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Gespaltene Schützen

Der Schützenbund bleibt weiterhin in zwei Lager gespalten. Das hat die Wahl von Renato des Dorides zum LK eindrucksvoll bewiesen.

von Markus Rufin

Es waren aufregende Stunden im halb besetzten Waltherhaus in Bozen. Am vergangenen Samstag wurde dort Renato des Dorides aus Meran zum neuen Landeskommandanten des Schützenbundes gewählt. 72 Prozent der Stimmen bekam der 81-jährige, doch viel aufsehenerregender war die Abstimmung über den Rücktritt von Jürgen Wirth Anderlan.

Zur Erinnerung: Nach seinem Mama-Tyrol-Rap und intensiven Diskussionen im Schützenbund (auch in der Bundesleitung) sowie in den sozialen Medien, trat der Kalterer im Jänner von seinem Amt zurück.

Sein Rücktritt musste bei den Wahlen am Samstag zunächst bestätigt werden.

Wie die TAGESZEITUNG im Vorfeld berichtete, ist Wirth Anderlans Rücktritt nicht unumstritten. Besonders die Kompanien des Pustertals standen beziehungsweise stehen nach wie vor hinter dem bärtigen Mann. Es war daher anzunehmen, dass die Annahme des Rücktritts durch die Landesversammlung kein Selbstläufer wird. Und so kam es dann auch. Rund 40 Prozent der 123 anwesenden Kompanien sprachen sich bei der Abstimmung gegen den Rücktritt aus.

Der Südtiroler Schützenbund ist, wie Wirth Anderlan sagte, tatsächlich mit einem blauen Auge davongekommen. Denn wie er in seiner Rede erklärte, hatte er bereits mit seinem Rücktritt am 8. Jänner mit dem Thema abgeschlossen. „Ich wäre nur dann Landeskommandant geblieben, wenn ich eine breite Mehrheit gehabt hätte“, so der Kalterer. Bei einer knappen Mehrheit für Wirth Anderlan hätte es also noch mehr Chaos gegeben.

Lesen Sie in der Print-Ausgabe der TAGESZEITUNG, wie sich das Ergebnis auf den Schützenbund auswirkt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • wollpertinger

    Der rappelnde Wirth Anderlan ist freiwillig als Landeskommandant zurückgetreten. Jene Schützen, die gegen die Annahme des Rücktrittes gestimmt haben, sind zu kritisieren, weil sie den freien Willen des ehemaligen Landeskommandanten nicht respektiert haben. Das ist ein schäbiges, schützenunwürdiges Verhalten.

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