Graf & Söhne“ Roland Graf.

Eröffnung im Sommer 2022 scheint realistisch

„Dank des großen Einsatzes der Unternehmen, die am Berg unter schwierigen Voraussetzungen arbeiten, scheint derzeit die Übergabe der neuen Hütte im Sommer 2022 realistisch“, sagt Landesrat Bessone.

Die Schutzhütte werde dann wieder Berg-Begeisterte, Ausflügler und Urlaubsgäste aufnehmen und verbesserte Dienste anbieten, meint Bessone. Das Gebäude liegt am Tiroler Höhenweg, am Meraner Höhenweg und mehreren alpenquerenden Routen sowie mehreren Mountainbike-Routen.

Gros der Arbeiten soll 2021 beendet werden

Im Juni wurden die Bauarbeiten für die neue Infrastruktur wieder aufgenommen. „Aktuell wird an den Innenwänden sowie den Sanitär- und Elektroanlagen gearbeitet“, sagt Canale.

Nach Abschluss dieser Arbeiten kommt der Guss des Unterbaus an die Reihe und die Stein-, Fliesen- und Holzbeläge werden verlegt. Zudem wird das Gebäude mit Holz ausgekleidet. Neu gebaut wird auch die Terrassenmauer und die Terrasse selbst.

Zwischen Ende September und Anfang Oktober dürfte die Küche eingebaut werden, danach folgen die Möbel.

Ziel ist, so viele Arbeiten wie möglich noch heuer abzuschließen, sofern es das Wetter zulässt. „Dann könnten wir 2022 die Abschluss- und Feinarbeiten machen“, erklärt Canale. Läuft alles nach Plan, kann die Hütte voraussichtlich im Juli 2022 öffnen. Erst 2020 war der Rohbau errichtet worden.

Moderne und nachhaltige Struktur

Laut Projekt der Architektengruppe unter der Leitung der „Area Architetti Associati“ wird die neue Unterkunft 84 Schlafplätze anbieten, aufgeteilt auf Schlafsäle für vier, sechs und acht Personen sowie auf einen großen Schlafsaal für 20 Personen. Zudem wird die Schutzhütte über Speisesäle für insgesamt 96 Gäste, eine Bar, Küche, Waschküche, Toiletten sowie Räume für Mitarbeitende und Lagerräume verfügen.

Für die Einrichtung werden Kosten von rund 350.000 Euro anfallen. Das neue Gebäude wird eine Bruttofläche von etwas mehr als 1000 Quadratmeter und ein Volumen von über 3000 Kubikmeter umfassen.

Die Arbeiten für den Wiederaufbau der neuen landeseigenen Stettiner Hütte werden von der temporären Bietergemeinschaft der Unternehmen „Graf & Söhne – HOLKA Genossenschaft“ abgewickelt, welche die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte. „Die Unternehmen, die im Einsatz sind, stammen aus Moos in Passeier und arbeiten mit Überzeugung für den Wiederaufschwung in Südtirol“, ist Bessone überzeugt.

Insgesamt investiert das Land rund sechs Millionen Euro (davon 3,155 Millionen Euro in die Bauarbeiten) in die neue Schutzhütte und laut Bessone somit für das Land, den Tourismus und die Gesellschaft insgesamt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • mannik

    Ich habe normalerweise etwas übrig für moderne architektonische Lösungen, aber das Gebäude ist wie eine Faust aufs Auge. Es wäre doch vorzuziehen, dass man keinem Architekten erlaubt sich auf 2800 Meter Seehöhe ein Denkmal zu bauen. In der Natur sollte sich ein Bauwerk entweder harmonisch in die Landschaft einfügen, oder am besten gar nicht sichtbar sein, etwa indem man es unter die Oberfläche verlegt (wie manche Kellereien in letzter Zeit).
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hütte, so in die Höhe gebaut, lange heil bleiben wird. Ich kenne die Gegend gut und die Lawinen haben da schon öfter ganze Arbeit geleistet.

  • pingoballino1955

    Entsetzliches Bauwerk in den Bergen das niemand gebraucht hätte!!!

  • olle3xgscheid

    Später überteuert, vom Essen , trinken, übernachten uvm.
    Wieder angewiesen auf finanzielle Unterstützung des Landes!!!

  • hallihallo

    bei den privaten werden die bauvorschriften immer enger ( ist vielleicht auch richtig) , aber dann wird mit öffentlichen geld richtig gepraßt, nur damit andere günstig in den urlaub können. die sollen privatwirtschaftliche preise verlangen und das projekt soll sich selbst tragen, ansonsten brauchen wir so etwas wohl nicht.

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