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„Die Schranken abbauen“

Innereuropäische Grenzkontrollen stehen noch immer auf der Tagesordnung. LH Kompatscher fordert: Schranken für die Reisefreiheit rascher ab- und gegenseitiges Vertrauen wieder aufbauen.

Grenzüberschreitende Reisen sind pandemiebedingt noch immer umständlich. Wenn Personen beispielsweise nach Italien einreisen wollen, sehen sie sich derzeit mit mehreren Unklarheiten konfrontiert. Das schafft Unsicherheit.

Informationsdienste wie die Südtiroler Grüne Nummer (800 751 751 oder aus dem Ausland: +39 0471 1632355) stoßen deshalb oft an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.

Aktuell müssen selbst Geimpfte und Genesene für eine Einreise nach Italien weiterhin einen negativen Antigentest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Diese Regelung ist laut Landeshauptmann Arno Kompatscher „nicht sinnvoll und widerspricht dem europäischen 3G-Prinzip für den Grünen Pass.“

Dies habe der Landeshauptmann ebenso wie mehrere Regionenpräsidenten der Regierung in Rom bereits klar mitgeteilt. „Wir fordern hier kurzfristig eine Anpassung, damit die einfache Einreise mit Impf- und Genesungszertifikat möglich wird“, betont Kompatscher.

Auch was die Pflicht zur Anmeldung der Einreise anbelangt, ist der Start des europäischen digitalen Anmeldeformulars holprig. Diese digitale Meldung soll die ausgedruckte Eigenerklärung bei der Einreise nach Italien ersetzen, aber solange die Probleme nicht behoben sind, besteht auch weiterhin die Möglichkeit, auf die ausgedruckte Eigenerklärung zurückzugreifen und lediglich die ebenso notwendige Meldung beim Sanitätsbetrieb online vorzunehmen.

„Wir sind mit den dafür verantwortlichen Stellen beim Innenministerium und bei der Europäischen Kommission in Kontakt und hoffen, dass die notwendigen Anpassungen schnell vorgenommen werden“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Auch im engen Austausch mit EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hoffe man bei diesem Thema möglichst rasch entscheidende Schritte voranzukommen.

„Mit dem vom europäischen Ministerrat letzthin gefassten Beschluss zum europäischen Green Pass ist der Weg vorgegeben. Es ist erfreulich, dass ab Ende Juni ein abgestimmtes System der QR-Codes in ganz Europa funktionieren soll“, zeigt sich Kompatscher optimistisch. Für die Zeit bis dahin fordere man aber den sofortigen Abbau einiger Einreisehürden. „Nach dieser bedrückenden Zeit der gegenseitigen Grenzkontrollen ist es endlich wieder an der Zeit, das gegenseitige Vertrauen in Europa in den Vordergrund zu rücken“, unterstreicht der Landeshauptmann.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • drago

    Der LH: er ist in Kontakt, er ist optimistisch, er unterstreicht.
    Nur etwas Konkretes fehlt; das findet sich dafür in seinen Verordnungen (wird zwar von Verordnung zu Verordnung immer komplizierter, aber man handelt).

  • saustall_kritiker

    Jetzt haben wir fast Juni, und immer noch werden Ausflüge etwa auch nur in das wenige Kilometer entfernte Innsbruck durch irgendwelchen bürokratischen Unsinn behindert. Wo ist da die Europaregion? Und ganz krass ist, dass Südtirol das Ganze noch auf die Spitze treibt. Denn nur für die Einreise nach Südtirol sind zwei Formulare nötig, eines, das gegenwärtig der Staat verlangt und für die Steigerung des Humors beiträgt, wenn man nicht betroffen ist, aber zusätzlich nur für Südtirol noch die Meldung an den Südtiroler Sanitätsbetrieb, die nur Südtirol verlangt. Ich habe bald den Eindruck, dass gerade Südtirol mehr noch als Italien das Zusammenwachsen in der Europaregion behindert. Wohlgemerkt… wir sind bald im Juni…. es ist zum laut Weinen angesichts solcher mittelalterlicher Zustände…..

  • baludergrosse

    Jeder normal denkende Mensch wusste, dass irgendwann der Moment kommen würde, an dem das Reisen wieder möglich sein würde – wenn auch unter bestimmten Voraussetzungen…
    Warum kann die Politik nicht EINMAL ein paar Tage vorausdenken und sich auf diesen Moment beizeiten vorbereiten?
    Da sitzen zahlreiche hochbezahlte Beamte und noch höher bezahlte „Entscheider“ in ihren Büros und Amtsstuben und (nicht)arbeiten total am Volk vorbei!
    Die schmerzhaftesten finanziellen Verluste sind jene, wo Gelder an Unfähige bezahlt werden, welche durch ihre Untätigkeit aber noch viel mehr anderes Geld tagtäglich sinnlos verbraten!

  • batman

    Was wird Putin dazu sagen? Schließlich gehört Russland ja auch zu Europa.

  • saustall_kritiker

    Und es müssen unbedingt normale Impf- oder Testbescheinigungen auch gelten; denn nicht jeder hat ein modernes Handy oder ist gar ein Informatikexperte; QR-Code grübel grübel und studier….
    Und es kann auch nicht sein, dass von Innsbruck Anreisende erklären müssen, dass sie ins Trentino fahren, um den zweiten Wisch an den Südtiroler Sanitätsbetrieb zu umgehen.

  • netbleidredn

    Geimpft und dann noch einen Test?
    Jo fahlts enk Kaschperler hintn und vorn?

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