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Garantiertes Tierwohl

Foto: IDM

Tierwohl und Erhalt der Höfe müssten sichergestellt werden: Dies das Hauptergebnis eines Webinars, in dem LR Schuler mit Experten auf die Fragen der Bürger zur Berglandwirtschaft Antwort gab.

Vom Tierwohl, zur nachhaltigen Produktion, bis hin zu den Chancen der pflanzlichen Produkte: Das waren einige der sehr vielfältigen Themen derAbendveranstaltung „Berglandwirtschaft und Tierhaltung in Südtirol“, an der rund 300 Südtiroler Bürgerinnen und Bürger teilgenommen hatten. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden gab bei einer Umfrage während des Webinars an, dass eine standortangepasste und tiergerechte Milchviehhaltung in Zukunft die größte Herausforderung für die heimische Berg- und Milchwirtschaft darstellen wird.

Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler hatte die Diskussion initiiert, um den Konsens zwischen Konsumenten und Produzent wieder anzunähern.

Professor Matthias Gauly von der Freien Universität Bozen, der Obmann des Beratungsrings für Berglandwirtschaft, Daniel Gasser, der Moraltheologe Martin Lintner von der Philosophisch Theologischen Hochschule Brixen und die stellvertretende Landestierärztin Gerlinde Wiedenhofer beantworteten gemeinsam mit dem Landesrat die mündlich gestellten Fragen der Teilnehmenden.

Tierwohl und Wert der Produkte müssen Hand in Hand gehen

Im Rahmen der Diskussion stellte sich heraus: Der Erhalt der Berglandwirtschaft ist ein prioritäres Zukunftsthema. Dabei muss einerseits das Tierwohl garantiert werden und andererseits die Wertschätzung für landwirtschaftlichen Produkte bei der Bevölkerung gefördert werden. Landwirtschaftslandesrat Schuler betonte, „Ziel sei es, die Wertsteigerung vom Produkt zu erlangen und eine nachhaltige – sprich ebenso ökologische wie ökonomische – Arbeitsweise zu fördern.“

Innovative bäuerliche Jugend

Lobend hervorgehoben wurde im Webinar auch, dass sich die jungen Generationen in Südtirol innovativ für den Erhalt der Familienbetriebe einsetzt und dies auch schon europaweite Anerkennung erlangt hat. Der Erhalt dieser bäuerlichen Familienbetriebe fließt unter anderem in die Zukunftsstrategie der Südtiroler Landwirtschaft, die Landesrat Schuler nach diversem Austausch mit Interessensvertretern, Bauern und Bürgern in Kürze vorstellen wird.

Foto: IDM

Nächste Woche dritter Teil der Webinar-Reihe

Das gestrige Webinar zur Berglandwirtschaft war das zweite dieser dreiteiligen Reihe zu Schwerpunktthemen, die mit dem Obst- und Weinbau gestartet ist. Am kommenden Dienstag, 30. März um 20 Uhr folgt das dritte und letzte Webinar im Rahmen dieses Austausches mit der Bevölkerung zum Bereich „Klima- und Umweltschutz – Beitrag der Landwirtschaft.

Schuler zieht aus den bisheringen Webinar bereits eine klare Lehre: „Die Bevölkerung will offensichtlich mitreden! Dieser Austausch ist von großer Bedeutung, um den Zwiespalt zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung zu überwinden.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (8)

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  • tirolersepp

    Berglandwirtschaft muss der Bevölkerung immer wieder nahe gebracht werden wie z.B. Brixner Christkindmarkt mit einheimischen Produkten – sehr gute Idee !!

    Ansonsten wird die Berglandwirtschaft nur mehr als Kostenpunkt gesehen und da wird man nie und nimmer mithalten können !

  • bernhart

    Der Landrat zieht daraus eine klare Lehre: Die Bevölkerung will mitreden.
    Leider ist die Bevölkerung nicht gewillt die Mehrkosten zu übernehmen.
    Bei der Webinar waren die Fragensteller der Sprache nach meist Deutsche Staatsbürger ,welche von den Strukturen und Bergbauernhöfe in Südtirol wenig Ahnung haben.
    Das Webinar war gut organisiert, die Referenten ware vorbereitet und gaben gezielte Antworten.
    Dass die Berglandwirtschaft einen sehr wertvollen Dienst für alle Bürger des Landes und für den Tourismus leisten ist und war allen klar, die Vördermassnahmen sind gerechtfertigt.
    Ich wünsche mir, dass die gesunden im Land erzeugten Lebensmittel gekauft und gegessen werden.
    Leider ist Südtirol auf Importe angewiesen, wie Getreide und andere Futttermittel ,denn hir wird
    zuwenig angebaut.
    Der Bauer sollte nicht immer als der Umweltzerstörer hergestellt werden, für jeden Bauer ist der Boden das wichtigste Gut und das pflegt er.

    • rota

      „“Das Webinar war gut organisiert, die Referenten ware vorbereitet und gaben gezielte Antworten.““

      @ bernhard
      diese Aussage stimmt völlig. Ich erlaube mir aber eine weitere kritische Betrachtung zur Organisation des Webinars:
      Wem sollte das Webinar mehr dienen?

      Chat war ausgeschaltet, Teilnehmerliste und -Zahl für die Teilnehmer nicht ersichtlich.
      Bei offenenen trasnparenten Webinars werden andere Grundeinstellungen angewendet.

      Offener Chat—
      Teilnehmer, Zahl, Fragen und Stellungnahmen sind für alle Teilnehmer sichtbar, damit erhalten Antworten der Referenten reale Gewichtung.
      Moderation—- bemüht sich um kurze Antworten der Referenten und versucht langatmige Wiederholungen zu vermeiden.

      Zusammengefaßt, Online -Vorträge und Fragestunden dienen vorwiegend dem Pubblikum und sollten weniger Selbstdarstellung der Referenten sein.

  • batman

    Da redet man vom Tierwohl und alle Kühe auf dem Foto sind ohne Hörner.

  • bernhart

    Batman: Gesunder Menschenverstand ist nicht immer ein Geschenk,
    es kann auch eine Strafe sein.
    Denn man muss mit all denen klar kommen
    die keinen besitzen.

  • fuasslhund

    „Regional“ als Qualitätshinweis ist eine Null-Botschaft. Der Agro-Primat, der letzthin eine kranke Kuh in der Baggerschaufel zum Schlachthof brachte, ist auch „regional“. Natürlich, Herr Bauernbund, das übliche schwarze Schaf in der ansonsten strahlend weißen Herde, klar. Die Land-Wirtschaft braucht – wie die Wirtschaft generell – einen Reset und eine völlige Neuausrichtung. Genauso wie wir Konsumenten.

  • [email protected]

    Wer sich auf diese Garantien verlässt, wird getötet und von Zweibeinern gefressen…

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