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Der Impfdrängler-Skandal

Umberto Tait und Florian Zerzer

Die Ehefrau des Bozner Sanitäts-Chefs hat sich bei der Corona-Impfung vorgedrängt. Für den Sanitätsbetrieb ist alles in Ordnung.

Bei den Corona-Impfungen ist es wie vor Gericht: Vor dem Gesetz sollten alle gleich sein, aber es gibt die Gleicheren.

Nun hat jedenfalls auch Südtirol seinen Impfdrängler-Skandal.

So ist jetzt bekanntgeworden, dass die Ehefrau von Umberto Tait, der zufällig Direktor des Sanitätsbezirkes Bozen ist, am 19. März dieses Jahres in der Bozner Messe gegen Covid-19 geimpft wurde, obwohl sie laut dem geltenden Impfplan nicht zu berechtigt gewesen wäre.

Der 52-jährigen Landesbediensteten wurde der Pfizer-Impftstoff verabreicht.

Da ihm die Geschichte offenbar zu heiß geworden ist, hat Umberto Tait bereits Selbstanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet.

Der Südtiroler Gesundheitsbetrieb hat zwar eine Untersuchung angekündigt. Doch für den Betrieb scheint der Skandal kein Skandal zu sein.

Laut Generaldirektor Florian Zerzer seien an besagtem Tag Impfdosen übrig gewesen. Die hätte man wegwerfen müssen, wenn sie nicht gespritzt worden wären.

Und zufällig war eben die Frau von Umberto Tait dort, der zufällig auch Direktor im Sanitätsbetrieb Bozen ist …

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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