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„Es ist Fünf nach Zwölf“

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Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), fordert aufgrund der Regierungskrise in Italien rasche lokale Hilfsmaßnahmen für die Leidtragenden des epidemiologischen Notstandes Covid-19.

Der ASGB-Chef begründet diese Forderung damit, dass geplante nationale Hilfsmaßnahmen im Rahmen des Dekretes Ristori-5 voraussichtlich bis zu einer Stabilisierung der Regierung auf Eis gelegt sind, ein großer Teil der Bevölkerung aber unmittelbare Unterstützung benötige.

ASGB-Chef Tony Tschenett

„In erster Linie denke ich an die Verlängerung des Arbeitslosenstatus. Angesichts der Tatsache, dass sich viele Bürger in einer finanziell äußerst prekären Lage befinden, ist es unabdingbar, dass die Autonome Provinz Bozen hier eine Lösung herbeiführt. Die Zeit drängt extrem, es ist bereits fünf nach zwölf!“ so Tschenett.

Analog dazu sollten kurzfristig, wie mit der zuständigen Landesrätin Waltraud Deeg bereits besprochen, auch die Kriterien für den Zugang zu den Landesleistungen „Soforthilfe Covid-19“ und „Sondermietbeitrag und Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten Covid-19“ neu definiert werden:

„Das heißt, dass das Höchsteinkommen für Familiengemeinschaften von 2.200 Euro auf 2.800 Euro angehoben wird und die Vermögensgrenze für Familiengemeinschaften von 30.000 Euro auf 50.000 Euro. Dies ist auch insofern wichtig, da aufgrund der geplanten Schließung der Gastronomie ab nächsten Sonntag viele Beschäftigte mit einer Reduzierung des Einkommens rechnen müssen“, erklärt Tschenett.

Ihm sei bewusst, dass der finanzielle Handlungsspielraum des Landes gering ist, dennoch müsse man eine Lösung finden und eventuell auch Umschichtungen vornehmen.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • einereiner

    Wo gehen die 2 Milliarden aus Brüssel, die uns die EU (bzw. die nördlichen Länder) schenken, hin?
    Wir sollten aufpassen, dass dieses Geld nicht in sinnlosen Projekten versinkt sondern den Corona-geschädigten Südtirolern zugute kommt.

  • tirolersepp

    Bravo Herr Tschenett Sie machen Ihre Arbeit gut !

  • erbschleicher

    Sehr geehrter Herr Tschenett, Ihren Einsatz für die Arbeitnehmer in Ehren, aber jetzt müsste die Gewerkschaft für auch für die Unternehmen einstehen, denn nur die Unternehmen können Arbeit garantieren und es kann beim besten Willen nicht sein, dass immer und immer wieder, das Gastgewerbe den schwarzen Peter zugesteckt bekommt, wenn man in einer Bar und in einem Restaurant die Gäste besser unter Kontrolle hat als in einem Geschäft.
    Es nützt nichts, wenn man ein Schild an einem Geschäft aufhängt, dass nur zehn Personen im Laden sein dürfen und dann trotzdem 15 plus Mitarbeiter sich im Raum aufhalten.

    • schwarzesschaf

      Da geb ich dir recht es wäre sowieso besser Herrn Tschenett, Herrn Pinzger und Hern Moser mal auf Eis zu legen mit ihre Presseaussendungen, diese gehetze reicht bald , wollt ihr wissen wo das Problem liegt an uns selber denn wenn wir die Regeln selber einhalten würden und jeder sein Hausverstand einsetzt würden wir besser da stehen aber man sieht es ja am besten im.Paseiertal da hat keiner eine Maske an und wenn einer mit Maske angetroffen wird er noch angeböbelt. Auf unsere Muttis die nachmittag überfordert mit sen nachwuchs sind und sich mit anderen Muttis treffen, wo die Kinder im freien spielen und die muttis auf einen haufen stehen ohne abstandvohne nix dann wundert es mich auch nicht das wir immer wieder zu sperren

      • andimaxi

        Du bist sicher ein öffentlicher Angestellter der ein fixes Gehalt hat. So einen Schwachsinn kann nur jemand verzapfen, der alles glaubt, was ihm andere vorkauen. Wegen solcher Leute wie Dir sind wir in dieser Scheiße.

  • erbschleicher

    @schwarzesschaf
    und genau diejenigen sind es, die sich dann als erstes aufregen, wenn alles zugetan wird.

  • andimaxi

    Wie dumm muss man sein, seit fast einem immer die Einhaltung derselben Regeln zu verlangen die nichts, rein gar nichts gebracht haben bislang. Und nicht, weil sie niemand einhält. Sondern weil sie Schwachsinn sind.

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