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„Das haben sie nicht verdient“

Die Grünen appellieren im Konflikt zwischen SAD und Landesverwaltung um die Rittner und Mendel-Bahn an die Vernunft aller Beteiligten.

Der Konflikt zwischen Ingemar Gatterer und seiner SAD AG auf der einen und der Südtiroler Landesverwaltung unter LH Arno Kompatscher auf der anderen Seite habe schon zu unzähligen Gerichtsverfahren und teils kuriosen medialen Schlagabtäuschen geführt, schickt Felix von Wohlgemuth voraus. „Es geht um viel, sehr viel Geld und um die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr in unserem Land in Zukunft geführt werden soll; es geht um Busse, Remisen, Zuggarnituren und natürlich um das öffentliche Interesse, dass diese mit Steuergeldern finanzierten Güter in öffentlichem Eigentum verbleiben“, so der Co-Sprecher der Grünen.

Felix von Wohlgemuth

Am 19. Mai soll nun die landeseigene Südtiroler Transportstrukturen AG die Rittner Seil- und Schmalspurbahn sowie die Mendel-Standseilbahn übernehmen.

„Es ist gut, dass sich die Landesregierung hier gegen das teilweise schlicht arrogante Verhalten des scheidenden Konzessionärs mit allen Mitteln zu Wehr setzt“, sagt Felix von Wohlgemuth.

Es gehe in diesem Streit aber eben nicht nur um Güter und Millionen, sondern primär um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SAD AG, welche derzeit bei diesen drei Bahnen beschäftigt sind und welche nicht wüssten, wie es mit ihnen am 19. Mai weitergehen soll.

„Sie werden zum taktischen Spielball und zum Druckmittel in diesen Verhandlungen degradiert. Dies finden wir inakzeptabel“, so der Grünen-Co-Chef.

Der auf Initiative der Gewerkschaften eingeleitete Schlichtungsversuch am Arbeitsamt Bozen läuft derzeit und findet dort am kommenden Montag das nächste Treffen mit den Vertretern von SAD und STA statt.

Die Grünen appellieren an die Vernunft aller Beteiligten und hier insbesondere an den „CEO“ der SAD AG, Ingemar Gatterer, die Frage der Arbeitsverhältnisse schnell und im Interesse der Beschäftigten einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen.

„Die Zukunft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und somit auch derer Familien darf nicht zur reinen ,Verhandlungsmasse‘ im Streit um den öffentlichen Nahverkehr werden. Das haben sie sich nicht verdient“, so von Wohlgemuth.

 

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Kommentare (5)

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  • andreas

    Beide Seiten haben sich nicht mit Ruhm bekleckert bzw. agieren beide, als würde es den anderen nicht geben.

    Wie kann das Land eine Konzession vergeben, wenn die Gebäude für die Betreibung der Bahnen noch mit regulärem Mietvertrag bis 2026/27 vermietet sind und sie so eigentlich keinen Zugriff darauf haben?
    Auch ber Besitz der Bahnen ist nicht eindeutig, da sie teilweise wirklich der Sad zustehen, auch wenn sie mit Steuergelder bezahlt wurden.
    Ich warte aber immer noch auf eine Meinung zum Thema des Sad Beraters Luis Durnwalder.

    Warum interviewt kein Medium den Altlandeshauptmann mal zum Thema?

  • george

    Auch irgendwelche Aussagen eines ALH zum Thema dürften kein „Evangelium“ sein und würden als mit der Sache Behafteter nur einseitig und subjektiv sein.

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