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Hohe Priorität


Der SVP-Landtagsabgeordnete Helmut Tauber fordert einen weiteren Ausbau der Radmobilität. Was LR Daniel Alfreider dazu sagt.

Die Radmobilität erlebt in der Corona-Krise einen regelrechten Boom. „Das Radwegenetz ist in Südtirol gut ausgebaut, aber vor allem auf Nebenstrecken und Passstraßen gibt es noch erhebliche Lücken. Deren Schließung gestaltet sich aber als schwierig“, stellt SVP-Landtagsabgeordneter Helmut Tauber fest. Tauber hat jüngst eine Anfrage an die Landesregierung zu aktuellen Projekten der Radmobilität in Südtirol gerichtet. Dabei unterstrich er, dass der Ausbau der Radmobilität nicht nur ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel ist. „Ein gut ausgebautes Radwegenetz bietet einem Tourismusland wie Südtirol auch viele Möglichkeiten, neue Gästeschichten zu erschließen. Deshalb muss die Radmobilität weiterhin Priorität haben“, meint Landtagsabgeordneter Helmut Tauber in einer Medienaussendung.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider teilte in seiner Antwort mit, dass die Landesverwaltung daran arbeite die technischen Normen des Straßencodex dahingehend zu ändern, dass künftig Fahrradstreifen an die bestehenden Straßen (vor allem im Anstieg) gebaut werden können. „Im Zuge einer internen Konzeptstudie sind im vergangenen Jahr vier mögliche Abschnitte auf verschiedenen Passstraßen definiert worden, die sich für so einen Fahrradstreifen eignen. Aktuell läuft die Projektierung für einen Fahrradstreifen im Zuge von Sanierungsarbeiten am Valparola – Pass, für einen weiteren Abschnitt am Sellajoch wird derzeit ebenso die Machbarkeit eines Fahrradstreifens geprüft“, zitiert Tauber aus der Antwort des Landesrates. Auch würden derzeit gerade die Anwendungsmöglichkeiten der Fahrradstreifen auf Nebenstraßen ressortintern geprüft.

Ebenso gibt es Pilotprojekte zur Alltagsmobilität in den Städten Bruneck, Brixen, Bozen und bald auch in Meran, die unter anderem die Errichtung von E-Bike-Ladestationen und dafür auch Unterstützungen von Seiten des Landes vorsehen.

Die Stadt Brixen habe beispielsweise nach einem Lokalaugenschein mit internationalen Experten im Oktober ein Maßnahmendokument ausgearbeitet, welches demnächst dem Gemeindeausschuss vorgestellt werde. Die Green Mobility habe sich in Zusammenarbeit mit einem lokalen Planer und den zuständigen Gemeindetechnikern auf zwei Hauptachsen konzentriert und werde dafür kurzfristige, sowie langfristige Maßnahmen vorstellen, die das Durchqueren der Stadt mit dem Fahrrad erleichtern sollen. In seiner ausführlichen Antwort liefert der Landesrat Alfreider zu allen Projekten aktuelle Informationen, schreibt Tauber abschließend in der Presseaussendung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • papaf

    Man kann als Politiker und/oder Schreibtischtäter den ganzen Tag lang reden. Leider ist der Radweg von Toblach bis Olang auf 2 Abschnitten (Platari – Olanger Stausee) gesperrt. Wie lang noch?

    • george

      Und auf einer so wichtigen Route durch das Eisacktal haben wir zwischen Brixen und Franzensfeste bzw. zwischen Brixen und dem Pustertal noch überhaupt keine Radwegeverbindung. Beschämend für die Verwalter dort!
      Übrigens an Herrn Tauber gerichtet: Was geschieht mit all den Rad-Akkus bei den E-Bikes, die recht schnell kaputtgehen? Produzieren wir hier einen weiteren Haufen an Elektromüll? Und das soll dann umweltgerechte Bewegung sein?

  • susim

    Wie lassen sich Ihre Argumente des Klimawandels mit der Forderung des Flughafenausbaus vereinbaren? Eigeninteressen Ihres Aktiv und Vitalhotels , Herr Tauber?

  • luis2

    Nicht im stande eine holprige Sraße zu asphaltieren , die gegenzeichnet ist vom letzten Winter.
    Das Geld braucht es ja für die üppigen Tests, was kann man da erwarten.0

  • paul1

    @ Georg.. warum erwähnen sie nur die Akkus von E-Bikes, Warum nicht die ganzen Batterien von PKWs, LKWs, Landwirtschaftlichen Maschinen, Motorräder, Sonnenkollektoren.. usw.???? .

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