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„Lassen uns nicht unterkriegen“

Foto: Evi Brigl

Am Samstagvormittag hat der Alpenverein Südtirol die Vertreter seiner 35 Sektionen zur 115. Hauptversammlung eingeladen.

Wie schon 2020 fand die für den AVS wichtigste Zusammenkunft des Jahres auch 2021 im Online-Modus statt.

Die Hauptversammlung war vor allem Wahltag: Insgesamt 20 Positionen in Vereinspräsidium, Landesleitung und Schiedsgericht wurden neu gewählt.

Dabei ist die Vereinsspitze mit Präsident Georg Simeoni und Vizepräsidentin Ingrid Beikircher bestätigt worden. Neu gegründet worden ist hingegen das Referat „Alpine Führungskräfte“, das sich um die Betreuung und Ausbildung aller alpinen Begleiter im Alpenverein kümmern wird.

Auch wenn das Coronajahr 2020 für das Ehrenamt und die Vereine ein schwieriges Jahr war, konnte AVS-Präsident Georg Simeoni in seinem Jahresrückblick auf viele positive Entwicklungen zurückblicken: „Der Alpenverein lässt sich nicht unterkriegen“, so Simeoni, „unsere Sektionen und Ortsstellen waren in vielen kleinen Gruppen unter Einhaltung der AHA-Regeln in unserer schönen Bergwelt unterwegs.

Bei 1.300 Bergtouren waren es immerhin 20.285 Teilnehmer und auch die Mitgliederzahlkonnte ein kleines Wachstum verbuchen: 72.635 Mitglieder zählt der AVS.

Simeoni dankte in seiner Ansprache allen für die Disziplin, die die Bergsteiger in Südtirol vor allem im letzten Jahr, besonders im Winter durch die Ausgangsbeschränkungen an den Tag gelegt hätten.

Ein schwieriges Jahr sei es vor allem für die Hütten- und Kletterhallenbetreiber gewesen, die große Einbußen zu verbuchen hatten und haben. Sehr viel Positives gab es aus der Ausbildung zu berichten: Es mussten zwar viele Kurse abgesagt werden, aber dennoch konnten einige Kurse wie das Lawinenseminar unter umso größerer Beteiligung als Webinare abgehalten werden. So sieht Simeoni trotz der Schwierigkeiten im Coronajahr allen Grund darin, positiv in die Zukunft zu blicken.

Hoffnung auf eine zunehmende Normalisierung machte auch Landeshauptmann Arno Kompatscher in seinen Grußworten an die Versammlung – auch wenn in den kommenden Monaten noch Einiges an Disziplin erforderlich sei. 2020 habe gezeigt, „wie wichtig unsere Natur und Bergwelt sei und wofür wir Verantwortung tragen.“

Dem Alpenverein sprach er daher für die Zukunft noch mehr Gewicht als politischer Verantwortungsträger beim Schutz der Bergwelt zu. Kompatscher dankte dem Verein und seinen Mitgliedern für die Tätigkeiten und Leistungen im vergangenen Jahr. Gemeinsam werde man Südtirol aus dieser Krise führen,“ so der Landeshauptmann.

Satzungsänderungen

In einem außerordentlichen Teil der Hauptversammlung wurden in Anwesenheit eines Notars die Satzungsänderungen vorgenommen, die vor allem durch die Reform des Dritten Sektors notwendig geworden war.

Die letzten Satzungsänderungen liegen bereits acht Jahre zurück und insbesondere durch die Corona-Pandemie haben sich einige Änderungen ergeben – z.B. Versammlungen und Wahlen im Online-Modus –, denen nun auch in den Satzungen Rechnung getragen wird. Die neuen Satzungen wurden gemeinsam angepasst und angenommen und der Alpenverein somit auch formal fit für die Zukunft gemacht.

Neuwahlen und Ehrungen

Nachdem die Hauptversammlung 2020 zunächst vom Frühjahr auf den Herbst verschoben und schließlich nur in einer aufs dringendste gekürzten Variante stattfand, war sowohl bei den Ehrungen als auch bei Neuwahlen viel nachzuholen.

Insgesamt 20 Vertreter aus der Vereinsleitung standen zur Wahl und wurden bestätigt, darunter auch die Vereinsspitze mit Präsident Georg Simeoni und Vizepräsidentin Ingrid Beikircher.

Unter den geehrten Sektionen stach die Sektion Ladinia hervor, die sowohl für den absoluten Mitgliederzuwachs 2019 als auch für den höchsten Zuwachs an Jugendlichen 2019 geehrt wurde. Der Preis für den höchsten Zuwachs 2020 ging an die Sektionen Ahrntal und Obervinschgau; jener für den höchsten Zuwachs an Jugendlichen an die Sektion Sterzing. Für ihr 60-jähriges Bestehen wurden die Sektionen Innerulten, Villnöß und Schlern geehrt.

Neues Referat „Alpine Führungskräfte“ und neue Website

Unter den Anträgen, die von Landesleitung und Sektionen an die Versammlung gerichtet werden können, war vor allem die Einführung eines eigenen Referats „Alpine Führungskräfte“ eine richtungsweisende Entscheidung. Das neu gebildete Referat wird sich unter Leitung von Referatsleiter Michael Grünfelder um die Betreuung und Ausbildung aller alpinen Begleiter im Alpenverein (Tourenleiter, Wanderführer, Gruppenleiter) kümmern.

Mit großer Freunde konnte abschließend auf den Online-Gang der neuen Websitewww.alpenverein.it mit einer umfassenden Anpassung der verbandsinternen Verwaltungssoftware verwiesen werden.

Damit ist der Alpenverein fit für neue Herausforderungen und gerüstet, wenn nach Corona die Berge wieder rufen, so heißt es in der Aussendung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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