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Tag der Frauen in der Wissenschaft

Evelyn Kusstatscher, Paläontologin am Naturmuseum

Das Naturmuseum stellt anlässlich des Internationalen Tags der Frauen in der Wissenschaft am 11. Februar drei Wissenschaftlerinnen vor, die im Museum täglich Forschung betreiben.

Um auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, Mädchen und Frauen einen gleichberechtigten Platz in Wissenschaft, Forschung und Innovation zu geben, haben die Vereinten Nationen den 11. Februar zum „Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ erklärt. Das Naturmuseum Südtirol beteiligt sich daran mit einem Kurzvideo, in dem es gemeinsam mit der Plattform youkando.it die drei Wissenschaftlerinnen des Naturmuseums, Petra Kranebitter, Petra Mair und Evelyn Kustatscher vorstellt. Zu sehen ist das Video ab 11. Februar auf der Webseite des Museums natura.museum und auf dessen YouTube Kanalhttps://www.youtube.com/c/MuseumofNatureSouthTyrol.

Evelyn Kustatscher bestätigt, dass es auch in ihrem Forschungsbereich einen starken Gender-Gap gibt: „Männer haben es in der Geologie deutlich leichter als Frauen, besonders in Italien. Während meiner Laufbahn wurden mir öfters Steine in den Weg gelegt, weil ich eine Frau bin. Ich wurde sogar einmal nur als „Genderfrau“ in ein Projekt mit reingenommen, was mir im Nachhinein auch mehr oder weniger offen gesagt wurde. Damit wurde mir zu verstehen gegeben, dass ich kein gleichwertiges Mitglied der Gruppe war und kein Anrecht hatte, an bestimmten Projekten mitzuarbeiten, das war was für die männlichen Professoren“, berichtet die Paläontologin und Dozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Heute werde sie in Forschungskreisen nicht mehr diskriminiert, „zumindest nicht mehr offen, da ich mir doch mit der Zeit eine Position erarbeitet habe“.

Nur ein Drittel der Forschungswelt besteht aus Frauen und nur etwa 30 Prozent aller Studentinnen entscheiden sich laut Unesco für das Studium der zukunftsweisenden Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Deshalb haben Frauen heute deutlich weniger ökonomische Macht als Männer und in Zukunft wird sich der Gender-Gap weiter vergrößern, sollten die Geschlechterunterschiede im Bereich der genannten Fächer nicht bald drastisch minimiert werden. Zum Schaden der Wissenschaft, viel Forschungspotenzial wird dadurch verschenkt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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