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Neue Ausbildung

Foto: Wisthaler

Das Fahrrad ist auf dem Vormarsch – und damit hat auch der Bedarf an Fachkräften zugenommen. Die Landesdirektion Berufsbildung hat mit einer neuen dualen Ausbildung reagiert.

Die Zahl der verkauften Fahrräder ist in den letzten drei Jahren vor allem bei den E-Bikes gestiegen. Eine Vielzahl von Werkstoffen und von hydraulischen, hydropneumatischen und elektronischen Komponenten kommen zum Einsatz. Damit sind neue Anforderungen im Service, in der Kaufberatung und in der Reparatur entstanden. Da es dafür Fachmänner und -frauen mit spezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten braucht, haben das Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung und die Wirtschaftsverbände hds und lvh.apa reagiert: „Mit Hilfe von Experten aus Südtiroler Unternehmen haben wir ein modernes und sehr praxisorientiertes Ausbildungsprogramm für Fahrradtechniker und -technikerinnen entwickelt“, unterstreicht Cäcilia Baumgartner, Direktorin des Landesamtes für Lehrlingswesen und Meisterausbildung.

Die Ausbildung im Detail

Mit einem dreijährigen berufsspezialisierenden Lehrvertrag können Interessierte sich in einem Fachbetrieb zum Fahrradtechniker oder zur Fahrradtechnikerin ausbilden lassen. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden für jährlich etwa hundert Stunden einen theoretischen Ausbildungskurs, der an der Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen stattfindet. Die berufsspezialisierende Lehre führt nach bestandener Abschlussprüfung zu einem anerkannten Diplom. Wer mindestens 18 Jahre alt ist, kann sich bei einem der Südtiroler Fahrradhändler um einen Ausbildungsplatz bewerben oder sich beim hds oder lvh.apa zu freien Lehrstellen erkundigen.

Vorteile für Ausbildungsbetriebe

Betriebe, die auszubildende Fahrradtechniker über einen berufsspezialiserenden Lehrvertrag anstellen, können diese spezifisch auf die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens hin ausbilden. Die theoretische Ausbildung ist mit circa zweimal zwei Wochen pro Jahr überschaubar und findet in den in der Branche ruhigen Monaten November und Februar statt. Zudem erspart sich der Unternehmer beim berufsspezialisierenden Lehrvertrag 30 Prozent der Lohnnebenkosten. Dieser Lehrvertrag kann mit Personen zwischen 18 und 29 Jahren abgeschlossen werden. Sollten im theoretischen Kurs Restplätze verfügbar sein, können auch Personen ab 30 Jahren, die mit einem anderen Arbeitsvertrag in die Fahrradbranche einsteigen, die Ausbildung Fahrradtechniker als Privatisten absolvieren.

Nähere Informationen zur berufsspezialisierenden Lehre finden sich auf den Webseiten des Landes zum Thema Bildung und Sprache im Bereich Lehre. Auskünfte erteilt auch das Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung unter der E-Mail [email protected] oder der Rufnummer 0471 416993 (Sabine Scherer).

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • marting.

    Fachkräfte wandern doch jeden Tag viele ein!
    wozu dann ausbilden?

  • so-sehe-ich-das

    Wieder ein neuer Lehrgang?
    “ Mit einem dreijährigen berufsspezialisierenden Lehrvertrag können Interessierte sich in einem Fachbetrieb zum Fahrradtechniker oder zur Fahrradtechnikerin ausbilden lassen“
    Wieviel Fahrradtechniker/innen braucht unsere kleine Provinz?

    Zu was braucht es heute eine Matura von der TFO – z.B. Fachrichtung Mechatronik ?

    Immer wieder gibt es in Südtirol neue, eigenartige Ausbildungen die außerhalb unserer Provinz gar nicht mal anerkannt sind. (sei es nördlich oder südlich)

    ….und bevor ich heute eine 3jährige Ausbildung zum „Radlmechaniker“ mache lerne ich was Ordentliches.

  • so-sehe-ich-das

    ….meinte:
    Ein Maurant von der TFO – z.B Fachrichtung Mechatronik könnte mit Sicherheit auch „Elektro-Radlmechaniker “ machen ohne einen 3 jährigen extra Lehrgang.

    Der Betrieb sollte einen Abgänger einer techn. Oberschule anstellen und ordentlich bezahlen dann brauchts keine neuen Lehrgänge. ……Weiterbildungskurse würden es auch tun.

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